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Donnerstag, 31 Juli 2014 11:39

Teil 596: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 81- 90

Teil 596: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 81- 90
Unser Kurzkommentar behandelt in diesem Teil die Verse 81 bis  90 der Sure 23, Sure Muminun. Wir führen als erstes den Inhalt der Verse 81 bis 83 an. Und zwar heißt es dort:

(23: 81- 90)


بَلْ قَالُوا مِثْلَ مَا قَالَ الْأَوَّلُونَ

„(Die Ungläubigen denken nicht nach!) Sie  sagten das gleiche, was die Früheren  (früheren Generationen) gesagt haben." (23: 81)



قَالُوا أَإِذَا مِتْنَا وَكُنَّا تُرَابًا وَعِظَامًا أَإِنَّا لَمَبْعُوثُونَ

„Sie sagten: «Wie?! Wenn wir gestorben und Staub und Gebein geworden sind, sollen wir dann wirklich auferweckt werden?" (23: 82)



لَقَدْ وُعِدْنَا نَحْنُ وَآبَاؤُنَا هَـٰذَا مِن قَبْلُ إِنْ هَـٰذَا إِلَّا أَسَاطِيرُ الْأَوَّلِينَ

„Dies ist bereits zuvor uns und unseren Vätern versprochen worden. Das sind nur Fabeln der Früheren (früheren Generationen)." (23: 83)

Der Koran hat die Rückkehr der Menschen zu Gott am Jüngsten Tag verheißen. In den Versen 81 bis 83 steht nun, wie die Ungläubigen und Götzendiener gegenüber dem Glauben an das Jenseits reagierten.  Sie sagten, die Ansicht, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, sei Aberglauben und ein altes Märchen. Die Vorgänger des Propheten Mohammad (s) hätten dies auch gesagt und viele Vorfahren hätten daran geglaubt.

Die Kaferin (die Ungläubigen)  leugnen zwar das Jenseits, aber sie legen keine Beweise für ihre Behauptung vor, sondern stellen nur die Frage, wie es möglich sei, dass die zerstreuten Reste des Menschen nach seinem Tod wieder zusammengefügt werden können und er zum Leben erweckt wird.

Wenn wir bei der Beurteilung der Auferstehung von den Toten von dem bechränkten Wissen und Können des Menschen ausgehen, scheint es natürlich ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Aber für Gott, der den Menschen erschaffen hat und genau weiß woraus er besteht, ist es überhaupt nicht schwierig.

In den vorhergehenden Versen  waren alle zum Nachdenken über  die Daseinsordnung angespornt worden, damit sie sich der endlosen Macht Gottes bewusst werden. Aber leider nutzen viele Menschen nicht ihren Verstand und ihr Denkvermögen, um Erkenntnis über das Dasein zu gewinnen. Sie treten blindlings in die Fußstapfen ihrer Vorfahren und reden das gleiche wie sie.

Wir können uns merken:

Erstens:  Die Ungläubigen besitzen keine Argumente um die Leugnung des Jüngsten Tages und des Jenseits zu untermauern und sie sind auch nicht bereit, über die logische Lehre der Propheten nachzudenken.

Zweitens:  Es war die übliche Vorgehensweise der Prophetenfeinde, dass sie deren Worte als Märchen und Fabeln abtaten. Sie versuchten auf diese Weise,die anderen  von ihnen fernzuhalten oder aus ihrer Nähe zu vertreiben.

Es folgen die Verse 84 bis 87 der Sure 23:


قُل لِّمَنِ الْأَرْضُ وَمَن فِيهَا إِن كُنتُمْ تَعْلَمُونَ

„Sag: Wem gehört die Erde und wer auf ihr ist, wenn ihr (es) wisst? (23: 84)



سَيَقُولُونَ لِلَّـهِ ۚ قُلْ أَفَلَا تَذَكَّرُونَ

„Sie werden sagen: 'Allah'. Sag: «Wollt ihr denn nicht nachdenken?" (23: 85)



قُلْ مَن رَّبُّ السَّمَاوَاتِ السَّبْعِ وَرَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ

„Sag:Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des Gewaltigen Throns?" (23: 86)



سَيَقُولُونَ لِلَّـهِ ۚ قُلْ أَفَلَا تَتَّقُونَ

„Sie werden sagen:  '(all) dies ist  Allahs.' Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?" (23: 87)

An dieser Stelle im Koran  werden einige Fragen an die Ungläubigen angeführt, um   ihren Verstand zu einem gerechten Urteil  herauszufordern. Es wird gefragt, wer denn das gewaltige All  entstehen ließ und über diese endlose Welt herrscht. Die Antwort der Götzendiener auf diese Fragen war prompt die Aussage, dass alles Gott gehört.  Die Gegenfrage lautet: Warum denkt ihr nicht nach? Warum seid ihr nicht gottesfürchtig?

