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Montag, 31 August 2015 14:37

Teil 670: Sure Naml (Die Ameise) Verse (61- 63)

Teil 670: Sure Naml (Die Ameise) Verse (61- 63)
Wir möchten nun einzeln die drei Verse 61 bis 63 der Sure Naml, Sure 27, besprechen. Vers 61 dieser Sure lautet:

(27: 61- 63)


أَمَّن جَعَلَ الْأَرْ‌ضَ قَرَ‌ارً‌ا وَجَعَلَ خِلَالَهَا أَنْهَارً‌ا وَجَعَلَ لَهَا رَ‌وَاسِيَ وَجَعَلَ بَيْنَ الْبَحْرَ‌يْنِ حَاجِزًا ۗ أَإِلَـٰهٌ مَّعَ اللَّـهِ ۚ بَلْ أَكْثَرُ‌هُمْ لَا يَعْلَمُونَ

„Wer hat denn die Erde zu einer Ruhestatt gemacht und Flüsse durch ihre Mitte geführt und feste Berge auf ihr gegründet (wie Anker) und eine Schranke zwischen die beiden Meere (Salz- und Süßwasser)  gesetzt? Existiert wohl ein Gott neben Allah? Nein, die meisten von ihnen wissen es nicht." (27: 61)

Bereits in den vorhergehenden Versen hat Gott gegenüber dem Aberglauben der Götzendiener einige Erscheinungen in der Schöpfung vor Augen geführt   und anschließend die Frage gestellt, wer sie denn erschaffen hat. Wurden sie etwa von den Göttern,  die ihr Gott beigesellt, erschaffen?

Der Vers 61 erinnert an weitere Schöpfungswerke in der Natur, an der die Macht und Weisheit Gottes abzulesen ist und welche die notwendigen Lebensbedingungen für die Menschen auf der Erde schaffen. Gott weist darauf hin, dass Er die Erde zu einem ruhigen Ort für die Menschen werden ließ. Welcher  Segen dieser generelle Zustand ist, wird uns in dem Ausnahmefall von Erdbeben klar.

Die Berge und Flüsse und Salz- und Süßgewässer ermöglichen dem Menschen das Leben auf der Erde. Wir sehen ja, dass die großen menschlichen Kulturen an Flüssen und in Flussebenen entstanden.  Wie können die Polytheisten nur  denken, dass außer dem Einen Gott auch die leblosen Götzen etwas erschaffen hätten oder die Angelegenheiten dieser gewaltigen Welt regeln könnten?! Wenn sie dieser Ansicht sind, kann es nur daran liegen, dass sie nicht nachgedacht  und die Wahrheit nicht erkannt haben.

Wir können uns merken:

Erstens:  Für die Bewohner der Erde ist diese derartig ruhig, dass sie sich nicht zu bewegen scheint. Unterdessen bewegt sich die Erdkugel mit einer großen Geschwindigkeit um sich selbst und außerdem um die Sonne. Aber weil diese Bewegung gleichmäßig ist, spürt sie keiner.

Zweitens: Unglaube und Aberglauben gehen in Wahrheit auf Unwissen und Mangel an  richtiger Erkenntnis der Wahrheit zurück. Einige wollen absichtlich nicht mehr über die Wahrheit erfahren und schließen bewusst Augen und Ohren. Andere interessieren sich jedoch für sie, wenn man sie darauf anspricht und sie informiert.

Im Vers 62 der Sure 27 lesen wir weiter:


أَمَّن يُجِيبُ الْمُضْطَرَّ‌ إِذَا دَعَاهُ وَيَكْشِفُ السُّوءَ وَيَجْعَلُكُمْ خُلَفَاءَ الْأَرْ‌ضِ ۗ أَإِلَـٰهٌ مَّعَ اللَّـهِ ۚ قَلِيلًا مَّا تَذَكَّرُ‌ونَ

„Wer antwortet denn dem Bedrängten, wenn er Ihn (Gott) anruft, und nimmt das Übel hinweg und macht euch zu Nachfolgern auf Erden? Existiert wohl ein Gott neben Allah? Geringfügig ist das, was ihr (davon) bedenkt." (27: 62)

Der Vers 62 verweist auf einen Gottesbeweis im Leben aller Menschen,  nämlich dass sie sich in der Not, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen,  Gott hilfesuchend zuwenden und Ihn, und nicht die Götzen oder andere, rufen. Diese können ja gar nichts für sie tun. Der Mensch wird sich in großer Not der Existenz der göttlichen Allmacht gewahr, wendet sich betend nur noch an Gott und hofft auf Erwiderung seines Rufes.

