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Mittwoch, 30 Juli 2014 09:35

Teil 594: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 70- 74

Teil 594: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 70- 74
Wir setzen unsere Koranbesprechung beim Vers 70 der Sure 23, Sure Muminun, fort. In diesem Vers steht:

(23: 70- 74)


أَمْ يَقُولُونَ بِهِ جِنَّةٌ ۚ بَلْ جَاءَهُم بِالْحَقِّ وَأَكْثَرُهُمْ لِلْحَقِّ كَارِهُونَ

„Oder sprechen sie: «Er ist ein Besessener»? Nein, (es stimmt nicht was sie sagen)  er hat ihnen die Wahrheit gebracht, und die meisten von ihnen verabscheuen  die (Anerkennung der) Wahrheit." (23: 70)

Im vorherigen Teil war bereits von dem schlechten Verhalten der Prophetengegner die Rede.  Im Vers 73 sehen wir, wie der Prophet beschimpft wurde. Die Ungläubigen waren nicht bereit, die Wahrheit anzuerkennen. Deshalb leugneten sie, dass die  Koranverse, die Gott auf den Propheten herabgesandt hatte und die er für die Menschen verlas, göttliche Offenbarung sind.  Sie warfen dem Propheten sogar Wahnsinn vor oder behaupteten, er stünde mit den Dämonen in Verbindung und würde den Menschen das mitteilen, was diese ihm einflüstern.

Aber Gott erklärt auf ihre Versuche, Zweifel hervorzurufen, dass das Problem bei ihnen selber liegt und sie nicht die Wahrheit anerkennen wollen, während doch offensichtlich ist, dass der Prophet die Wahrheit überbringt.

Wir sehen:

Erstens: Es hat immer zu den Methoden der Feinde der Religion gehört, dass sie die Großen der Religion zu verunglimpfen versuchten.

Zweitens: Es ist eine Aufgabe der Großen der Religion, die Wahrheit zu verkünden, auch wenn die Mehrheit der Menschen sie nicht hören und einsehen will.

Im Vers 71 der Sure 23 steht nun wie folgt:

وَلَوِ اتَّبَعَ الْحَقُّ أَهْوَاءَهُمْ لَفَسَدَتِ السَّمَاوَاتُ وَالْأَرْضُ وَمَن فِيهِنَّ ۚ بَلْ أَتَيْنَاهُم بِذِكْرِهِمْ فَهُمْ عَن ذِكْرِهِم مُّعْرِضُونَ

„Und wenn die Wahrheit sich nach ihren Begierden gerichtet hätte; wahrlich, die Himmel und die Erde und wer darin ist, wären in Unordnung gestürzt worden. Nein, Wir haben ihnen ihre Mahnung gebracht, doch von (dem was) ihrer eigenen Mahnung (dient)  kehren sie sich ab." (23: 71)


Es wird in diesem Vers indirekt auf einen der Gründe der Ungläubigen, weshalb sie den Koran ablehnen, hingewiesen, nämlich dass das, was im Koran steht, nicht ihren unangemessenen Wünschen entspricht. Wenn das Dasein von Gesetzen beherrscht würde, die sich nach dem jeweiligen Geschmack der Menschen richteten, käme es zu einem großen Chaos auf der Welt. Alles würde aus dem Gleichgewicht und in Unordnung geraten.

Außerdem heißt es in dem Vers weiter, dass die Koranverse eine Mahnung sind. Sie sollen die Menschen wachrütteln und retten.  Aber weil viele lieber ihren egoistischen Verlangen folgen, wenden sie sich von den Versen Gottes ab.

Wir können uns merken:

Erstens: Viele Menschen hätten gerne, dass die Gebote der Religion ihren Wünschen entsprächen. Aber die Religion gehorcht dem Recht und der Wahrheit und nicht den Wünschen des Einzelnen.

Zweitens: Die Ordnung die über dem Dasein herrscht, beruht auf göttlicher Gerechtigkeit und Recht. Doch die Menschen erwarten, dass die Welt gemäß ihren Wünschen verläuft.

Es folgt der Vers 72 der Sure 23, Muminun.

Eine Übersetzung dieses Verses lautet wie folgt:


أَمْ تَسْأَلُهُمْ خَرْجًا فَخَرَاجُ رَبِّكَ خَيْرٌ ۖ وَهُوَ خَيْرُ الرَّازِقِينَ

„Oder forderst du (Prophet) von ihnen (weil du sie zur Religion einlädst)  irgendeinen Lohn? Doch der Lohn deines Herrn ist besser; und Er ist der beste Versorger." (23: 72)


In diesem Vers wird nun hinterfragt, ob die Gegner des Propheten deshalb nicht seinem Aufruf folgen, weil er dafür einen Lohn verlangt?  Aber der Prophet fordert ja gar keinen Lohn von ihnen, und sie können diese Ausrede nicht anwenden.

Es ist klar, dass die Propheten Gottes ihren Lohn von Gott erhalten und der Lohn Gottes  der beste ist. Sie erwarten von den Menschen keine Gegenleistung.

Wir können uns merken:

Erstens: Wer zur Religion einladen will, der soll kein Geld dafür verlangen. Aber wenn die anderen ihm ein Geschenk dafür machen wollen,  dann darf er es annehmen.

Zweitens:  Gott der Herr versorgt alle und Er gewährleistet den Lohn derer, die Seine Botschaft verbreiten.

Wir sollten noch die Verse 73 und 74 der Sure Muminun betrachten:

 وَإِنَّكَ لَتَدْعُوهُمْ إِلَىٰ صِرَاطٍ مُّسْتَقِيمٍ

„Und gewiss, du lädst sie zum geraden Weg ein;" (23: 73)


وَإِنَّ الَّذِينَ لَا يُؤْمِنُونَ بِالْآخِرَةِ عَنِ الصِّرَاطِ لَنَاكِبُونَ

„Und jene, die nicht an das Jenseits glauben, weichen wahrlich von dem Weg ab." (23: 74)

Zum Schluss dieses Abschnittes im Koran bringt Gott Seinem Propheten Mohammad (s) nahe, dass er sich nicht durch das schlechte Verhalten der Gegner irritieren lassen soll. Er soll seinen Auftrag unbeirrt weiterführen, sich nicht entmutigen lassen und nicht an seinem Weg zweifeln. Deshalb unterstreicht Gott in dem Vers 73 der Sure 23, dass es der gerade Weg ist, auf den der Prophet ruft.  Diejenigen die das Jenseits leugnen und nicht an die Religion Gottes glauben, sind vom Weg der Vernunft und der Gott gegebenen menschlichen Natur (Fitra)  abgewichen und sie kehren nicht auf den geraden Weg Gottes zurück.

Gemäß den Überlieferungen ist die Lebensweise  des Propheten Gottes und der Unfehlbaren Imame aus seiner Nachkommenschaft (a)  der gerade Lebensweg. Wer von diesem Weg abkommt, der ist vom rechten Weg abgeraten und hat den Irrweg eingeschlagen.

Wir können uns also noch eines merken:

Der Weg, den die Propheten den Menschen gezeigt haben, ist gerade und  der sicherste und kürzeste Weg zur Seligkeit, denn eine  gerade Linie  ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten. Jede andere  Linie  zweigt von dieser Geraden ab. Auf diesen oft gekrümmten Linien  gelangt der Mensch nicht  ans Ziel, es sei denn er kehrt auf den geraden Weg zurück.

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