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Samstag, 31 Mai 2014 08:44

Teil 537: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 99- 104

Teil 537: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse  99- 104
Die Erläuterungen zur Sure 20 werden hiermit fortgesetzt. Wir haben diese Sure bereits bis Vers 98 kurz besprochen und beginnen nun mit dem Vers 99 dieser Sure, der Sure Taha. In diesem Vers steht Folgendes:

(20: 99 – 104)

كَذَٰلِكَ نَقُصُّ عَلَيْكَ مِنْ أَنبَاءِ مَا قَدْ سَبَقَ ۚ وَقَدْ آتَيْنَاكَ مِن لَّدُنَّا ذِكْرًا

„Also (o Prophet!)  erzählen Wir dir so manche Geschichte von dem, was zuvor geschah. Und Wir haben dir von Uns ein ermahnendes Buch herabgesandt." (20: 99)

Nach dem  Bericht aus dem Leben des Moses richtet sich Gott nach ungefähr 90 Versen, an den Propheten des Islams und sagt:  Die Geschichten von den früheren Völkern und ihren Propheten offenbaren Wir dir, damit sie wie die anderen Verse des Korans als Mahnung für die Menschen dienen.

Die Schilderung der Geschichte der Vorfahren und deren guten bzw. schlechten Ausgangs ist eine erfolgreiche Methode zur Veranschaulichung einer  lehrreichen Erfahrung  zwecks  Charaktererziehung.

Die Erinnerung an die Vorfahren und Geschichte der Völker kann uns auch im heutigen Leben als  Erfahrung etwas  nutzen.  Diese Tatsache akzeptieren alle Völker.

An Hand vergangener Ereignisse lässt sich ein wichtiger Punkt allgemeinverständlich verdeutlichen, ohne dass eine komplizierte Beweisführung nötig wäre, die die Mehrheit nicht versteht. Die Allgemeinheit kann somit, durch die Betrachtung des  Schicksals der Vorfahren eine Lehre für sich selber daraus ziehen.

Wir möchten Folgendes feststellen:

Erstens: Die Geschichten im Koran sind die besten, denn der Erzähler ist Gott, sie werden dem Propheten Gottes mitgeteilt und ihr Inhalt  ist wahr und keine Phantasie.

Zweitens: Dadurch, dass der Koran die Geschichten der Propheten bringt, schützt er sie  vor Verfälschungen.

Wir wenden uns nun den Versen 100 und 101 der Sure 20 zu:
 
 مَّنْ أَعْرَضَ عَنْهُ فَإِنَّهُ يَحْمِلُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وِزْرًا

„Wer sich davon (dem ermahnenden Buch)  abwendet, der wird fürwahr am Tage der Auferstehung eine schwere Last tragen." (20: 100)


خَالِدِينَ فِيهِ ۖ وَسَاءَ لَهُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ حِمْلًا  

„Darin verweilend; und schwer wird ihnen die Bürde sein am Tage der Auferstehung." (20: 101)

Der Koran mahnt  hinsichtlich vor Dingen und Wahrheiten, die klar und einleuchtend sind.  Dieses Buch  wurde für das Wohl der Menschen im Diesseits und Jenseits offenbart. Dennoch hört ein Teil der Menschen – darunter auch die sündigen Muslime,  nicht auf diese Mahnungen und lässt sich nicht belehren.

Ein solches Verhalten führt schließlich zu  Problemen im Leben und erst recht zu einem Dilemma  im Jenseits. Das weltliche Leben ist ja nur kurz und wird irgendwann  zu Ende sein. Viel wichtiger ist der Zustand im Jenseits. Das Jenseits nimmt kein Ende  und es gibt keine Rückkehr ins Diesseits und keinen Weg um der jenseitigen Not zu  entkommen.

Wir sehen:

Erstens: Sünden sind eine schwere Last, welche im Jenseits gegenständlich wird und dem Sünder großen Schaden einbringt.

Zweitens: Die Wirkung der Sünden wird nicht zunichte. Sie hat zur Folge, dass das Feuer ständige Bleibe des Sünders wird.

Wir wenden uns den Versen 102 und 103 der Sure 20 zu:

يَوْمَ يُنفَخُ فِي الصُّورِ ۚ وَنَحْشُرُ الْمُجْرِمِينَ يَوْمَئِذٍ زُرْقًا

„Dem Tage, da in die Trompete geblasen wird. An jenem Tage werden Wir die Schuldigen bleich und  blind  versammeln." (20: 102)


يَتَخَافَتُونَ بَيْنَهُمْ إِن لَّبِثْتُمْ إِلَّا عَشْرًا 

„Sie werden einander heimlich zuflüstern: 'Ihr weiltet nur zehn Tage.'" (20: 103)

In diesen Versen wird  beschrieben, in welchem Zustand sich die Sünder am Jüngsten Tag befinden. Es heißt, dass der Tag der Auferstehung mit einem Trompetenstoß beginnt.  Wie aus anderen Stellen im Koran hervorgeht, gehen die beiden gewaltigen Ereignisse „Weltende" und „Auferstehung von den Toten"  mit einem furchterregenden Laut einher.  Dieser Laut wird Trompetenstoß genannt.

Leute, die im Leben anderen mit ihrer Gestalt Furcht einjagten,  erscheinen am  Tag der Auferstehung kraftlos, mit  bleichen Gesichtern  und mit schwachen oder erblindeten Augen.

Das Leben auf der Welt oder in der Todeszwischenphase erscheint ihnen am Jüngsten Tag unglaublich kurz. Sie denken es seien nur 10 Tage gewesen.  Das alles hat mit der Gewaltigkeit der Auferstehung und der Furcht zu tun, die sie erfasst.

Wir sehen:

Erstens: Bei wichtigen Entscheidungen sollten wir einen Vergleich zwischen dem weltlichen Leben und dem Ewigen Leben ziehen und darauf achten, dass unser Tun nachhaltige Wirkungen hat.

Zweitens: Wir sollten keine Schwäche gegenüber den Sündern empfinden, sondern im Gegenteil daran denken, dass sie die Schwachen sind und im Jenseits Schmach erfahren.

Nun besprechen wir noch den Vers 104 der Sure Taha:

نَّحْنُ أَعْلَمُ بِمَا يَقُولُونَ إِذْ يَقُولُ أَمْثَلُهُمْ طَرِيقَةً إِن لَّبِثْتُمْ إِلَّا يَوْمًا

„Wir wissen am besten, was sie sagen werden. Dann wird der Gerechteste unter ihnen sprechen: 'Nur einen Tag verweiltet ihr.'" (20: 104)

Denen die  denken, ihr Leben hätte nur 10 Tage gedauert, antwortet der Koran: Gott weiß am besten über das Diesseits und Jenseits Bescheid. Wer das Leben am Jüngsten Tag für 10 Tage hält, hat sich erheblich verschätzt. Einige, die mehr Verstand haben, werden sagen, dass das weltliche Leben nur einen Tag gedauert hat. In der Tat ist das weltliche Leben im Vergleich zum Jenseits nicht länger als ein Tag.

Wir lernen:

Erstens: Wer klüger und vernünftiger ist, wird das Leben kürzer sehen als die anderen.

Zweitens: Gott hat das Dasein erschaffen und Er kennt die Vergänglichkeit der Welt und weiß wie geringfügig sie ist. Realistische Menschen werden diese Wahrheit  entsprechend ihrem Auffassungsvermögen begreifen.

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