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Montag, 21 September 2015 05:25

Klare Fingerzeige auf US-Projekt im Hintergrund des Kriegsbeginns 1980 (Anlässlich der Woche der Heiligen Verteidigung)

Klare Fingerzeige auf US-Projekt im Hintergrund des Kriegsbeginns 1980   (Anlässlich der Woche der Heiligen Verteidigung)
   Theoretiker und Analytiker haben aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht, weshalb das Saddamregime am 22.9.1980 den Krieg gegen Iran begonnen hat. 

Alle sind gemeinsam der Ansicht, dass es vor allen darum ging, die Islamische Republik Iran durch den Krieg aus den Angeln zu haben und sagen,  dass  die USA mit diesem strategischen Ziel vor Augen, diese Mission an den Ex-Diktator Iraks vergab.

Viele Anhaltspunkte und Aussagen deuten darauf hin, dass Saddam von den USA zum Angriff auf den Iran ermuntert wurde.

Brzeziński der Sicherheitsberater von Carter, dem damaligen US-präsidenten ist einer der Akteure bei der Vorbereitung  für den Krieg. Er traf sich mehrmals heimlich mit hohen Verantwortlichen des damaligen Baath-Regimes in Irak.  Die Zeitschrift Journal Street  enthüllte am 8. Februar 1980 einen dieser Geheimbesuche und die Times  bestätigte diese Mitteilung am 17. Juni 1980. Sie  schrieb, dass Brzeziński  sich mit dem irakischen Diktator getroffen hatte.

Der Sicherheitsberater von Carter, so hieß es in einem dieser Berichte, habe nach seinem geheimen Besuch in Bagdad zu Beginn 1980 in einem Fernsehinterview gesagt:  „Wir sehen keine  nennenswerten Widersprüche zwischen den USA und Irak und sind der Überzeugung, dass Irak, der unabhängig sein will, die  Sicherheit im Arabischen Golf (er meinte den Persischen Golf)  anstrebt. Wir denken nicht, dass die Beziehungen zwischen den USA und Irak nachlassen werden.“

 

Kenneth Timmermann, ein Journalist und politischer Autor  schrieb 1991 in seinem Buch namens The Death Lobby: How the West Armed Iraq – ( Die Todeslobby – wie der Westen den Irak)  ausrüstete:Brzezinski reiste auch in die jordanische Hauptstadt Amman  und traf sich in der ersten Juli-Woche 1980 heimlich mit dem irakischen Staatsoberhaupt.  Ziel dieses Treffens  waren Gespräche und Verhandlungen über Wege zur Koordinierung der Maßnahmen der USA und Iraks und der Bekämpfung der iranischen Politik.“

Er fügte hinzu:  „Jedenfalls traf sich Brzezinski bei eine Jordanbesuch mit Malek Hussain und  in Bagdad wurde dieses Treffen als grünes Licht der USA für Irak hinsichtlich des Krieges gegen Iran gedeutet.  Gary Sick, ehemaliger Berater Brzezinskis hat später in einem Interview gesagt:  `Brzezinski hat bei Saddam den Eindruck erweckt, dass die USA ihm grünes Licht für den Angriff Iraks auf Iran gegeben hat, denn er hinsichtlich des Angriffs von Saddam kam keinerlei klares rotes Licht von seiner Seite.`

 

Timmermann sagte weiter:  Aus der Sicht eines strengen Strategisten wie Brzezinski war es ein gefährlicher Schritt, den es sich jedoch lohnte zu riskieren, zumal  im November die Präsidentschaftswahlen in den USA bevorstanden.

