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Montag, 23 März 2015 06:28

Gedenken an Hadhrat-e Zahra (a) in der Noruzzeit

Gedenken an Hadhrat-e Zahra (a)  in der Noruzzeit
Das diesjährige iranische Neujahrsfest fällt 1394 (2015) mit der Trauerzeit um die Tochter des Propheten, Hadhrat-e Fatima Zahra (a.) zusammen.  Gemäß dem religiösen Mondkalender jährt sich am 3. Dschamadi al Thani ihr Märtyrertod und weil der Mondkalender kürzer ist als der Sonnenkalender

kommen die religiösen Anlässe, die den Iranern sehr wichtig sind, jedes Jahr auf ein früheres Datum als im vorherigen iranischen Sonnenjahr zu stehen. In diesem Jahr ist der 3. Dschamadi al Thani der 4. Tag des neuen Jahres (24.3.2015).  

Das Neujahrsfest hat begonnen. Die  Natur ist aus dem Winterschlaf aufgewacht und die Iraner lassen  Freude in ihre Häuser einkehren. Es ist ein Fest in dem sich Religiosität und Tradition vereinen. Der iranische Korankommentator Allameh Tabatabai  schreibt über das iranische Noruz-Fest: „Das Besondere an diesem Eyd (Fest) besteht darin, dass es die Einmütigkeit  und das soziale Leben wiederbelebt und Freude und Vitalität hervorruft . Immer wenn es Eyd( Noruz) wird, wird die Größe der Religion erneuert.“

Dieses Jahr aber fällt jener Erinnerungstag in die Neujahrstage, an dem sich der Märtyrertod von Fatimah Zahra (a.s. ) jährt. Dieses neue iranische Jahr, das Jahr 1394, wird  also etwas anders begangen  als in den anderen Jahren. Die  traditionellen Neujahrsfeiern treten etwas hinter die religiösen Bräuche zurück, und die Muslime versammeln sich zu den Trauerzeremonien  für die Tochter des Propheten. 

Fatima Zahra (aleiha salam) , die edle Tochter des Propheten   ist eine so große Persönlichkeit, dass der Prophet (s)  über sie gesagt hat: „Wer meine Tochter Fatima (a.s.) liebt,  wird im Paradies mit mir   und wer sie anfeindet, wird im Feuer der Hölle sein.“ ( aus Bihar al Anwar Bd. 27, Seite 116).

 

Weil nun in diesen Tagen des Märtyrertodes von Hadhrat-e Fatima Zahra (a)  gedacht wird, sehen wir an einigen Häusern schwarze Fahnen aushängen. In Privathäusern und in Moscheen finden Trauersitzungen in Gedenken an die Tochter des Propheten statt.  Die Gläubigen  legen die bunte Bekleidung für das Neujahrsfest ab und kleiden sich in schwarz. Natürlich  pflegen sie nebenher auch die schönen Sitten des Noruz, wie die Besuche und Gegenbesuche bei Freunden und Verwandten, Ausflüge in die Natur usw. Aber sie bewahren  zu allen fröhlichen Stunden die Achtung vor  der Prophetentochter Fatima während dieser Trauertage.

Fatima Zahra (a) ist ein großes Vorbild für die Menschen und sie ist die größte Dame dieser und jener Welt, denn ihre einmalige  Frömmigkeit und Gottesfürchtigkeit, ihr Verstand und Selbstopfer, ihre Sittsamkeit  und Tapferkeit und Wissen und Erkenntnis, die sie besaß, waren einmalig. Ihr gesegnetes Leben ist voller menschlicher Würde und Tugend. Scheych Abbas Qumi, ein großer Gelehrter des Islams hat in seinem Werk Bait-ul Ahzan geschrieben:

„Als Fatima (a.) geboren wurde, erschien ein Licht auf ihrer Stirn und erhellte  die Welt von Osten bis Westen.“

Ja, Fatima besitzt ein Licht, dass von Osten bis Westen reicht und mit diesem Licht erfüllt sie die Herzen ihrer Anhänger mit Liebe und Achtung.