Wenn die Götzendiener sich  der Macht Gottes bewusst sind, wieso hegen sie dann noch Zweifel an der Auferweckung von den Toten und halten es für unmöglich, dass der Mensch erneut im Jenseits von Gott erschaffen wird?  In Wahrheit liegt die Einstellung der  Leugner des Jenseits weniger an mangelnder Erkenntnis über die göttliche Allmacht, als an ihrer  Genussliebe und ihren egoistischen Neigungen. Sie wollen sich uneingeschränkt ihre Wünsche im Privatleben und in der Gesellschaft erfüllen. Da sich jedoch ein solcher ungezügelter Lebensgenuss  nicht mit dem Glauben an das Jenseits vereinbaren lässt, leugnen sie die Existenz des Hiernachs.

Wir können uns merken:

Erstens:  Wenn wir mit den Ungläubigen und Leugnern über das Jenseits diskutieren, sollten wir bei unser Beweisführung an ihrem  Bekenntnis zu einigen Wahrheiten  anknüpfen.

Zweitens:  Die Kenntnis von der Größe des Daseins und ihrem Schöpfer muss sich im Denken und Verhalten des Menschen äußern  und ihn gottesfürchtig und Gott eingedenk werden lassen, denn sonst ist es eine Erkenntnis, die keine Früchte trägt.

Wir schließen mit den Versen 88 bis 90 der Sure Muminun, Sure 23.

Dort ist wie folgt nachzulesen:


قُلْ مَن بِيَدِهِ مَلَكُوتُ كُلِّ شَيْءٍ وَهُوَ يُجِيرُ وَلَا يُجَارُ عَلَيْهِ إِن كُنتُمْ تَعْلَمُونَ

„Sag: Wer ist es, in dessen Hand die Herrschaft über alle Dinge ist, und der Schutz gewährt, aber vor dem es keinen Schutz gibt, wenn ihr (es) wisst?" (23: 88)



سَيَقُولُونَ لِلَّـهِ ۚ قُلْ فَأَنَّىٰ تُسْحَرُونَ

„Sie werden sagen: '(All dies ist) Allahs.' Sag: Wieso seid ihr denn einem Zauber verfallen und verblendet? (23: 89)


بَلْ أَتَيْنَاهُم بِالْحَقِّ وَإِنَّهُمْ لَكَاذِبُونَ

„Ja! Wir haben ihnen die Wahrheit gebracht, aber sie sind wahrlich Lügner." (23: 90)


Im Vers 88 und 89 wird auf die absolute Herrschaft Gottes über das Dasein  verwiesen und darauf, dass alle Dinge und Wesen auf seine Lenkung und Seinen Schutz angewiesen sind.  Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass doch jeder gesunde Verstand  zugibt, dass die Daseinsordnung dem einheitlichen Plan Gottes gehorcht und dass sie von Ihm verwaltet wird, und ohne den Göttlichen Willen , der über allem steht, nichts auf der Welt geschieht. Ohne den Göttlichen Willen kann kein Ding ein anderes beeinflussen oder von etwas anderem beeinflusst werden.

Alles was es gibt ,  steht im Schutze Gottes , aber Er braucht keinen Schutz  und keiner kann jemanden vor Seinem Zorn schützen.

Der Koran sagt zu den Prophetengegner: Seid ihr denn einem Zauber unterlegen , dass ihr das Recht nicht vom Unrecht und die Wahrheit nicht von der Lüge unterscheidet?  Anscheinend wird hier  der Begriff „einem Zauber verfallen" benutzt,  weil ja durch Zauberei   etwas anderes als die Wirklichkeit vorgetäuscht wird.

Im Koran werden  also hier diejenigen, die am Jenseits zweifeln, gefragt , warum sie weiter Skepsis hegen und sich nicht der Wahrheit beugen, obwohl sie doch  bestätigen,  dass die ganze Welt der Macht Gottes unterliegt.  Gott legt ihnen die Wahrheit dar. Warum behaupten sie, es handle sich um Lügen?

Wir lernen aus den obigen Versen:

Erstens: Wir sollten nur bei Gott Zuflucht suchen, denn es gibt außer Ihm nichts und niemanden auf der Welt, der Schutz gewährt.

Zweitens: Was von Gott kommt, ist Recht und Wahrheit. Aber wenn der Mensch in den Sumpf des materialistisch orientierten Lebens abgesunken ist, sieht er in der Wahrheit eine Lüge  und akzeptiert sie nicht.

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