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Donnerstag, 21 August 2014 09:28

Teil 606: Sure Nur (Licht) Verse 30- 31

Teil 606: Sure Nur (Licht) Verse 30- 31
In diesem Teil besprechen wir den Vers 30 und den relativ langen Vers 31 der Sure 24. Im Vers 30 ist wie folgt nachzulesen:

(24: 30 – 31)


قُل لِّلْمُؤْمِنِينَ يَغُضُّوا مِنْ أَبْصَارِهِمْ وَيَحْفَظُوا فُرُوجَهُمْ ۚ ذَٰلِكَ أَزْكَىٰ لَهُمْ ۗ إِنَّ اللَّـهَ خَبِيرٌ بِمَا يَصْنَعُونَ

„(Prophet!) Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken (statt fremde Frauen zu mustern)  und ihre Keuschheit bewahren . Das ist lauterer für sie. Gewiss, Allah ist Kundig dessen, was sie tun." (24: 30)


In diesem Vers werden die gläubigen Männer und im darauffolgenden die gläubigen Frauen angehalten, in der Gesellschaft auf Sittsamkeit zu achten und damit der Verbreitung von moralischen Abweichungen vorzubeugen.

Das Blickfeld des menschlichen Auges ist groß und er kann damit vieles in seiner Umgebung sehen. Aber er soll seine Augen in der Gewalt haben und sie nicht in jede Richtung schweifen und alles ansehen lassen.

Im Vers 30 heißt es allgemein, dass ein gläubiger Mann seine Augen beherrschen soll und wenn Gott nicht damit einverstanden ist, dass er sich etwas ansieht, seinen Blick senkt.  Ein wichtiges Beispiel, für die diese Anweisung gilt, ist der Blick auf  Frauen, die  Nicht-Mahram sind.

Um zu verstehen, wer als Nicht-Mahram gilt, sollten wir erklären, wer  Mahram ist. Unter Mahram werden vor allen Dingen Verwandte verstanden, mit denen  keine Ehe eingegangen werden darf, wie zum Beispiel die Schwester oder Nichte oder Tante. Andere Frauen sind Nicht-Mahram. Der wesentliche Unterschied zu einer Mahram besteht darin, dass eine Ehe mit einer ledigen Nicht-Mahram rein theoretisch möglich wäre.

Ein Gläubiger muss also seine Blicke gegenüber Nicht-Mahram kontrollieren. Der Blick auf eine  Nicht-Mahram , die keine islamische Bekleidung trägt, ist gänzlich verboten und wenn diese Frau den Hidschab hat, darf man ihr Gesicht  nur so weit es notwendig ist, anschauen, damit die Betrachtung kein Verlangen hervorruft.

In dem Vers 30 der Sure 24 wird als Erstes  die Beherrschung des Blickes gefordert und daraufhin die Wahrung der Keuschheit und damit  also die Kontrolle  über den Geschlechtstrieb und die  Gelüste.

In den heutigen Gesellschaft ist die Zügelosigkeit in den Beziehungen zwischen jungen Mädchen und jungen Männern weit verbreitet. Dies hat zu sexueller Abschweifung, zu Schwierigkeiten in den Familien und außerdem zur Zunahme von Krankheiten, die durch den Intimverkehr übertragen werden, geführt.

Dahingegen  erklärt der Islam, dass Geschlechtsbeziehungen nur im Rahmen der Ehe erlaubt sind. Außereheliche Beziehungen sind in welcher Form auch immer verboten (haram).

Der Vers 30 warnt indirekt alle Menschen und insbesondere die Gläubigen vor der falschen Vorstellung, dass Gott etwas verborgen bliebe. Gott  sieht nicht nur die Blicke sondern durchblickt auch die Absicht, die dahinter steckt. Er kennt die offensichtliche und die verborgene Seite einer jeden Handlung.

Wir lernen aus dem Vers 30 der Sure 24:

Erstens: Der Glaube fordert , dass die Beziehungen zu anderen  keusch und sauber bleiben und dass niemand andere  seinen  zweifelhaften, unrechtmäßigen  Blicken aussetzt.

Zweitens: Der erste Schritt zur Keuschheit besteht darin, das Auge von Blicken auf Nicht-Mahram abzuhalten.

Drittens: Wenn wir uns bewusst sind, dass Gott unsere innere Absicht kennt und unsere Blicke sieht, werden wir besser unsere Augen kontrollieren können und sie an verbotenen Blicken hindern.

