Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Donnerstag, 31 Juli 2014 11:40

Teil 599: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 105- 111

Teil 599: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 105- 111
In diesem Teil  möchten wir die Verse 105 bis 111 der Sure 23, Sure Muminun besprechen. Als erstes betrachten wir die Verse 105 und 106:

(23: 105- 111)


 أَلَمْ تَكُنْ آيَاتِي تُتْلَىٰ عَلَيْكُمْ فَكُنتُم بِهَا تُكَذِّبُونَ

„Wurden euch nicht Meine Verse vorgetragen, woraufhin ihr sie (jedes Mal) als Lüge bezeichnet habt?" (23: 105)



قَالُوا رَبَّنَا غَلَبَتْ عَلَيْنَا شِقْوَتُنَا وَكُنَّا قَوْمًا ضَالِّينَ

„Sie werden sagen: 'Unser Herr, unsere Unseligkeit (und Herzlosigkeit) überkam uns, und wir sind Leute, die irregegangen sind.'" (23: 106)

Wie wir vorher aus den Versen dieser Sure erfahren haben, hängen Lohn und Strafe der Menschen am Jüngsten Gericht von ihren guten bzw. schlechten Taten ab und schon vor dem Vers 105 und 106 ist von den schweren Strafen für die Hölleninsassen die Rede. Im Vers 105 spricht Gott die Hölleninsassen an und fragt sie: Habe Ich euch nicht über meine Gesandten eindeutige Zeichen und Beweise gesandt und alle notwendigen Mittel zur Rechtleitung bereitgestellt? Warum habt ihr Recht und Wahrheit nicht akzeptiert? Warum habt ihr euch dagegen gestellt und seid ungläubig geworden?

Die Ungläubigen werden eingestehen, dass sie von ihrem Übel und ihrer Herzenskälte dermaßen  übermannt wurden, dass das Wort der Wahrheit sie unberührt ließ. Sie geben zu, dass sie den Irrweg gegangen sind.

Mit dieser Antwort wollen sie ihre schlechten Taten auf der Welt irgendwie rechtfertigen. Aber es waren gerade diese Taten, die dazu  führten, dass ihr Herz sich gegenüber der Wahrheit verschloss. Sie kamen mit einem  empfänglichen Herz auf die Welt und haben es durch ihre hässliche Taten hart und unnachgiebig werden lassen.

Wir entnehmen dieser Stelle in der Sure 23:

Erstens:  Die göttlichen Strafen erfolgen erst, nachdem die Menschen durch die Propheten und die himmlischen Bücher  endgültige Beweise erhalten haben.

Zweitens:  Im Jenseits bekennen sich  die Übeltäter zu ihren Fehlern.  Dieses Bekenntnis  kommt jedoch  zu spät und nützt nichts mehr.

Die nächsten beiden Verse der Sure 23 beinhalten Folgendes:



رَبَّنَا أَخْرِجْنَا مِنْهَا فَإِنْ عُدْنَا فَإِنَّا ظَالِمُونَ

„Unser Herr, führe uns von hier heraus. Wenn wir (zum Unglauben und Ungehorsam) zurückkehren, dann sind wir wirklich ungerecht." (23: 107)


قَالَ اخْسَئُوا فِيهَا وَلَا تُكَلِّمُونِ

„Er (Gott) wird sprechen: „Seid darin verstoßen, und sprecht nicht mit Mir!" (23: 108)

Nachdem die Übeltäter und Leugner sich zu ihrer Sünde bekannt haben, bitten sie Gott, dass er sie aus der Verdammnis befreit. Sie bitten sogar um Rückkehr in die irdische  Welt , damit sie ihre schlechten Taten wiedergutmachen können. Aber eine Rückkehr  ins Diesseits ist nicht möglich und das Jenseits ist nicht der Ort um Taten zu vollbringen, sondern der Ort der Belohnung oder Bestrafung.

Gott weist   die Frevler und Ungläubigen scharf zurück und verscheucht sie wie lästige Tiere. Sie sollen nicht wagen, mit Ihm zu reden. Ihre Behausung ist das Feuer. Das haben  sie verdient!

Wir können uns zu diesen Versen noch  merken:

Zweitens: Wir sollten, solange wir noch auf der Welt sind, die restlichen Gelegenheiten nutzen, um der großen Resignation und Niedergeschlagenheit am Jüngsten Tag vorzubeugen.

Zweitens: Hochmütigkeit und Eigensinnigkeit lassen den Menschen im Diesseits auf die Stufe der Tiere  herabsacken und diese Wesensveränderung des Menschen wird im Jenseits spürbar.

Es folgen abschließend die Verse 109 bis 111 der Sure Muminun: Dort steht:


إِنَّهُ كَانَ فَرِيقٌ مِّنْ عِبَادِي يَقُولُونَ رَبَّنَا آمَنَّا فَاغْفِرْ لَنَا وَارْحَمْنَا وَأَنتَ خَيْرُ الرَّاحِمِينَ

„(Erinnert euch!)  Es gab eine Anzahl unter Meinen Dienern, die zu sagen pflegten: "Unser Herr, wir glauben; vergib uns darum und erbarme Dich unser, denn Du bist der Beste der Barmherzigen." (23: 109)



فَاتَّخَذْتُمُوهُمْ سِخْرِيًّا حَتَّىٰ أَنسَوْكُمْ ذِكْرِي وَكُنتُم مِّنْهُمْ تَضْحَكُونَ

„Ihr aber habt sie mit Spott empfangen, so sehr, dass ihr ihretwegen Meine Ermahnung vergaßt, und ihr pflegtet über sie zu lachen." (23: 110)


إِنِّي جَزَيْتُهُمُ الْيَوْمَ بِمَا صَبَرُوا أَنَّهُمْ هُمُ الْفَائِزُونَ

„Ich habe sie heute belohnt, denn sie waren (gegenüber euren Schikanen) standhaft. Wahrlich, sie sind es, die den Sieg erreicht haben." (23: 111)


Diese drei Verse beziehen sich auf die Übeltäter, die Gott im Jenseits aus Seiner  Barmherzigkeit ausschließt und wir können dieser Koranstelle die Gründe für ihre Verstoßung entnehmen. Sie hielten nicht nur an ihrem  hässlichen Tun fest, sondern haben außerdem  die Gläubigen verspottet und geringschätzig behandelt, weil diese  um Vergebung für ihre Sünden gebeten haben.

Offensichtlich hielten sie sich selber für sehr gescheit und die Gläubigen für naiv. Sie haben sich über die Gläubigen amüsiert, weil diese bei einer Sünde vor dem Höllenbrand bei Gott Zuflucht suchten und um Verzeihung baten.  Aber im Jenseits sind sie Zeuge, dass die Gläubigen, die Zielscheibe ihres Spottes waren, ins Paradies eingekehrt sind. Diejenigen, die sie verspottet haben,   führen dort ein angenehmens Leben in völliger Sicherheit führen, während sie, die Spötter, im Inferno der Hölle ausharren müssen, aus dem  es kein Entkommen für sie gibt.

Wir sehen:

Erstens: Der Glaube setzt voraus, dass wir um Verzeihung für unsere Sünden bitten. Ein Gläubiger betrachtet sich immer Gott gegenüber als schuldig.

Zweitens: Wer die Gläubigen verspottet, dem  weicht die Erinnerung an Gott aus dem Herzen und er geht auf die Hölle zu.

Drittens: Das Glück im Jenseits ist durch Geduld und Standhaftigkeit im Diesseits erreichbar.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren