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Mittwoch, 21 Januar 2015 02:40

Medien kontra faire Nuklearvereinbarung

Medien kontra  faire Nuklearvereinbarung
Seit 12 Jahren betreibt der Westen eine Skandalpolitik gegen das friedfertige Nuklearprogramm Irans. In dieser Zeit haben die USA laufend versucht, den Iran als eine atomare Gefahr hinzustellen.

Ohne jegliches Beweismaterial haben die amerikanischen Staatsführer  mithilfe der Propaganda in den Medien   die Beibehaltung von Sanktionen zu rechtfertigen versucht. In diesem Beitrag geht es nun um die Rekonstruktion der Strategie der westlichen Medien hinsichtlich der Nuklearverhandlungen Irans.

Nach  Verlängerung um 7 Monate der Nukleargespräche zwischen Iran und der Gruppe 5 + 1 hat nun eine Gruppe von Abgeordneten im US-Kongress wieder neue Iransanktionen gefordert, um – wie sie meinen,-  Iran bei den Verhandlungen verstärkt unter Druck zu setzen.  Eine der einflussreichsten zionistischen Lobbies in den USA nämlich AIPAC - Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten“ in Washington forderte den Kongress auf, das Sanktionsgesetz zu überprüfen. Dieser Ausschuss ließ in einer Erklärung wissen, der Kongress müsse ein klares Signal dafür geben, dass die Geduld der USA nicht unbegrenzt sei und die Iran nicht seine Kapazitäten für  den so hieß es: „ Bau von Atomwaffen“  erhöhen dürfe.  Senator Bob Corker  sagte, ihm wäre es lieber wenn das Weiße Haus anstatt an eine schlechte Vereinbarung zu treffen, seine Gespräche mit Iran fortsetze, aber der Kongress müsse für den Fall des Scheiterns der Gespräche Optionen vorbereiten, unter die auch verstärkte Sanktionen fallen. Das ganze Szenario in Vorbereitung auf ein eventuelles Scheitern der Gespräche  soll die Atmosphäre in den Medien vergiften,  die Öffentliche Meinung gegen Iran aufhetzen und  Iran die Schuld für eine Scheitern der Verhandlungen in die  Schuhe schieben.

Der Altpolitiker Dennis Ross  kommentiert dazu in der Foreign Affairs:  „Wenn der Iran einsieht, dass er beim Scheitern der Gespräche viel verliert, wird das Vereinbarungsergebnis erträglicher ausfallen.

 

 In diesem Zusammenhang plant die demokratische US-Regierung, die von zionistischen Lobbies  wie die AIPAC beeinflusst wird, die Rolle des unabhängigen mächtigen Irans bei den regionalen Konstellationen mit verschiedenen Mitteln einzudämmen und zu verhüten, dass Iran seine Ziele auf dem Gebiet der neuen Technologien verwirklicht.“

                       

Am Beispiel der  8-jährigen Präsidentschaft von George W. Bush hat Obama gesehen, dass verbale Angriffe und Drohungen mit Militärangriffen keine geeignete Methode für die Begegnung mit der islamischen Republik Iran sein können.

Daher unterstützt Obama  einerseits die direkten Verhandlungen , legt jedoch andererseits gleichzeitig Teheran weitere Hindernisse  in der Nuklearindustrie auf den Weg.  Die US-Regierungspolitiker  haben parallel zur Verschärfung der  Sanktionen des UN-Sicherheitsrates  auch die einseitigen Sanktionen gezielt  verschärft.

Die Anführer der Hegemonieordnung haben durch die Medienpropaganda und durch die gezielten Sanktionen immer wieder versucht, zu verhindern dass das Nukelarwissen von einem Drittweltland selber entwickelt wird.  Die Hegemonialpolitik des Westens  hat die Weiterentwicklung Irans auf dem Gebiet der friedfertigen Nutzung von Atomenergie  verlangsamt aber konnte sie nicht stoppen.   Dies aber kann ein Zeichen für die anderen Entwicklungsländer setzen und an den Grundfesten der westlichen Hegemonie, von denen eine die Abhängigkeit von den USA ist, rütteln.    

Die USA ist bestrebt, Iran noch mehr Schwierigkeiten wegen seiner nuklearen Errungenschaften zu machen,  um andere Länder davon abzubringen, dem Vorbild Irans zufolgen.

Parallel dazu haben die westlichen Propagandamaschinen den Beitrag chinesischer oder nordkoreanischer Wissenschaftler zur Weiterentwicklung von neuen Wissenschaften im Iran hochgespielt, um die Errungenschaften der Islamischen Republik  in der Nuklear- und Luft- und Raumfahrtwissenschaft abzuwerten. 

Aber zu dem strategischen weichen Krieg gegen den Iran gehört auch die Iranophobie und zwar durch irrealistische Darstellung der  Nuklearfähigkeiten.  Bei ihrer Angstmache vor dem Iran konzentrieren sie sich  auf drei Themen, nämlich: Die Geopolitik des schiitischen Halbmondes, den Raketenbau  und eben die Nuklearfähigkeiten Irans. Die Sicherheits – und Nachrichtendienste der USA setzen dabei den Trick ein,  etwas aufzubauschen , Chancen herunterzuspielen, haltlose Vorwürfe zu machen und Dokumente zu fälschen. Sie benutzen  Falschmeldungen und Suggestionen wie die , dass die Militäreinrichtungen bei der Entwicklung der Nuklearindustrie in Iran die entscheidende Rolle spielten. Es geht ihnen darum  den Eindruck zu erwecken, dass das Verteidigungspotential der Islamischen Republik in Form von Ballistik-Raketen mit der Nuklearindustrie in Verbindung stehe. Mit diesen Agitationen treiben sie ihren  Medienkrieg voran.

