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Mittwoch, 30 Juli 2014 09:33

Teil 593: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 63- 69

Teil 593: Sure Mu'minun (Die Gläubigen) Verse 63- 69
In diesem Teil aus der Reihe „in Richtung Licht" möchten wir über die Verse 63 bis 69 der Sure 23, Sure Muminun, sprechen. Als erstes bringen wir den Vers 63. Dort steht:

(23: 63 – 69)


بَلْ قُلُوبُهُمْ فِي غَمْرَةٍ مِّنْ هَـٰذَا وَلَهُمْ أَعْمَالٌ مِّن دُونِ ذَٰلِكَ هُمْ لَهَا عَامِلُونَ

„Nein, ihre Herzen (die Herzen der Ungläubigen)  beachten dies  (diese Wahrheit ) ganz und gar nicht, und außerdem gibt es  da (hässliche) Tätigkeiten von ihnen, die sie fortführen," (23: 63)


Es wurden bereits mehrere typische Eigenschaften der Gläubigen und Ungläubigen beschrieben. Im Vers 63 geht es wieder um ein Merkmal der Ungläubigen. Für sie ist das weltliche Leben so wichtig, dass sie nicht auf ihre Herkunft und ihr Endziel achten. Sie dienen Gott nicht  und machen sich keine Gedanken über das Leben nach dem Tod. Da liegt es auf der Hand, dass ihre Taten und Art anders sind als die der Gläubigen. Die Ungläubigen schämen sich nicht, Hässliches zu tun. Oftmals sind sie sogar auf ihre hässlichen Taten stolz und sehen darin Zeichen für Zivilisation und Fortschritt.

Wir sehen an diesem Vers in der Sure 23:

Erstens:  Wenn der Mensch  es versäumt, nach Wissen über die Wahrheit zu streben,  gerät er  gedanklich und in der Praxis auf Abwege.

Zweitens:  Die Art des Menschen ändert sich, wenn er laufend schlechte Dinge tut. Er wird dadurch auch ein Knecht dieser Dinge und Gewohnheiten.

Wir möchten als nächstes die Verse 64 und 65 der Sure 23 betrachten. Dort heißt es:


حَتَّىٰ إِذَا أَخَذْنَا مُتْرَفِيهِم بِالْعَذَابِ إِذَا هُمْ يَجْأَرُونَ

„Wenn Wir dann diejenigen von ihnen, die üppig leben, mit der Strafe ergreifen, flehen sie sogleich laut um Hilfe!" (23: 64)


لَا تَجْأَرُوا الْيَوْمَ ۖ إِنَّكُم مِّنَّا لَا تُنصَرُونَ

„(dann wird ihnen gesagt): ) Fleht nicht um Hilfe heute, denn ihr sollt bei Uns keine Hilfe finden." (23: 65)


Die Oberflächlichkeit und Unachtsamkeit der Ungläubigen hält so lange an, bis sie von der göttlichen Strafe wachgerüttelt werden.  Wenn die Strafe auf alle Ungläubigen herabkommt, werden diejenigen, die ein üppiges Leben führten, wegen dem Verlust ihres Reichtums besonders laut jammern und schreien. Aber es nützt ja nichts mehr! Eine Rettung ist nicht mehr möglich! Keiner kann ihnen gegenüber dem göttlichen Zorn helfen und Gott wird nicht die Strafe vermindern.

Wir lernen:

Erstens: Die Liebe zu den weltlichen Freuden und zur Bequemlichkeit macht es schwieriger, sich davon zu trennen.

Zweitens: Die göttliche Strafe basiert auf der Gerechtigkeit. Die Schuldigen sollen also keine Hilfe von Gott erwarten.

Es folgen der Vers 66 und 67 der Sure 23:


قَدْ كَانَتْ آيَاتِي تُتْلَىٰ عَلَيْكُمْ فَكُنتُمْ عَلَىٰ أَعْقَابِكُمْ تَنكِصُونَ

„Meine Zeichen wurden euch doch (früher) vorgetragen, ihr aber pflegtet euch umzukehren auf euren Fersen, (23: 66)


مُسْتَكْبِرِينَ بِهِ سَامِرًا تَهْجُرُونَ

„und ihr habt bei euren nächtlichen Zusammenkünften hochmütig über ihn (den Koran) gefaselt." (23: 67)

In diesen Versen werden die Ursprünge des Unglaubens einiger Leute dargelegt. Sie haben nicht aus Unwissenheit sondern ganz bewusst und aufgrund von Wissen den Unglauben gewählt.  Wenn sie den Propheten die Worte Gottes vortragen hörten, wandten sie sich stolz ab und bei  ihren privaten Treffen haben sie den Propheten schlecht gemacht und über seine Worte gespottet.

Es liegt auf der Hand, dass solche hochmütigen Widersacher nur Gottes Zorn auf sich ziehen. Die Strafen, die sie ernten,  sind Früchte ihres Tuns.

Wir sehen:

Erstens: Hochmut hat zur Folge, dass der Mensch nicht bereit ist,  sich die Wahrheit anzuhören, geschweige denn, dass er sie akzeptiert und sich nach Recht und Wahrheit richtet.

Zweitens: Wer  dem Aufruf der Propheten nicht logisch antworten konnte, der hat Unsinn darüber geredet.

Schließlich noch die beiden Verse 68 und  69 der Sure 23:


أَفَلَمْ يَدَّبَّرُوا الْقَوْلَ أَمْ جَاءَهُم مَّا لَمْ يَأْتِ آبَاءَهُمُ الْأَوَّلِينَ

„Haben sie sich denn keine Gedanken gemacht, über das was gesagt wird,  oder ist zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorvätern kam?" (23: 68)


 أَمْ لَمْ يَعْرِفُوا رَسُولَهُمْ فَهُمْ لَهُ مُنكِرُونَ

„Oder kennen sie ihren Gesandten nicht, und  verleugnen sie ihn deswegen?" (23: 69)

Im Anschluss an die vorherigen Verse über die Ursachen des Unglaubens und die arroganten Gegner der Wahrheit wird in den beiden obigen Versen auf die Tatsache hingewiesen, dass die Feinde des Propheten des Islams nicht über den Koran nachdachten. Denn anderenfalls hätten sie gemerkt,  dass dieses Buch wie die Bücher der vorherigen Propheten ist und ähnliches enthält.  Sie kennen die Thora und das Evangelium und wissen, dass in diesen Büchern zum Glauben an den Einen Gott und zu guten Werken aufgerufen wird  und der Prophet nichts anderes getan hat.

Außerdem hatte Prophet Mohammad (s) viele Jahre unter ihnen gelebt und alle wussten, dass er ein guter Mensch war und er den Beinamen „Amin", - „der Zuverlässige" schon lange besaß und verdiente.  Wieso verleumdeten  sie ihn dann als Lügner  und bezeichneten seinen Aufruf als Lüge?

Wir können uns merken:

Erstens: Gott tadelt die Ungläubigen, warum sie nicht über den Koran nachdenken.  Wie mag es nun aber um die Gläubigen bestellt sein, die nicht über den Koran nachdenken?

Zweitens:  Die Grundlage des Aufrufes aller göttlichen Propheten ist ein- und dieselbe.  Es ist daher nicht logisch,  an dem einen Propheten festzuhalten und den ihn nachfolgenden Propheten zu leugnen.

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