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Samstag, 16 Januar 2016 05:47

Teil 685: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (33- 37)

Teil 685: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (33- 37)
In diesem Teil unserer Reihe „In Richtung Licht" möchten wir Sie mit den Versen 33 bis 37 der Sure Qasas (Sure 28) vertraut machen. Als erstes bringen wir die Verse 33 und 34

(28: 33- 37) 


قَالَ رَبِّ إِنِّي قَتَلْتُ مِنْهُمْ نَفْسًا فَأَخَافُ أَن يَقْتُلُونِ

„Er (Moses) sagte: 'Mein Herr, ich habe einen von ihnen (den Leuten des Pharaos)  erschlagen und ich fürchte, sie werden mich töten." (28: 33)


وَأَخِي هَارُونُ هُوَ أَفْصَحُ مِنِّي لِسَانًا فَأَرْسِلْهُ مَعِيَ رِدْءًا يُصَدِّقُنِي ۖ إِنِّي أَخَافُ أَن يُكَذِّبُونِ

„Und mein Bruder Aaron – er ist redegewandter als ich mit seiner Zunge; sende ihn darum als Helfer mit mir, auf dass er mich bestätige; denn ich fürchte, sie werden mich der Falschheit bezichtigen." (28: 34)


Wir sagten im letzten Programm, dass Moses von Gott am Berge Tur den Auftrag erhielt, an den Palasthof des Pharaos zu gehen, um den Herrscher und seine Leute zum Glauben an den Einen Gott einzuladen.

Die obigen  Verse besagen nun, dass Moses im Zusammenhang mit diesem Auftrag von zwei Problemen sprach. Zum einem, dass er bei der Verteidigung eines Israeliten, ohne dies zu wollen, einen der Leute des Pharaos getötet hatte und die Soldaten des Pharaos ihn festnehmen würden,  damit man ihn bestraft. Aber es gab noch eine weitere Schwierigkeit für Moses. Moses sprach auch über diese, nämlich, dass er sich nicht gut genug ausdrücken kann und vielleicht nicht alleine die bedeutende Mission Gottes auszuführen vermag. Er bat Gott darum, dass sein Bruder Harun (Aaron) ihn begleitet, damit er ihm mit seiner Redegewandtheit dabei zur Seite steht, Recht und Wahrheit vor dem Pharao und seinen Leuten zu verteidigen.

Wir können von dieser Stelle in der Sure 28 (Qasas) folgende Merkpunkte ableiten:

Erstens: Wenn uns eine verantwortungsvolle Aufgabe vorgeschlagen wird, sollten wir ehrlich eingestehen, welche Probleme für uns dabei auftreten und zu deren Beseitigung einen geeigneten Lösungsweg vorschlagen.

Zweitens: Eine flüssige und klare Ausdrucksweise gehört zu den Faktoren, die anziehend auf andere wirken. Um Interesse an der Religion Gottes zu erregen, ist dieses Mittel notwendig.

Drittens: Bei der Bewältigung  großer Aufgaben sollten wir die Kapazitäten der anderen heranziehen. Es ist nicht nötig, dass wir alles alleine erledigen.

Als nächstes möchten wir den Vers 35 der Sure 28 betrachten:


قَالَ سَنَشُدُّ عَضُدَكَ بِأَخِيكَ وَنَجْعَلُ لَكُمَا سُلْطَانًا فَلَا يَصِلُونَ إِلَيْكُمَا ۚ بِآيَاتِنَا أَنتُمَا وَمَنِ اتَّبَعَكُمَا الْغَالِبُونَ

„Er (Gott) sprach: '(O Moses,  sei nicht besorgt!) Wir wollen dich mit deinem Bruder stärken, und Wir wollen euch beiden Macht geben, so dass sie euch nicht erreichen werden – durch Unsere Zeichen. Ihr beide und die, welche euch folgen, werden die Sieger sein'." (28: 35)

Gott erhörte die Bitte des Moses und erlaubte ihm, dass ihn sein Bruder bei dieser gefährlichen Mission begleitet und zur Seite steht, damit auf diese Weise beide Probleme, die Moses hatte, beseitigt werden. Zum einen  würde keiner mehr so schnell wagen, Moses anzugreifen und ihn zu töten, wenn er in Begleitung seines Bruders ist,  und zum anderen konnte  Moses zusammen mit Aaron den Pharao und seine Leute sowohl mit klaren Argumenten als auch durch göttliche Wunder entwaffnen.

Obwohl Aaron älter war als Moses und sich besser und überzeugender ausdrücken konnte als er, besaß Moses einige Vorzüge, weswegen Gott ihn, Moses, und nicht Aaron zum Überbringer Seiner Schrift und Scharia (Religionsrecht) auserwählte.  Auch Aaron ist ein Prophet gewesen, dennoch bleibt er die zweite Hand des Moses. Der eine von ihnen machte den Pharao mit Wundern sprachlos und der andere entwaffnete ihn mit seinen Worten.

