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Dienstag, 29 September 2015 13:25

Teil 675: Sure Naml (Die Ameise) Verse (86- 88)

Teil 675: Sure Naml (Die Ameise) Verse (86- 88)
Bevor wir den 680. Teil unserer Reihe „In Richtung Licht" beginnen, entsenden wir einen Segensgruß an den Überbringer dieses Himmelsbuches, Prophet Mohammad – Gottes Segen sei auf ihm und Friede den Makellosen aus seinem Hause. Der erste Vers in unserem heutigen Teil ist Vers 86 der Sure Naml, Sure 27:
(27: 86- 88)


أَلَمْ يَرَوْا أَنَّا جَعَلْنَا اللَّيْلَ لِيَسْكُنُوا فِيهِ وَالنَّهَارَ مُبْصِرًا ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَاتٍ لِّقَوْمٍ يُؤْمِنُونَ

„Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir die Nacht geschaffen haben, damit sie darin ruhen mögen, und den (hellichten) Tag (an dem alles) deutlich zu sehen (ist)? Hierin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben." (27: 86)


Wie Sie wissen, liebe Hörerfreunde, ist vor diesem Vers über die Wiedererweckung von Toten im Diesseits gesprochen worden, damit die Leugner nicht mehr das Jenseits für unmöglich halten. Im Vers 86 wird nun auf ein großes Zeichen in der Daseinsordnung für die Macht Gottes hingewiesen, nämlich auf den Wechsel von Tag und Nacht.

Haben sich die Zweifler schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie es sein würde, wenn es auf der Erde nur Tag wäre und sie ständig dem Licht und der Wärme ausgesetzt wären?

Wann könnten sie dann ausruhen? Oder wie wäre es, wenn es auf der Erde unablässig dunkle Nacht wäre? Würde dies nicht stören und ihnen die Arbeit schwer machen? Gäbe es überhaupt ein Wachstum der Pflanzen, wenn es immer Nacht wäre?


Denkt einmal nach: Soll die Drehung der Erde um sich selbst innerhalb von 24 Stunden, durch die eurer Programm für die Arbeit bei Tageslicht und den Schlaf in der Nacht geregelt wird, reiner Zufall sein?

Es ist heute wissenschaftlich bewiesen, dass die nächtliche Dunkelheit eine beruhigende Wirkung hat, während das Tageslicht den Menschen aktiviert. Der Wechsel von Tag und Nacht ist schon von daher ein Segen.

Der Heilige Koran bringt wiederholt den Hinweis auf den Wechsel von Tag und Nacht. Er macht den Menschen, der nach der Wahrheit sucht und einsichtig ist, auf seine Umwelt aufmerksam, damit er sie betrachtet und sich auf diese Weise von dem Allwissen, der Allweisheit und Allmacht seines Schöpfers überzeugt, anstatt einfach das Jenseits abzulehnen.

Wir sehen:

Erstens: Der Wechsel von Tag und Nacht ist ein Zeichen für das Allwissen und die Planung und Vorkehrungen des Erschaffers der Welt. Wir sollten mit offenen Augen Daseinserscheinungen wie diese betrachten. Der Alltag sollte uns nicht davon abhalten, über die Schöpfung nachzudenken.

Zweitens: Der Hinweis auf Schlaf und Aufwachen in den Versen zur Auferweckung von den Toten erinnert uns daran, dass wir schon in dieser Welt laufend das Beispiel für eine Wiedererweckung erleben. Es heißt nämlich in der Sure 6 im Vers 60 „Und Er ist es, der eure Seelen zu Sich nimmt in der Nacht und weiß was ihr am Tage begeht, an dem Er euch dann wieder erweckt, auf dass die vorbestimmte Frist vollendet werde."

Drittens: Der Mensch sollte angepasst an die Ordnung in der Natur leben, d.h. abends ausruhen und am Tag arbeiten. Es widerspricht der Schöpfungsordnung, bis um Mitternacht wach zu bleiben und am Tag bis zum Mittag zu schlafen.

Wir wenden uns dem nächsten Vers zu. Es ist Vers 87 der Sure 27, nämlich:


 وَيَوْمَ يُنفَخُ فِي الصُّورِ فَفَزِعَ مَن فِي السَّمَاوَاتِ وَمَن فِي الْأَرْضِ إِلَّا مَن شَاءَ اللَّـهُ ۚ وَكُلٌّ أَتَوْهُ دَاخِرِينَ

„Und an dem Tage, wenn in den Sur (die Posaune) gestoßen wird, hat jeder mit dem Schrecken zu kämpfen, der in den Himmeln und der auf Erden ist, ausgenommen der, den Allah will. Und alle sollen demütig zu Ihm kommen." (27: 87)

Der Vers 87 kehrt inhaltlich wieder zum Weltende zurück. Der Weltuntergang wird mit einem gewaltigen Laut aus dem Sur (Posaune, Horn) eingeleitet.

Es wird gemäß Koraninhalt zweimal in die Posaune gestoßen: Einmal beim Weltuntergang und einmal zur Auferstehung von den Toten.


Im Vers 87 ist der erste Posaunenstoß gemeint. Wenn am Ende der Welt also in den Sur gestoßen wird, werden alle von Angst und Schrecken erfasst und sterben. Von diesem Schrecken werden diejenigen verschont, die rechtschaffen gelebt haben und rein sind, ebenso wie die Engel Gottes. Sie alle werden zwar sterben, aber sie sterben ohne Angst und in Frieden, ganz ergeben in den Willen Gottes.

Und wenn der Sur zum zweiten Mal erschallt, werden alle von den Toten auferstehen und vor Gott gebracht.

Der Engel, der in die Posaune stößt, ist laut islamischen Überlieferungen Israfil. Es ist einer der Thronengel Gottes.

Wir können uns aufgrund des obigen Verses merken:

Erstens: Laut dem Koran werden der Zusammenbruch der Daseinsordnung und der Tod aller Existenzwesen im Himmel und auf der Erde mit einem furchterregenden Laut einhergehen.

Zweitens: Es gibt nicht nur auf Erden sondern auch in den Himmeln Lebewesen. Sie werden wie die Erdenbewohner am Jüngsten Tag versammelt.

Drittens: Nicht nur die Menschen werden einmal sterben, sondern auch die anderen Wesen, wie die Engel.

Es folgt der Vers 88 der Sure 27, Sure Naml:


 وَتَرَى الْجِبَالَ تَحْسَبُهَا جَامِدَةً وَهِيَ تَمُرُّ مَرَّ السَّحَابِ ۚ صُنْعَ اللَّـهِ الَّذِي أَتْقَنَ كُلَّ شَيْءٍ ۚ إِنَّهُ خَبِيرٌ بِمَا تَفْعَلُونَ

„Und du schaust zu den Bergen und meinst, sie bewegen sich nicht, doch sie ziehen dahin wie die Wolken. Das (ist das) Werk Allahs, der alles vollendet geschaffen hat. Wahrlich, Er weiß wohl, was ihr tut." (27: 88)

Dieser Vers deutet auf eine weitere wundersame Erscheinung in der Schöpfungswelt hin, nämlich: Aus unserer Sicht scheinen die Berge fest, während sie aber leise wie Wolken in Bewegung sind. Sie bewegen sich zusammen mit der Erde und ihrer raschen Selbstumdrehung innerhalb von 24 Stunden. Der Mensch bemerkt diese Bewegung der Erde gar nicht und hat das Gefühl, sie würde an einer Stelle ruhen. In der Vergangenheit haben daher sogar Gelehrte irrtümlich gedacht, dass die Erde unbeweglich sei und von der Sonne umkreist wird. Obwohl genau das Umgekehrte der Fall ist: Die Erde dreht sich um sich selber und umkreist dabei die Sonne.

Wir können abschließend noch folgende Punkte anführen:

Erstens: Der Koran spricht fast 1000 Jahre vor Galilei und anderen Gelehrten von der Bewegung der Erdkugel und diese Aussage über eine Tatsache, die die Wissenschaft erst viel später erkannt hat, gehört zu den Wundern des Korans.

Zweitens: Die Bewegung der Berge zusammen mit der Erde ist wie die Bewegung der Wolken schnell. Dass sich die Erde so schnell bewegt und wir sie dennoch für ruhig und unbeweglich halten- ist ein wunderbares Zeichen Gottes.

Drittens: Gemäß dem Koran sind alle Dinge, die Gott erschaffen haben vollendet und gibt es keinerlei Mängel in der göttlichen Schöpfung.

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