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Montag, 23 Juni 2014 08:44

Teil 545: Sure Anbiya (die Propheten) Verse 7- 10

Teil 545: Sure Anbiya (die Propheten)  Verse 7- 10
Wir haben mit der Besprechung der  Sure 21, Sure Anbiya, begonnen. In diesem Beitrag werden wir etwas  über die Verse 7 bis 10 dieser Sure erfahren. In den Versen 7 und 8 der Sure 21 heißt es:

(21: 7- 10)

وَمَا أَرْسَلْنَا قَبْلَكَ إِلَّا رِجَالًا نُّوحِي إِلَيْهِمْ ۖ فَاسْأَلُوا أَهْلَ الذِّكْرِ إِن كُنتُمْ لَا تَعْلَمُونَ

„Wir entsandten vor dir keine Propheten, es sei denn (es waren auch wie du) Menschen,  denen wir Offenbarung zuteil werden ließen. Dann (sag zu den Leugnern: ) Wenn ihr es selber nicht wisst, dann fragt doch die Kenner der Schriften (Schriftbesitzer)!" (21: 7)


وَمَا جَعَلْنَاهُمْ جَسَدًا لَّا يَأْكُلُونَ الطَّعَامَ وَمَا كَانُوا خَالِدِينَ

„ Wir haben sie (die Propheten) doch nicht mit einem (besonderen) Körper erschaffen, so dass sie keine Speise zu sich nehmen brauchen, und sie waren (auch)  nicht unsterblich." (21: 8)

Wie wir beim letzten Mal sagten, brachten die Götzendiener von Mekka und die Gegner des Propheten alle mögliche Ausreden vor, um sich nur nicht zur Wahrheit zu bekennen. Manchmal sagten sie, der Prophet ist ja nur ein Dichter und die Wirkung seiner schönen Rede ist nichts als Zauberei. Ein anderes Mal behaupteten sie: „Das sind ja nur wirre Traumvisionen, was der Prophet als Offenbarungen darstellt und von denen er glaubt, sie seien wahr."  Dann wieder erklärten sie, was der Prophet verkündet, habe er selbst erdichtet, und es sei Lüge, wenn er sagt, dass es von Gott stamme. Schließlich meinten sie noch: „Wenn dieser Mann Recht hat und Gottes Gesandte ist, dann muss er uns doch wie die früheren Propheten Wunder überbringen!"

Wir haben bereits einige Antworten des Korans auf die Vorwände  der Leugner und Götzenanbeter gebracht. In dem Vers 7 und 8 heißt es nun weiter: Alle Propheten in der Geschichte waren Menschen. In der Tat hat Gott niemals einen Engel als Propheten geschickt.  Wenn die Gegner des Propheten Mohammad (s.) dies nicht wissen, sollten sie die Gelehrten der vorherigen Glaubensvölker fragen. Dann werden sie aufhören zu sagen: Wäre doch statt eines Menschen ein Engel zu uns ausgesandt worden, der ja keine Bedürfnisse  wie der Mensch hat und ewig lebt.

Wir sehen:

Erstens: Der Mensch ist in der Lage, eine besondere Beziehung zu seinem Schöpfer herzustellen und Offenbarungen zu erhalten; natürlich nicht jeder Mensch, sondern nur derjenige, den Gott hierfür auserwählt.

Zweitens:  Der Koran empfiehlt den Menschen, sich mit ihren Fragen an die Gelehrten zu wenden.

Drittens: Die Propheten sind auf körperlicher Ebene und was die menschlichen Bedürfnisse anbelangt, nicht von den anderen Menschen verschieden. Sie sterben wie die anderen und leben nicht für immer auf der Erde.

Wir wenden uns dem nächsten Vers in der Sure Anbiya zu. Es ist  der Vers 9 dieser Sure:

ثُمَّ صَدَقْنَاهُمُ الْوَعْدَ فَأَنجَيْنَاهُمْ وَمَن نَّشَاءُ وَأَهْلَكْنَا الْمُسْرِفِينَ

„Dann erfüllten Wir ihnen das Versprechen (über die Niederlage der Feinde und den Sieg der Gläubigen); und Wir erretteten sie und wen Wir wollten; die Übertreter aber vernichteten Wir." (21: 9)

Dieser  Vers über die frohe Botschaft an die Gläubigen und die Mahnung an die Widersacher, verweist auf Gottes Versprechen,  die Feinde der Propheten  zu  vernichten, falls sie eigensinnig und maßlos bleiben. Gott sagt, dass er diese Verheißungen erfüllte, die Gläubigen rettete und die Maßlosen vernichtete.

Wir sehen:

Erstens:  Der Sieg, den Gott Seinen Propheten versprochen hat, wird bestimmt eintreten. Die Geschichte bezeugt, dass die Unrechttuenden vernichtet werden und Recht und Wahrheit bestehen bleiben.

Zweitens: Übertretung und Maßlosigkeit beziehen sich nicht nur auf materielle Dinge. Jemand, der gegenüber Recht und Wahrheit aufrührerisch ist, der hat sich selber ein Unrecht angetan und war maßlos. Er ist ein Übertreter.

Es folgt abschließend die Besprechung von Vers 10 der Sure Anbiya:

لَقَدْ أَنزَلْنَا إِلَيْكُمْ كِتَابًا فِيهِ ذِكْرُكُمْ ۖ أَفَلَا تَعْقِلُونَ

„Wir haben euch ein Buch herabgesandt, worin eine Ermahnung für euch liegt; wollt ihr denn nicht begreifen?" (21: 10)

Dieser Vers ist eine Antwort auf das unangemessene Gerede der Gegner, welche behaupten, der Koran sei der Phantasie des Propheten entsprungen.  In diesem Vers weist Gott darauf hin, dass der Koran dazu dient, die Menschen wachzurütteln und dass der Koran den Menschen mitteilt, was ihnen Sicherheit und Wohl bereitet, und vor den Dingen warnt, die den Menschen ins Unglück und die Vernichtung treiben.

Aber nur diejenigen nutzen diese Mahnungen, die nachdenken, nicht aber die, die nach Vergnügungen suchen und das niedrige Verlangen des Ichs stillen wollen. Während die  Gegner irrationale  Behauptungen über den Koran aufstellen, lädt dieses Buch alle Menschen zum Nachdenken über die Zeichen Gottes ein und erklärt, dass jemand der das Wissen, welches der Koran enthält, nutzen will, nachdenken muss.

Wir lernen:

Erstens: Der Koran führt zum inneren Wachstum und zum Erwachen der menschlichen Gesellschaft.  Die größte Gefahr, die dem Menschen droht, besteht darin, dass er nicht auf sich und den hohen Schatz  seiner Existenz achtet. Aber der Koran hilft dem Menschen aus dieser Oberflächlichkeit heraus.

Zweitens: Es ist ein Zeichen für Unverstand, die Propheten Gottes und ihre rettenden Lehren zu leugnen, denn das Wissen, welches der Koran enthält, entspricht der Vernunft.

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