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Montag, 26 Mai 2014 08:44

Teil 535: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 90- 94

Teil 535: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 90- 94
Wir setzen die Besprechung der Sure Taha, Sure 20, bei den Versen 90 und 91 dieser Sure fort: Dort steht folgendes:

(20: 90- 94)

وَلَقَدْ قَالَ لَهُمْ هَارُونُ مِن قَبْلُ يَا قَوْمِ إِنَّمَا فُتِنتُم بِهِ ۖ وَإِنَّ رَبَّكُمُ الرَّحْمَـٰنُ فَاتَّبِعُونِي وَأَطِيعُوا أَمْرِي

„Und Aaron hatte doch  zuvor zu ihnen gesprochen: ‚O mein Volk, durch dies(es goldene Kalb)  seid ihr nur geprüft worden. Wahrlich, euer Herr ist einzig der Allbarmherzige; darum folget mir und gehorcht meinem Befehl.' " (20: 90)


قَالُوا لَن نَّبْرَحَ عَلَيْهِ عَاكِفِينَ حَتَّىٰ يَرْجِعَ إِلَيْنَا مُوسَىٰ
„Sie (die Israeliten) antworteten: ‚Wir werden keineswegs aufhören, es anzubeten, bis Moses zu uns zurückkehrt.' " (20: 91)

Wie wir beim letzten Mal erfuhren, hatte Moses bevor er zum Berg Tur gegangen war, Aaron zu seinem Vertreter bestimmt. Aber ein Abtrünniger namens Samiri  hatte die Mehrheit der Gläubigen irregeführt und dazu gebracht, dass sie ein goldenes Kalb anbeten.

Die Verse 90 und 91 weisen darauf hin, dass Aaron in Abwesenheit des Moses die Menschen vor diesem Götzenkult und Aberglauben warnte und ihnen klarmachte, dass sie auf diese Weise auf die Probe gestellt werden, damit sich herausstellt wie fest ihr Glaube an den Einen Gott ist,  der sie erschaffen hat und der ihnen all die Wohltaten zukommen ließ. Aaron mahnte sie: Hört nicht auf Samiri mit seinem abwegigen Ansichten, sondern hört auf mich. Ich zeige euch den rechten Weg zu eurem wahren Herrn, zu Gott, dem Allbarmherzigen. Habt ihr denn vergessen, dass ich Moses vertreten soll und ihr meinen Anweisungen folgen müsst?

Aber die Kinder Israels wollten nicht auf ihn hören und beteten weiter das Götzenbild an. Sie reagierten eigensinnig auf die klare Logik des Aarons und sagten, sie würden  das  goldene Kalb anbeten, bis Moses vom Berg Tur zurückkehrt.

Wir  können unter anderem Folgendes aus diesen Versen entnehmen:

Erstens: Alle Gläubigen können auf die Probe gestellt werden, damit offensichtlich wird, wie sehr sie an den wahren Gott glauben und ob sie ihrem Glauben treu bleiben, falls sie abwegigen Ansichten  begegnen.

Zweitens: Bei Prüfungen bleibt der Mensch dann vor der Gefahr der Abweichung und des Aberglaubens bewahrt, wenn er den rechtschaffenen  Statthaltern Gottes und Gottesfreunden folgt.

Hier nun die beiden nächsten Verse, die Verse 92 und 93 der Sure Taha, Sure 20:

قَالَ يَا هَارُونُ مَا مَنَعَكَ إِذْ رَأَيْتَهُمْ ضَلُّوا

„(Moses) sprach (bei seiner Rückkehr vom Berg Tur ) : 'Aaron! Was hinderte dich, als du sie irregehen sahst," (20: 92)


 أَلَّا تَتَّبِعَنِ ۖ أَفَعَصَيْتَ أَمْرِي
„mir zu folgen (und gegen diejenigen die irre gingen vorzugehen)? Hast du dich meinem Befehl widersetzt?' " (20: 93)

Moses hatte seinen Bruder Aaron beauftragt, während seiner Abwesenheit darauf achtzugeben, dass die anderen nicht vom Glauben abkommen. Daher fragte er  bei seiner Rückkehr  Aaron, warum er denn nicht seinen Ratschlag befolgt und gegen diejenigen, die vom Glauben abgeirrt waren, etwas unternommen hatte. Er wollte von Aaron wissen, warum er nichts gegen die Anbetung des Goldenen Kalbes getan  und entgegen seiner Anweisung gehandelt hat.

Moses behandelte seinen Bruder aber nur deshalb streng und hat ihn  als Erstes zur Verantwortung gezogen, weil er um die Religion und den Glauben besorgt war.

Wir sehen:

Erstens: Die Anführer einer Gesellschaft  tragen Verantwortung, wenn die Bevölkerung vom Glauben abweicht  und können demgegenüber nicht gleichgültig bleiben.

Zweitens: Für alle die glauben bleibt die Gefahr bestehen, vom rechten Weg abzugeraten und ein schlechtes Ende zu nehmen.

Im Vers 94 der Sure Taha heißt es daraufhin weiter:

قَالَ يَا ابْنَ أُمَّ لَا تَأْخُذْ بِلِحْيَتِي وَلَا بِرَأْسِي ۖ إِنِّي خَشِيتُ أَن تَقُولَ فَرَّقْتَ بَيْنَ بَنِي إِسْرَائِيلَ وَلَمْ تَرْقُبْ قَوْلِي

„ Er (Aaron) antwortete: ‚O Sohn meiner Mutter, pack mich  nicht an meinen Bart und am Schopf. Ich fürchtete, du würdest sagen: Du hast Spaltung unter den Kindern Israels hervorgerufen und meine Empfehlung (hinsichtlich der Wahrung der Einheit)  nicht beachtet.' " (20: 94)

Wir sagten, dass Moses sehr verärgert war, als er seinen Bruder Aaron zurechtwies und ihn fragte, warum die Kinder Israels während seiner Abwesenheit sich der Anbetung eines Kalbes zugewandt hatten. Laut dem Vers 94 verteidigte sich Aaron und sagte: Du und ich stammen beide von der gleichen Mutter ab. Du bist also mein Bruder und musst gütig mit mir umgehen und nicht aus Ärger mir an meinem Bart und an meinen Haarschopf ziehen.  Du sollst wissen, dass ich gegenüber dieser Abschweifung vom Glauben getan habe was ich konnte.  Ich habe sie gewarnt, aber sie haben nicht auf mich gehört. Beinahe hätten sie mich sogar umgebracht.  Um die Einheit in der Gesellschaft zu wahren und damit diese nicht in zwei Lager zersplittert nämlich Gläubige und Götzendiener und Zwietracht entsteht, habe ich nach allem vergeblichen Warnen und Mahnen,  nichts mehr unternommen und abgewartet, bis du zurückkommst und eine Entscheidung über sie triffst.  Denn du hast mir selber beim Abschied gesagt, ich solle unter den Menschen Frieden stiften und auf alles verzichten, was den Verderb der Gemeinschaft zur Folge hat.

Wir sehen:

Erstens: Es ist ein Zeichen dafür, dass jemand Wert auf die Religion legt, wenn er gegenüber der Abweichung von ihr  zornig wird. Diese Eigenschaften beobachten wir bei den wahren Gottesfreunden.

Zweitens:  Der Umgang mit denen in der Gesellschaft, die vom Weg abgewichen sind, darf nicht zu Konflikten zwischen den verschiedenen Bevölkerungsteilen führen, denn das würde einen  noch größeren Schaden nach sich ziehen.

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