Wir können uns merken:

Erstens: Beim Kampf gegen Unwahrheit und Unrecht, ist es nicht nötig, dass beide Seiten zahlenmäßig gleich stark sind. Manchmal genügen schon zwei Personen, um  durch klare und überzeugende Argumente und Beweise eine große Anzahl von Leugnern zu besiegen.

Zweitens: Die Freunde Gottes müssen unterstützt werden, damit die Unterdrücker ihnen nichts anhaben können.

Drittens: Sogar die Gottgesandten brauchen Zuversicht und Zukunftshoffnung. Gott verheißt Moses und Aaron und allen, die ihnen folgen, den Sieg und macht sie zuversichtlich.

Es folgen  zum Schluss dieses Teils die Verse 36 und 37 der Sure Qasas:


فَلَمَّا جَاءَهُم مُّوسَىٰ بِآيَاتِنَا بَيِّنَاتٍ قَالُوا مَا هَـٰذَا إِلَّا سِحْرٌ مُّفْتَرًى وَمَا سَمِعْنَا بِهَـٰذَا فِي آبَائِنَا الْأَوَّلِينَ

„Als dann Moses zu ihnen mit Unseren deutlichen Zeichen kam, da sagten sie: 'Das ist nichts als ein Zaubertrug, und wir haben von unseren Vorvätern nie dergleichen gehört.'" (28: 36)


فَلَمَّا جَاءَهُم مُّوسَىٰ بِآيَاتِنَا بَيِّنَاتٍ قَالُوا مَا هَـٰذَا إِلَّا سِحْرٌ مُّفْتَرًى وَمَا سَمِعْنَا بِهَـٰذَا فِي آبَائِنَا الْأَوَّلِينَ

„Und Moses sagte (um dies zu dementieren): 'Mein Herr weiß am besten, wer es ist, der Seine Rechtleitung  gebracht hat,  und wem der glückselige Lohn der Wohnstatt zuteilwerden wird. Wahrlich, die Frevler haben nie Erfolg'." (28: 37)

Moses und Aaron hatten sich auf irgendeine Weise Zugang zum Palast und zum Hofe des Pharaos verschafft.  Erst luden sie den Pharao und seine Schar ein, sich Gott dem Einen zuzuwenden, und dann führten sie die Wunder, die Gott ihnen mitgegeben hatte, vor. Der Stab des Moses wurde zu einer Schlange und seine Hand erstrahlte weiß, als er sie unter seinen Hemdschlitz steckte und wieder hervorholte.

Aber Pharao und seine Leute reagierten auf die logischen Worte der beiden Propheten und auf deren himmlische Wunder nur mit Leugnung der Wahrheit und mit Verleumdung. Pharao und seine Leute behaupteten, dass seine Vorväter keinen Glauben an den Einen Gott gekannt hätten und sie daher auch keinen solchen Glauben annehmen werden. Sie sagten außerdem zu Moses: Das sind keine Wunder, was du uns vorgeführt hast sondern es ist eitles Zauberwerk und du lügst, wenn du behauptest, diese Wunder kämen von Gott und wären kein Menschenwerk.

Moses erwiderte ihnen: Wenn es von mir selber ersonnen wäre, was ich sage und es erlogen sein sollte, dass meine Werke von Gott kommen, so weiß Gott es besser als ihr. Er würde mich wenn ich so handle,   irgendwie entlarven und nicht zulassen, dass ich mich  als Gottgesandter  vorstelle und die Menschen in die Irre führe, anstatt sie rechtzuleiten.

Wenn ihr Recht und Wahrheit ablehnt,   liegt es nicht daran, dass meine Argumente nicht ausreichen, sondern es liegt daran, dass ihr Unrecht begeht und weiter so handeln wollt. Ihr glaubt auf diese Weise an der Macht zu bleiben. Deshalb akzeptiert ihr nicht was wir beide sagen. Das aber wird zur Folge haben, dass ihr nicht an das Wohl und Glück  im Diesseits und Jenseits gelangt.

Wir lernen aus den  Versen 36 und 37 der Sure 28:

Erstens: Bei der Einsicht in die religiösen Lehren sind Vernunft und Beweise der Maßstab. Der Brauch der Vorväter und ihre Denkweise aber sind kein Kriterium.

Zweitens: Die wichtigsten Methoden der Gegner von Propheten und Reformern sind immer schon Leugnung und Verleumdung gewesen.

Drittens: Die Befolgung der göttlichen Propheten führt zu Wohl und Glück und einem guten Ausgang im Jenseits, der schönen Wohnstatt im Paradies.

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