Dieser Glaube ist in jedem Menschen aufgrund seiner Gott gegebenen Natur vorhanden. In anderen Versen des Korans  heißt es: Wen ruft ihr denn außer Gott, wenn ihr auf einem Schiff in Seenot geraten seid? Erwartet ihr noch von jemandem anderen Hilfe und Rettung?!

Einige Materialisten und Religionsgegner behaupten,  der Mensch glaube aus Sorge und Angst an Gott und deshalb haben sie die Existenz Gottes abgestritten. Ihrer Meinung nach wendet sich der Mensch in der Not wegen seiner Hilflosigkeit aufgrund von Unwissenheit und Angst an ein Wesen, das nur in seiner Vorstellung existiert.

Aber ein gläubiger Mensch glaubt nicht nur in der Not und bei Gefahren sondern in jeder anderen Lebenslage an Gott und vertraut auf Ihn.

Im Moment der Angst weichen die Schleier der Unachtsamkeit und jeder Mensch erkennt Gott und das  Bedürfnis nach Gottes Beistand.  Es ist wie mit einem Kind, welches  akzeptiert, dass es Eltern  hat, aber sich nur dann an sie wendet, wenn es sie braucht.

Lässt sich deshalb sagen, dass die Eltern das Produkt des Bedürfnisses des Kindes und seiner Angst vor Gefahren sei?  Haben nur  die Gefahrenfaktoren zur Folge haben, dass das Kind begreift, dass es nur seine Eltern sind, die ihm bei  Schwierigkeiten die Hand reichen und auf seine Bitte um Hilfe reagieren?

Jedenfalls hoffen alle Menschen, sobald ihnen klar ist, dass keiner ihnen helfen kann,  an eine verborgene rettende Macht – und diese Macht ist niemand anderer als Gott, der Höchsterhabene.

Wir sehen:

Erstens: Ein Weg zur Gotterkenntnis ist die Hinwendung zur  rettenden göttlichen Allmacht in den Engpässen des Lebens.

Zweitens: Gott hat den Menschen zum Herrscher auf der Erde gemacht und ihm die Macht verliehen, sich die Natur zu unterwerfen und die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen.

Es folgt noch der Vers 63:


أَمَّن يَهْدِيكُمْ فِي ظُلُمَاتِ الْبَرِّ‌ وَالْبَحْرِ‌ وَمَن يُرْ‌سِلُ الرِّ‌يَاحَ بُشْرً‌ا بَيْنَ يَدَيْ رَ‌حْمَتِهِ ۗ أَإِلَـٰهٌ مَّعَ اللَّـهِ ۚ تَعَالَى اللَّـهُ عَمَّا يُشْرِ‌كُونَ

„ Wer leitet euch in den Finsternissen über Land und Meer, und wer sendet die Winde als Freudenboten Seiner Barmherzigkeit voraus? Existiert wohl ein Gott neben Allah? Hoch Erhaben ist Allah über das, was sie (Ihm) beigesellen." (27: 63)

Auch der Vers 63 stellt wieder Fragen. Der Mensch soll nachdenken, wer ihn denn in der Nacht auf seinen Reisen übers Festland und zur See leitet und wie er in der Dunkelheit den Weg findet?  Sind es nicht die Sterne, die den Menschen  als Wegweiser in der Nacht dienen? Wer hat sie erschaffen? Die leblosen Götzen oder Gott der  Einzige und Höchsterhabene?!

Durch die Winde werden die Wolken vom Meer in weit entfernte Teile des Festlandes gelenkt, damit dort Regen fällt. Aber wer anders lässt die Winde wehen?  Warum ruft ihr neben dem Allmächtigen auch die Götzen und denkt, sie könnten irgendetwas an eurem Schicksal und an der Welt ändern?

Wir lernen:

Erstens: Die regelmäßigen Erscheinungen in der Natur, am Himmel und auf der Erde, sind das beste Zeugnis für ein konkretes Programm in der Daseinsordnung und diese großen Werke konnte nur der Schöpfer der Welten hervorrufen.

Zweitens:  Nichts und niemand verdient es in einem Atemzug mit dem Namen Gottes genannt zu werden. Gott steht über allen Dingen und Geschöpfen.

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