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Sonntag, 15 Juni 2014 08:44

Teil 542: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 127- 130

Teil 542: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse  127- 130
Wir besprechen in diesem Teil unseres Koranbeitrages die Verse 127 bis 130 der Sure Taha, Sure 20. Im Vers 27 steht:

 (20: 127 – 130)

وَكَذَٰلِكَ نَجْزِي مَنْ أَسْرَفَ وَلَمْ يُؤْمِن بِآيَاتِ رَبِّهِ ۚ وَلَعَذَابُ الْآخِرَةِ أَشَدُّ وَأَبْقَىٰ

„Und so belangen Wir auf Erden auch den Vermessenen, der jegliches Maß überschreitet  und nicht an die Zeichen seines Herrn glaubt; und die Strafe des Jenseits ist wahrlich strenger und nachhaltiger." (20: 127)

Wir sagten im letzten Teil, dass es göttliche Vorgehensweise und Gesetz ist, dass diejenigen, die sich von den Propheten und den himmlischen Büchern abwenden, es im Leben schwer haben  und im Jenseits nicht ins Paradies gelangen können.

Im Vers 127 wird dieser Punkt erneut hervorgehoben und Gott spricht von denjenigen, die Ihn leugnen und  maßlos handeln und vermessen die Segensgaben, die Er ihnen überlassen hat, auf dem falschen Wege verwenden. Auch sie erwartet die schwere Strafe der Verdammnis, vor der es kein Entkommen gibt.

Wir können uns merken:

Erstens: Sündigen ist eine Art Verschwendung und Missbrauch der Segensgaben, die Gott den Menschen zur Verfügung stellt. Das Sündigen  passt daher nicht zum Glauben an den Schöpfer der Welt.

Zweitens: Wir sollten bei der Abwägung des Resultates unserer Handlungen mehr an Lohn und Strafe im Jenseits denken, als  an den Vor- und Nachteil im Diesseits.

Es folgen die Verse 128 und 129 der Sure Taha, Sure 20:

أَفَلَمْ يَهْدِ لَهُمْ كَمْ أَهْلَكْنَا قَبْلَهُم مِّنَ الْقُرُونِ يَمْشُونَ فِي مَسَاكِنِهِمْ ۗ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَاتٍ لِّأُولِي النُّهَىٰ

„Genügt es für ihre (Bewusstwerdung und) Rechtleitung nicht,  (zu sehen) wie viele Generationen Wir schon zuvor zugrunde gehen ließen, durch deren Wohngebiete sie jetzt wandeln? Darin liegen (doch) Zeichen für Menschen mit Verstand." (20: 128)


وَلَوْلَا كَلِمَةٌ سَبَقَتْ مِن رَّبِّكَ لَكَانَ لِزَامًا وَأَجَلٌ مُّسَمًّى

„Und wäre nicht zuvor ein Wort von deinem Herrn ergangen und eine Frist  (für sie) festgesetzt worden, wäre es (das Strafgericht) mit Sicherheit unausweichlich  (und würde über sie kommen)." (20: 129)

Diese Koranstelle bezieht sich auf die Götzenanbeter und Gottesleugner zur Zeit des Propheten Mohammad (s). Auf ihren Reisen nach Jemen kamen  sie an den  Ruinen der Wohnstätten der Ad vorbei und auf ihrem Weg nach Schaam (Syrien) konnten sie Ruinen der zerstörten Städte der Thamud und des Volkes von Lot (Lut) sehen. Aber sie ließen sich dennoch nicht belehren und hielten an ihrem Unglauben und Aberglauben fest.

Die Reste der Städte, über deren Bewohner das Strafgericht Gottes hereinbrach,  waren eine stumme Warnung an sie und allen darauffolgenden Generationen. Sie  signalisierten, wie  Frevel, Gottesleugnung, Aberglauben  und Verdorbenheit enden.

Im Vers  129 wird daran erinnert, dass es Gottes Vorgehensweise und Tradition ist, den Gottesleugnern und –verleumdern einen Aufschub zu geben, damit sie vielleicht von ihrem undankbaren Verhalten ablassen. Außerdem wurde für jede Gemeinschaft oder jedes Volk eine  Frist festgelegt und vor deren Ablauf wird Gott sie nicht strafen.

Wir können an diesen Versen sehen:

Erstens: Wer nicht aus der Geschichte der Vorfahren eine Lehre zieht, verdient es getadelt zu werden.

Zweitens: Die meisten besichtigen  antike Bauwerke nur zum Zeitvertreib und  versäumen es, eine Lehre aus der Vergangenheit  zu ziehen.

Drittens: Sünder und Frevler sollten sich nichts darauf einbilden, dass die göttliche Strafe noch nicht über sie hereingebrochen ist, denn Gott wird sie, wenn die Frist abgelaufen ist, bestrafen.

Sehen wir uns abschließend noch  an, was im nächsten Vers, dem Vers 130 der Sure Taha, steht:

فَاصْبِرْ عَلَىٰ مَا يَقُولُونَ وَسَبِّحْ بِحَمْدِ رَبِّكَ قَبْلَ طُلُوعِ الشَّمْسِ وَقَبْلَ غُرُوبِهَا ۖ وَمِنْ آنَاءِ اللَّيْلِ فَسَبِّحْ وَأَطْرَافَ النَّهَارِ لَعَلَّكَ تَرْضَىٰ

„(O Prophet!) Ertrage nun geduldig, was sie sagen, und lobpreise deinen Herrn vor Aufgang der Sonne und vor ihrem Untergang; und verherrliche (Ihn) in den Stunden der Nacht und an den Enden des Tages, vielleicht bist  du  dann zufrieden (und beruhigt)." (20: 130)

Angesichts der Beleidigungen und Verleumdungen der Götzenanbeter von Mekka tröstet Gott den erhabenen Propheten und sagt, er soll die spöttischen Anmerkungen ertragen. Der Prophet soll nicht erwarten, dass Gott diese Leute bald bestraft, so dass er von ihrem Übel befreit ist. Der Prophet soll vielmehr für seine seelische Stärkung zu bestimmten Zeiten am Tag und in der Nacht  Gott lobpreisen und Seiner eingedenk sein, denn so wird seine Beziehung zu Gott immer fester. Dann wird auch das Verhalten der Feinde ihn nicht bei der Durchführung seines Prophetenauftrages behindern und er wird nicht die Hoffnung auf Erreichung seines Ziels verlieren. Im Gegenteil wird er dank Gottes Huld  zuversichtlich bleiben und gerne seine schwere Mission durchführen.

Wir sehen:

Erstens: Gläubige Menschen müssen gegenüber dem Verhalten und den verbalen Angriffen der Gegner standhaft bleiben. Sie sollen geduldig bleiben und nicht an ihren Pflichten zweifeln oder sie vernachlässigen.

Zweitens: Die Verrichtung des Gebetsdienstes und die Dankes- und Lobpreisung Gottes ist ein Mittel zur seelischen Stärkung gegenüber jeder feindlichen Propaganda.

Drittens: Die Nacht ist nicht nur für den Schlaf da, sondern man sollte einen Teil von ihr für die Gottesanbetung und Bittgebete nutzen.

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