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Mittwoch, 25 November 2015 13:38

Teil 680: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (14- 17)

Wir setzen unsere Betrachtung der Sure 28 fort und beginnen mit dem Vers 14 dieser Sure. Dieser beinhaltet Folgendes:

(28: 14- 17)


وَلَمَّا بَلَغَ أَشُدَّهُ وَاسْتَوَىٰ آتَيْنَاهُ حُكْمًا وَعِلْمًا ۚ وَكَذَٰلِكَ نَجْزِي الْمُحْسِنِينَ

„Und als er (Moses)  seine Vollkraft erreicht hatte und (körperlich und geistig) reif geworden war, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen; so belohnen Wir jene, die Gutes tun." (28: 14)


Im Vers 14 dieser Sure  geht es um einen weiteren Abschnitt im Leben von Moses. Es geht um den jungen Moses, den Gott, durch Stärkung des Geistes und Verstandes und durch Eingebung, mit Wissen und Weisheit ausstattet, damit er die Wahrheit erkennt und zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann.

Das junge Erwachsenenalter geht normalerweise für jeden mit dem Höhepunkt seiner Kräfte einher, doch Moses wurden wegen seiner Eignung und Reinheit  noch größere Gnaden  verliehen.

Der obigen Stelle im Koran ist auch zu entnehmen, dass alle die Gutes tun, von Gott die  Huld erfahren werden, die Moses zuteilwurde, natürlich mit Ausnahme der Gnade, göttliche Offenbarung zu empfangen und zum Propheten auserwählt zu werden.

Wir können uns anhand dieser Koranstelle in der Sure Qasas  merken:

Erstens: „Die Jugendzeit ist die beste Zeit im Leben, denn in dieser Zeit vereinen sich die die körperlichen Kräfte auf ihrem Höhepunkt  mit der Reife des Verstandes und es sind optimale  Bedingungen für die Vervollkommnung des Menschen vorhanden.

Zweitens:  Wohltätigkeit  und  gute Taten schaffen die Voraussetzungen, um von Gott besondere Gnaden zu empfangen.

Wir wenden uns dem nächsten Vers zu, dem Vers 15 der Sure 28:


 وَدَخَلَ الْمَدِينَةَ عَلَىٰ حِينِ غَفْلَةٍ مِّنْ أَهْلِهَا فَوَجَدَ فِيهَا رَجُلَيْنِ يَقْتَتِلَانِ هَـٰذَا مِن شِيعَتِهِ وَهَـٰذَا مِنْ عَدُوِّهِ ۖ فَاسْتَغَاثَهُ الَّذِي مِن شِيعَتِهِ عَلَى الَّذِي مِنْ عَدُوِّهِ فَوَكَزَهُ مُوسَىٰ فَقَضَىٰ عَلَيْهِ ۖ قَالَ هَـٰذَا مِنْ عَمَلِ الشَّيْطَانِ ۖ إِنَّهُ عَدُوٌّ مُّضِلٌّ مُّبِينٌ

„Und er betrat die Stadt um eine Zeit, da ihre Bewohner in einem Zustand der Unachtsamkeit waren; und er fand da zwei Männer, die miteinander kämpften. Der eine war von seiner eigenen Partei und der andere von seinen Feinden. Jener, der von seiner Partei war, rief ihn zu Hilfe gegen den, der von seinen Feinden war. So schlug Moses ihn (den von den Feinden) zurück; doch es führte zu seinem Tod." Er (Moses) sagte (zu sich selbst): 'Das (dieser Streit) ist ein Werk Satans; er ist ein Feind, ein offenbarer Verführer.'" (28: 15)


Moses war im Palast des Pharaos aufgewachsen. Er hatte ein gutes Leben gehabt und auch eine Kampfausbildung erfahren. Eines Tages sah er in der Stadt,  wie zwei Männer sich heftig streiten. Einer von ihnen war vom Stamm der Israeliten und der andere war ein Ägypter. Der  Israelit, dessen Leben in Gefahr war,  rief um  Hilfe. Da eilte Moses herbei. Er versetzte dem Ägypter einen kräftigen Hieb. Dieser fiel zu Boden und starb auf der Stelle.

Damit hatte Moses nicht gerechnet. Er hatte den Mann nicht töten wollen. Er wollte nur das Leben des anderen verteidigen.  Ihm wurde auch bewusst, wer diesen Streit hervorgerufen hat, und er sagte: Urheber  aller Feindseligkeiten und jeden Streites ist Satan. Er schürt  Streit zwischen den Menschen und verführt sie dazu. Daher ist er der Feind der Menschen.

Wir können zu diesen Versen sagen:

Erstens: Moses verteidigte die Unterdrückten und nicht die Unterdrücker, obwohl er im Palast des Pharaos großgeworden war. Auch Asia lebte als Gemahlin des Pharaos im Palast. Aber sie glaubte an Moses und seine Lehre und opferte ihr Leben für die Religion.

Zweitens: Die Propheten sind edelmütig. Sie helfen dem Unterdrückten und sind gegen Unterdrückung. Zur Verteidigung der Unterdrückten gehen sie gegen die Unterdrücker vor.

Drittens: Es ist Satans Werk, zwischen den Menschen Streit hervorzurufen. Wir müssen uns im Zorn beherrschen und nicht zulassen, dass Satan die Oberhand gewinnt.

Es folgen die Verse 16 und 17:


قَالَ رَبِّ إِنِّي ظَلَمْتُ نَفْسِي فَاغْفِرْ لِي فَغَفَرَ لَهُ ۚ إِنَّهُ هُوَ الْغَفُورُ الرَّحِيمُ

"Er (Moses) sagte: 'Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht getan, so vergib mir.' So verzieh Er ihm; denn Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige." (28: 16)



قَالَ رَبِّ بِمَا أَنْعَمْتَ عَلَيَّ فَلَنْ أَكُونَ ظَهِيرًا لِّلْمُجْرِمِينَ

"Er (Moses) sagte: 'Mein Herr, da Du mir gnädig gewesen bist, will ich niemals ein Helfer der Sünder sein.'" (28: 17)

Ein Ägypter war getötet worden, und es war klar, dass sich die anderen Ägypter auf die Suche nach dem Täter machen, um ihn zu verhaften und gleiches mit gleichem zu vergelten.

Als Moses dem Ägypter den tödlichen Hieb versetzte, hatte er sich daher in gewisser Hinsicht auch selber ein Unrecht angetan und in Gefahr gebracht.  Moses gilt nicht wegen dieses ungewollten Totschlags  als Sünder, aber er hatte sich dadurch in Schwierigkeiten gebracht und da er deshalb möglicherweise nicht richtig seinen Pflichten nachkommen konnte, bat er Gott um Verzeihung.  Gott verzieh ihm und schützte ihn vor den Feinden. Da gelobte Moses, zum Dank für diese göttliche Gnade bis an sein Lebensende niemals einem Frevler zu helfen. Er  kehrte  nicht mehr in den Palast des Pharaos zurück und brach die Beziehung zu dem Tyrannen ab.

Wir können uns merken:

Erstens:  Bei der Rettung von Gläubigen aus der Hand von Unterdrückern muss man achtgeben, so weit wie möglich eine Gefahr für sich selber und unerwünschte Folgen zu vermeiden.

Zweitens: Ein Fehler oder Verstoß hat, auch wenn er nicht absichtlich geschieht, in jedem Fall einige natürliche Folgen.

Drittens:  Für körperliche Stärke  zeigt man sich dadurch dankbar, dass man die Unterdrückten unterstützt und sich der Zusammenarbeit  mit den Unterdrückern und  Sündern enthält.

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