Am 5. August 1980  stattete Saddam laut einem Kommentar im US-Fernsehen vom 16. Februar 1993  Saudi-Arabien einen offiziellen Besuch ab und teilte der saudischen Regierung mit, dass er einen Militäranschlag  auf Iran plane. 6 Wochen später begannen die irakischen Kräfte ihren Angriff.“

Im gleichen Kommentar hieß es: „Das kostspieligste gemeinsame Projekt der USA und Saudi Arabiens hatte mit den Bemühungen zu tun, die iranische Revolution zu bremsen und Saddam Hussain wurde für diesen Ziel eingesetzt.“

Kenneth Timmermann sagte ebenso in diesem Fernsehkommentar:

 

„Im Sommer 1980 zeigten die Iraker sich daran interessiert, das Einverständnis  der USA für  ihren Angriff auf den Iran zu erzielen.  Sie schickten ihren Außenminister nach Saudi Arabien und Jordanien, damit sie mit den US-Verantwortlichen verhandeln und sich vergewissern, dass die USA nichts gegen den Angriff Iraks auf den Iran hat.  Natürlich  hatte Amerika nichts dagegen einzuwenden.“

 

Warum aber  fiel unter den Nachbarländern die Wahl für den Angriff auf Irak?

                      

Einige Analytiker sagen, dass der Irak das einzige Land in der Region war, welches aus mehreren Gründen auf die heimtückischen Plänen der USA eingehen würde.   Es war geografisch mit Iran benachbart, hatte eine relativ große Bevölkerung  und eine Armee mit ethnisch arabischen Tendenzen  und vor allen Dinge wurde dieses Land von einem Opportunisten wie Saddam regiert und es hatte in der Vergangenheit Aggressionen zwischen Iran und Irak gegeben, die als Vorwand dienen konnten.  Daher kam Saddam für die USA  am meisten für ihre böswilligen  Absichten in Frage.

 

Carter, der damalige US-Präsident hat in einer Rede in Los Angeles indirekt auf den Nutzen, den er sich von dem Angriff Iraks auf Iran versprach, hingewiesen.  Er sagte:

„Ich hoffe  dass durch den Krieg Iraks gegen Iran , die Befreiung der amerikanischen Geiseln beschleunigt wird  und der Iran aus diesem Krieg eine Lehre zieht,  und lernt wie sehr ein Land Frieden und Ruhe und eine starke Wirtschaft braucht …Die USA erwarten, dass der Iran-Irak-Krieg, den Iran von Ersatzeilen abhängig macht und dieses Land zur Deckung seines Bedarfs, die Bedingungen der USA hinsichtlich Freilassung der Geiseln akzeptiert.“

 

                      

In einem strenggeheimen Papier, welches die US-Botschaft in Teheran kurz vor dem Sieg der Islamischen Revolution angefertigt hatte, stand wie folgt:

„…. Die Wahrscheinlichkeit für den Angriff auf Iran durch eine ausländische Macht ist gering. Daher bleibt nur der Irak als Alternative für einen Krieg gegen den Iran übrig.  Der Angriff seitens Iraks wird sich wahrscheinlich auf die ölreichen Gebiete  als Ziel beschränken.  Die Entscheidung für den Beginn eines solchen Angriffs erfordert eine geschwächte Armee im Iran und einen Rechtfertigungsgrund, den alle akzeptieren.“

 

Aufgrund dieser Bedingungen im Vorfeld hat das irakische Baath-Regime am 17. September  das Grenzabkommen und die Übereinkunft über gutnachbarschaftliche Beziehungen mit Iran einseitig annulliert und dann am 21. September 1980  den Iran zu Boden , zur See und aus der Luft angegriffen und den Krieg gegen Iran begonnen.

 

                      

 US-Autor Simon Henderson  schreibt in seinem Buch über die Ziele, die der Irak mit diesem Krieg verfolgte:  „Saddam wollte, dass ein neues Regime in Teheran an die Macht kommt.  Diese Strategie beruhte auf der Vorstellung, dass die iranische Bevölkerung die islamische Regierung von Ajatollah Chomeini stürzen wird, sobald sie sieht, dass sie keine andere Alternative haben.“

 

Taha Yasin Ramadani, der Vize-Premierminister Iraks hat in einem Interview mit der Zeitung Ath Thaura ,dem Sprachrohr der herrschenden  Baath-Partei,  Anfang 1981 gesagt:  „Wir betonen, dass der Krieg nicht zu Ende sein wird, es sei denn dass das Regime in Iran völlig vernichtet ist.  Die grundlegenden Meinungsverschiedenheiten drehen sich nicht um einige hundert Kilometer Boden oder die Hälfte des (Grenzflusses) Schatt-ul Arab usw.  Also ist der Krieg gegen Iran kein Krieg um Grenzen, so dass man ihn aufschieben könnte, sondern er ist in Wahrheit ein Krieg um das Schicksal…“