Natürlich zielt  dieser Medienkurs des Westens, nämlich die Darstellung des islamischen Irans als Bedrohung für die Länder der Region,  darauf ab den Waffenverkauf anzukurbeln, Iran in der Region zu isolieren, den Abschluss von überregionalen Verteidigungspakten zu erreichen, die Sicherheit im Inland zu beeinträchtigen und nicht zuletzt die Militärpräsenz  der USA in der Region fortzusetzen.

Wenn der Generaldirektor der internatianalen Atomenergiebehörde, Yokia Amano, in seinem Bericht die Behauptung anführt, dass ein Teil des Atomprogrammes Irans militärischen Zwecken diene, so zeigt dies, welches Ausmaß dieses suggestive Medienagitation der Hegemonieordnung angenommen hat.

Es gibt Beweise dafür, dass die Demokraten und Republikaner sich über die Bekämpfung des Irans einig sind  und nur in der Umsetzung der Nukleardoktrine unterschiedlich handeln. Die Obama-Politik beruht auf dem Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche.  Es hat nach außen hin den Anschein, dass die Obama-Regierung die Agitationen der USA hinsichtlich eines eventuellen Militärangriffes reduziert hat aber man will durch gemäßigte oder gesteigerte Drohungen (wie die Verschärfung der Sanktionen bei Erfolglosigkeit der Verhandlungen)  Iran zu Zugeständnissen zwingen. Die Obama-Regierung will sich im  Rahmen der Verhandlungen mit dem Iran anlegen, indem sie außer den Nuklearfragen auch andere Fragen diskutiert.

  Der wichtigste Propagandatrick  Washingtons bei der Iranophobie besteht daraus, durch angebliche  Dokumentationen  Gerüchte zu verbreiten und die öffentliche Meinung auf diese Weise zu beinflussen. Zum Beispiel haben die Spionagedienste der USA 2005 ohne jeglichen handfesten Beweis  von Dokumentationsmaterial geredet, welches sie gefunden hätten und welches zeige, dass die islamische Republik Iran plane, ihre  Zerstörkraft  durch Anbringung von nuklearen Sprengköpfen  auf den Mittelstreckenraketen Schahab 3 zu vergrößern. 

Die Suggerierung dass die Ziele und das Wesen der islamischen Revolution Iran  mit Gewalt verbunden sei, gehört zu den Propagandatricks zur Angstmache vor dem Iran durch die westlichen Medien. Diese Verteuflungspolitik durch die Medien, die gegen die islamisch-republikanische Ordnung im Iran sind, arbeitet mit  Wörtern und Begriffen,  die die Nachbarländer des Irans aufhetzen. Zum Beispiel haben die westlichen Medien nach dem Revolutionssieg dem Begriff Fundamentalismus einen negativen Beigeschmack gegeben,  ihn dann mit der islamischen Republik Iran in Zusammenhang gebracht  und ihn zur Verängstigung der arabischen Ländern mit sunnitischer Bevölkerung in der Region, in der die Schiiten eine Minderheit bilden, instrumentalisiert.

Ein weiteres agigatorisches Instrument ist das Phänomen des Terrorismus. Zum Beispiel hieß es im Bericht des US-Außenministeriums von August 2009, die islamische Republik Iran wäre der aktivste Unterstützer von Terrorismus.

  Ein weiteres Puzzleteil  für das  Bühnenstück „Iranophobie“  ist die Behauptung,  es gebe zwischen  dem iranischen Sepah-e Quds  und den schiitischen Bewegungen in arabischen Ländern am Persischen Golf eine Verbindung.

Insgesamt zeigt das Verhalten der USA , dass bei der Hervorrufung von Iranophobie  Exekutive und Legislative dieses Landes zusammenarbeiten. Dies ist zum Beispiel an der Resolution vom  9. Janaur 2009 zu sehen, welche  die republikanische Abgeordnete des Bundesstaaates Florida, Ileana Ros-Lehtinen vorlegte.  Gemäß dieser Resolution sollte sich der sanfte Krieg des US-Kongresses vor allen Dingen auf die Islamophobie und Iranophobie konzentrieren. In dieser Resolution spielen Begriffe wie Ausbreitung des isalmistischen Terrorismus von Extremisten, Beschuldigung Irans wegen Abenteuer in der Region und die Bedrohung für die US-Interessen eine zentrale Rolle.  

Natürlich haben die israelischen Lobbies im Kongress eine wichtige Rolle bei der Verabschiedung dieser Resolution gespielt.

Die Vorwände und haltlosen Behauptungen im Rahmen der Medienpolitik  haben dem Westen  keinen Vorteil bei den Nukleargesprächen beschert. Die Erfahrung der letzten 12  Jahre zeigt, dass das hartnäckige Festhalten an gescheiterten Methoden durch die USA  bei der Anti-Iran-Stimmungsmache  und die Verschärfung der Sanktionen als Druckhebel, Iran nicht dazu zwingen werden, von seinen Rechten und grundlegenden Standpunkten abzulassen.

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