Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Freitag, 26 Dezember 2014 06:03

Strategische Partnerschaft mit den USA erlaubt Israel eigenmächtige Angriffe gegen Iran

Strategische Partnerschaft mit den USA erlaubt Israel eigenmächtige Angriffe gegen Iran
Written by:  lavassani
Rechtzeitig zu Weihnachten hat der US-Kongress einstimmig das Rüstungsdepot in Israel um weitere 200 Millionen Dollar erhöht. Damit summiert sich der Gesamtwert der in Israel stationierten US-amerikanischen Kampfsysteme auf insgesamt 1,8 Milliarden Dollar.

Die israelische Regierung hat sich bei allen kriegerischen Handlungen seit der Aggression gegen Libanon 2006 aus Washingtons Waffenarsenal bedient. Auch beim fünfwöchigen Angriff auf den Gazastreifen im Sommer dieses Jahres wurden Waffen und Munition aus dem US-Depot in Israel eingesetzt.

Das am 17. Dezember unterzeichnete »Gesetz über die strategische Partnerschaft zwischen den USA und Israel« erlaubt auch die Lieferung von modernen Lufttanksystemen, mit denen Kampfjets bei langen Einsätzen mit Treibstoff versorgt werden können. Frühere US-Regierungen hatten die Lieferung dieser Tankflugzeuge unterbunden, um zu verhindern, dass Israel eigenmächtig den Iran angreift.

Der Verkauf der Tankflugzeuge war bereits 2013 unterzeichnet worden. Mike Coogan von der US-amerikanischen »Kampagne für ein Ende der israelischen Besatzung« bezeichnete die Entscheidung gegenüber dem Internetportal RSN als »sehr gefährlich«. Eine erweiterte Zusammenarbeit bei der Satellitenaufklärung und die Lieferung von Auftankflugzeugen »hört sich an wie ein Plan, um den Iran anzugreifen«, sagte Coogan. »Moralisch, finanziell und juristisch« sei es besonders nach dem Krieg gegen Gaza nicht vertretbar, »Israel weiter mit Waffen zu beliefern«.

Der Völkerrechtler und ehemalige Sondergesandte des UN-Menschenrechtsrates für die Palästinensischen Autonomiegebiete, Richard Falk, verwies auf Beweise, wonach bei dem Angriff auf den Gazastreifen im Sommer 2014 »schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen« begangen worden sein könnten. Amnesty International hatte nach einem Bericht über den Krieg die UNO Anfang Dezember aufgefordert, gegen Israel (und Gaza) ein Waffenembargo zu verhängen. Die Führung in Tel Aviv hatte den Bericht der Menschenrechtsorganisation scharf zurückgewiesen. Der frühere südafrikanische Parlamentsminister Andrew Feinstein verurteilte gegenüber RSN die erweiterten Waffenlieferungen an Israel als »drastische Verletzung des internationalen Vertrags über Waffenhandel«. Der gibt an, dass »keine Waffen in Spannungsgebiete geliefert werden« sollen. (kl) 

(Quelle: Junge Welt)

Mehr in dieser Kategorie: « Zukunft der Ukraine jenseits der Krise Der Fußmarsch vom 30. Dezember 2009 »

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Nach oben