 

Das zweite Ziel, welches mit dem Krieg verfolgt wurde,  war die Spaltung Irans und die Bildung eines großen arabischen Staates unter Anführung der irakischen Baath-Partei.  Henderson schreibt darüber wie folgt:

„Als die Militärtruppen Saddams in den Südwesten Irans eindrangen, hatten sie (das südliche Gouvernement) Chuzistan  bereits in  „Arabistan“ umbenannt,  in der Hoffnung es an den Irak annektieren zu können Saddam Hussein hat in einem Interview am 19.Januar 1981 erklärt:

„Im Iran gibt es fünf Ethnien und ihnen muss eine Art Autonomie verliehen werden. Ich verteidige meine Brüder in Arabistan.“

Es gab gemäß den Analysen drei Hauptfaktoren für den auferlegten Krieg gegen Iran.  Der erste Faktor war der Sieg der Islamischen Revolution und der Sturz des Schahregimes, welches  einee der wichtigsten Eckpfeiler der US-Politik in der Region gewesen war. Nach dem Sturz war die Islamische Republik anstelle des fremdabhängigen Schah-Regimes getreten und dies war eine ernsthafte Gefahr für die US-angeführte Hegemonieordnung in der Region.

 

Der zweite Faktor bestand darin, dass man wieder ein militärisches Gleichgewicht herstellen wollte. Ein  solches Gleichgewicht hatten die USA vor der Revolution in der Region erzielt,  indem sie den Schah   einsetzten, damit er als Gendarm der USA deren Interessen in der Region beschützt.  Die USA wünschten sich also, dass durch den Krieg von Saddam, dieser die islamische Republik stürzt und ihr neuer Gendarm in der Region wird.

 

Der dritte Faktor ist darin zu sehen,  dass  man durch den Krieg gegen den Iran verhindern wollte, dass die Islamische Revolution Schule macht und so zu sagen in die Regionalstaaten exportiert wird.  Im Rahmen der Theorie von einem so genannten schiitischen Halbmond  und dem Projekt der Angstmache vor dem Iran wurde suggeriert, dass die Islamische Republik  Iran die Stabilität der Region bedroht und allen Ländern in ihrer Umgebung schadet.

                             

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei hat 1988, als er Staatspräsident war, nach iranischer  Einwilligung in die Resolution 598 des UN-Sicherheitsrates   diesbezüglich gesagt:

 

„Der irakische Militärangriff auf den Iran fand in einer sehr sensiblen Situation statt.  Auch wenn die Analytiker im Ausland  in diesen Jahren diese Invasion auf einen Grenzstreit zwischen Iran und Irak  und auf Meinungsverschiedenheiten bezüglich der  religiösen Rechtsschule und ähnliches zurückführten, so richtete sich  dieser Krieg in Wahrheit gegen die Islamische Revolution im Iran und wurde organisiert , um  das revolutionäre System im Iran zu stürzen und die Islamische Revolution zu vernichten.

Er sagte weiter:

Zu Beginn des Angriffes des irakischen Regimes auf den Iran,  sind   aus den Äußerungen und Interviews des  irakischen Herrschers und seiner Leute deutliche Hinweise darauf zu entnehmen, dass sie den Sturz der Islamischen Republik Iran auf die Tagesordnung gestellt hatten. Sie ließen  mit ihren Aussagen keinen Zweifel diesbezüglich  übrig und sprachen offen über den Sturz der Islamischen Republik und darüber, die ölreiche Provinz Chuzistan vom Iran abzuspalten.  Von Anfang an war klar, dass das Vorgehen des irakischen Regimes einem vorherigen Plan folgte, und im Laufe der Zeit bestätigte sich immer mehr , dass dieser Angriff auf Grund des Ansporns der Großmächte erfolgte, damit eine junge Revolution in diesem Teil der Welt vernichtet wird.“    

 

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