Der Vers 31  lautet:


وَقُل لِّلْمُؤْمِنَاتِ يَغْضُضْنَ مِنْ أَبْصَارِهِنَّ وَيَحْفَظْنَ فُرُوجَهُنَّ وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ إِلَّا مَا ظَهَرَ مِنْهَا ۖ وَلْيَضْرِبْنَ بِخُمُرِهِنَّ عَلَىٰ جُيُوبِهِنَّ ۖ وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ إِلَّا لِبُعُولَتِهِنَّ أَوْ آبَائِهِنَّ أَوْ آبَاءِ بُعُولَتِهِنَّ أَوْ أَبْنَائِهِنَّ أَوْ أَبْنَاءِ بُعُولَتِهِنَّ أَوْ إِخْوَانِهِنَّ أَوْ بَنِي إِخْوَانِهِنَّ أَوْ بَنِي أَخَوَاتِهِنَّ أَوْ نِسَائِهِنَّ أَوْ مَا مَلَكَتْ أَيْمَانُهُنَّ أَوِ التَّابِعِينَ غَيْرِ أُولِي الْإِرْبَةِ مِنَ الرِّجَالِ أَوِ الطِّفْلِ الَّذِينَ لَمْ يَظْهَرُوا عَلَىٰ عَوْرَاتِ النِّسَاءِ ۖ وَلَا يَضْرِبْنَ بِأَرْجُلِهِنَّ لِيُعْلَمَ مَا يُخْفِينَ مِن زِينَتِهِنَّ ۚ وَتُوبُوا إِلَى اللَّـهِ جَمِيعًا أَيُّهَ الْمُؤْمِنُونَ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ

„Und sag  zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke  senken (gegenüber Verbotenen)  und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon (auf natürliche Weise) sichtbar ist, und dass sie ihre Tücher (zur Bedeckung von Hals und Brust) um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen (an Leibeigenen)  besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht  (beim Gehen) so (auf den Boden) stampfen, dass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehen möge!" (24: 31)

Im Vers 30 hatte Gott den Männern zwei Dinge geboten: Einmal dass sie ihre Augen im Zaum halten und zum anderen, dass sie ihre Keuschheit wahren, d.h. dass sie ihren Geschlechstrieb beherrschen.

Im Vers 31 werden nun die Frauen angehalten, ihre Blicke zu beherrschen und keusch zu bleiben.  Danach werden drei Anweisungen gegeben, damit sich die Frauen vor den unlauteren Blicken von fremden Männern schützen und zwar erstens sollen sie ein langes Tuch tragen, welches natürliche Reize wie Haare Hals und Halsausschnitt vor den Nicht-Mahram verdecken.  Außerdem sollen sie Schmuck wie Ohrringe, Halsketten und Armbänder vor Männern, die Nicht- Mahram sind, verbergen. Sie sollten drittens auch nicht fest beim Gehen mit den Füßen aufstampfen und nicht durch ihre Gangart,  die anderen auf sich aufmerksam machen.

Wenn Männer und Frauen sich auf geeignete Art verhalten und bekleiden,  trägt dies natürlich erheblich zu gesunden Beziehungen in der Gesellschaft bei und fördert die Schamhaftigkeit in der Öffentlichkeit.  Daher hat Gott auf der einen Seite den Männern und Frauen verwerfliche Blicke  verboten und auf der anderen Seite den Frauen untersagt, dass sie Reize  öffentlich zur Schau stellen.

Wir sehen an dem, was sich heute auf der Welt abspielt, dass die vom Westen propagierte „Befreiung der Frau" eigentlich nicht mehr darstellt als  ungezügelte Geschlechtsbeziehungen und die Entblößung des weiblichen Körpers. Diese angebliche Befreiung  hat vor allen Dingen lüsternen Männern zu ihren  zweifelhaften Vergnügen verholfen.

Aufgrund solcher  Verhältnisse sind einige Frauen und Mädchen umgekehrt immer der Gefahr der Belästigung und Vergewaltigung ausgesetzt und es kann sein, dass sie bei einer Schwangerschaft ihr unschuldiges Kind oder sich selber  töten. In Anbetracht der  negativen Folgen der zügellosen Geschlechtsbeziehungen fragt es sich doch, ob die sexuelle Befreiung denn in Wahrheit etwas anderes  ist als die laufende   Ausnutzung der Frau durch Männer, die  schon damit beginnt, dass sie  sich ungestört an dem Anblick der Frauen ergötzen können.

Gemäß den Anweisungen der Religion Gottes sollen anständige Männer und Frauen nur in einer Ehe  ihr sexuelles Bedürfnis stillen und muss die Öffentlichkeit rein von  sexuellen Anreizen bleiben.

Wir können uns merken:

Erstens: Männer wie Frauen müssen ihre Blicke kontrollieren und ihre Keuschheit wahren.

Zweitens: Islam ist nicht dagegen, dass die Frau sich herausputzt  und es wird sogar betont, dass sie sich für ihren Ehemann hübsch macht. Der Islam ist aber dagegen, dass sie vor fremden Männern ihre Reize zur Schau stellt.

Drittens:  Jede Gangart der Frau, die ihren verborgenen Schmuck erkennbar werden lässt, ist verwerflich.

Vierten: Der Hidschab und die Bedeckung des Körpers ist eine Pflicht. Gott hat dies im Koran geboten und auch Details zu diesem Gebot  genannt.

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