Die Iraner haben schon immer die Heiligkeit der Gedenktage an die Prophetenfamilie geachtet und dies zeugt für ihre tiefe Liebe zu ihnen und die zentrale Rolle der Religion in ihrem Leben.  Sie hoffen auch auf die Fürbitten dieser großen Menschen vor Gott – auch jetzt , wo sie des Märtyrertodes dieser großartigen Frau während der Neujahrstage gedenken.  Sie kennen die Stelle im Koran, wo Gott zu dem Propheten  spricht: „Sag: Ich verlange von euch keinen Lohn dafür, es sei denn die Liebe zu den Verwandten….“  Sure 42, Vers 23

 

Und daher bringen sie Hadhrat-e Fatima Zahra, der einzigen Tochter des Propheten (s) diese große Liebe entgegen.  Fatima ist für den Vater nicht nur eine Tochter gewesen. Tochter  und Vater waren in einer so großen Liebe miteinander verbunden,  dass der Prophet Gottes sie Mutter des Vaters, Umme Abiya  nannte und „Ein Stück vonmir“. Er hat gesagt: „Ich spüre  bei Fatima den Duft des Paradieses.“

Die Iraner begehen jedes Jahr Zeremonien zu dem Tag, an dem sich die Geburt bzw. das Martyrium von dieser großen Dame jährt,  um auf diese Weise dem Propheten zu zeigen, dass sie seine Verwandten lieben und Prophet Mohammad (s)   Dank zu  erweisen für all die Mühsal, die er für seinen göttlichen Auftrag auf sich genommen hat.

Der bekannte iranische Denker Schahid Morteza Motahhari schreibt in seinem Buch über die gegenseitigen Verdienste Irans und Islams:  „Die Iraner haben mehr als jedes andere Volk ihre Kräfte in den Dienst des Islams und der Ahl-e Bait (der Edlen aus dem Prophetenhaus - aleihom salam) gestellt und mehr als jedes andere Volk haben sie dabei Aufrichtigkeit und Herzenswärme gezeigt …“

 

In der Kultur der Iraner  sind alle nationalen Bräuche von religiösen Werten beeinflusst worden und es ist  nicht das erste Mal dass religiöse Gedenkfeiern mit traditionellen Festen zusammenfallen. Im vorigen Jahr zum Spiel  fiel die Yalda-Nacht, d.h. die längste und letzte Herbstnacht , die im Kreise der Familie gefeiert wird, mit dem jährlichen Trauertag für den Propheten zusammen und daher haben die Iraner an diesem Abend nur eine kleine Feier gemacht und am darauffolgenden Tag für den Propheten getrauert.

 

Frau Dr. Elahi Mahdawi, Dozentin an der Theologischen Hochschule und Universität  sagt über den Beeinflussung  der nationalen Bräuche durch religiöse Werte:

„Das Leben der Iraner ist mit den religiösen Überzeugungen und Werten verknüpft. Deshalb widmen sie immer einige Tage im Jahr dem Gedenken des Propheten und seiner Familie. Die religiösen Ereignisse spielen eine große Rolle im Leben der Iraner und zwar so sehr, dass diese Anlässe  für sie über die nationalen Bräuche zu stehen kommen, wie dieses Jahr, wo die Bevölkerung aufrichtig während des antiken Neujahrsfestes auch einige Tage dem Gedenken von Hadhrat-e Fatima Zahra widmet.“

Bei den Gedenkfeiern anlässlich des Märtyrertodes von Hadhrat-e Fatima wird über das Leben dieser großen Frau gesprochen und jeder kann das neue Jahr mit ihrem Vorbild vor Augen beginnen.

Die Tochter des Propheten Mohammad (s) besaß zahlreiche Tugenden: Sie  hatte ein Herz für die Armen, übte zugunsten des Weges zu den hohen Zielen Selbstverzicht, und behandelte die Menschen gut und freundlich. Sie ist ein Vorbild für eine verständnisvolle Ehefrau und eine liebevolle Mutter, die ihre Kinder anregt, Wissen zu erwerben. In den Trauerfeiern für sie  erfahren wir über ihre großartigen Eigenschaften und lernen sie und die Ahl-e Bait noch mehr lieben.

Ja, diesmal ist zur Neujahrszeit der Duft der Trauerblume Jasmin zu verspüren.  Die Freunde des Prophetenhauses erneuern dieses Jahr in der Neujahrszeit wieder ihre Liebe zu der Familie des Propheten, insbesondere zu seiner Tochter Fatima Zahra – gegrüßet sei sie.

 

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