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Samstag, 24 Mai 2014 08:44

Teil 534: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 85- 89

Teil 534: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 85- 89
Wir besprechen in diesem Beitrag die Verse 85 bis 89 der Sure 20, Sure Taha. In dem Vers 85 dieser Sure heißt es:

(20: 85- 89)

قَالَ فَإِنَّا قَدْ فَتَنَّا قَوْمَكَ مِن بَعْدِكَ وَأَضَلَّهُمُ السَّامِرِيُّ

„(Gott) sprach (zu Moses): ‚Wir haben dein Volk in deiner Abwesenheit geprüft und der Samiri hat es irregeführt.' " (20: 85)

Aus dem letzten Beitrag wissen wir, dass Moses 40 Tage am Berg Tur blieb, um dort die Thora in Empfang zu nehmen. Nach 40 Tagen wollte er zu  seinem Volk, den Kindern Israels zurückkehren, als  Gott ihm ankündigte, dass das Volk während seiner Abwesenheit von einer Person namens Samiri  zum Aberglauben verleitet wurde.

Die  Menschen, die sich dem Moses angeschlossen hatten, waren in Ägypten laufend  der Götzenanbetung begegnet und viele von ihnen waren vorher Götzenanbeter gewesen. Sie  hatten, nachdem Moses sie trockenen Fußes durch den Nil geführt hatte und als sie unterwegs ein Volk von Götzenanbetern sahen,  Moses gebeten, er solle ihnen doch auch einen Götzen anfertigen. Jedenfalls war die Abwesenheit Moses von 40 Tagen eine Gelegenheit für eine Person namens Samiri, die anderen wieder zur Götzenanbetung zu verleiten.

Zwar hatte Moses, bevor er zum Berg Tur gegangen war, seinen Bruder Aaron zu seinem Vertreter während seiner Abwesenheit bestimmt. Aber die Leute hatten nicht auf Aaron gehört. Sie hatten ihm sogar gedroht, damit er aufhört sie zu mahnen.

Wir lernen:

Erstens: Die Zeit, in der ein himmlischer Führer nicht unter den Menschen anwesend ist, ist eine Zeit der Prüfung. Möglicherweise irrt in dieser Zeit eine große Zahl  von Menschen vom Weg ab.

Zweitens: Die Gläubigen werden ständig von Gott auf die Probe gestellt und sind nie vor der Gefahr der Abweichung sicher.

Es folgt der Vers 86 der Sure 20. In diesem heißt es:

فَرَجَعَ مُوسَىٰ إِلَىٰ قَوْمِهِ غَضْبَانَ أَسِفًا ۚ قَالَ يَا قَوْمِ أَلَمْ يَعِدْكُمْ رَبُّكُمْ وَعْدًا حَسَنًا ۚ أَفَطَالَ عَلَيْكُمُ الْعَهْدُ أَمْ أَرَدتُّمْ أَن يَحِلَّ عَلَيْكُمْ غَضَبٌ مِّن رَّبِّكُمْ فَأَخْلَفْتُم مَّوْعِدِي

„Da kehrte Moses zu seinem Volke zurück, zornig und bekümmert. Er sprach: 'O mein Volk, hat euer Herr euch nicht eine schöne Verheißung (über die Herabsendung der Thora)  gegeben? Erschien euch etwa die anberaumte Zeit zu lang, oder wolltet ihr, dass Zorn von eurem Herrn auf euch hereinbricht, indem ihr euer  Versprechen gegenüber mir brecht?' " (20: 86)

Prophet Moses hatte, bevor er zum Berge Tur geeilt war, den Menschen angekündigt, dass er sich zum Berg zurückzieht, um die von Gott verheißene Thora in Empfang zu nehmen. Er hatte den Menschen das Versprechen abgenommen, dass sie während seiner Abwesenheit auf Aaron hören. Aber das Volk hatte entgegen seinem Versprechen gehandelt und sich nicht von  Aaron rechtleiten lassen. Deshalb  wurde Moses, als er vom Berg Tur zurückkehrte zornig, obwohl er wegen der Herabsendung der Thora zunächst hocherfreut gewesen war.

Wir können hinzufügen:

Erstens:  Es gehört zu den Eigenschaften der Freunde Gottes, dass sie aufgrund der religiösen Gefühle  gegenüber Unglauben und Aberglauben erzürnen.

Zweitens: Dem Zorn der Gottesfreunde und Propheten folgt der Heilige Zorn Gottes.

Drittens: Der Bruch mit einem göttlichen Bündnis hat eine  rückläufige und abwegige Entwicklung zur Folge.

Es folgt Vers 87 der Sure 20:


قَالُوا مَا أَخْلَفْنَا مَوْعِدَكَ بِمَلْكِنَا وَلَـٰكِنَّا حُمِّلْنَا أَوْزَارًا مِّن زِينَةِ الْقَوْمِ فَقَذَفْنَاهَا فَكَذَٰلِكَ أَلْقَى السَّامِرِيُّ

„Sie sagten: 'Wir haben unser  Versprechen  dir gegenüber nicht aus eigenem Antrieb gebrochen; wir waren gezwungen, was wir an Schmuck des Volkes (des Pharaos) bei uns hatten, ins Feuer zu werfen und Samiri hat uns das eingeflößt.' " (20: 87)

Die Israeliten  bereuten ihre Sünde  und begannen sich zu rechtfertigen. Sie behaupteten, sie hätten nicht aus freien Stücken so gehandelt, sondern Samiri habe sie dazu überredet, so dass sie entgegen ihren eigenen  Willen, das taten, was er von ihnen verlangte und den Schmuck, den sie den Leuten  des Pharaos abgenommen hatten alle in den Brennofen von Samiri warfen, in dem er ein Standbild anfertigen wollte.  Auch Samiri hatte alles, was er besaß, hineingeworfen und das goldene Kalb angefertigt.

Wir entnehmen dem Vers:

Erstens: Sünder versuchen sich zu rechtfertigen, indem sie anderen die Schuld an ihrer Sünde in die Schuhe schieben. Aber deswegen wird ihr  Strafmaß nicht verringert.

Zweitens:  Kostbares wie z.B. Goldschmuck gehört zu den Dingen, die die Menschen in die Irre führen können und der Feind plant diesen Punkt mit ein.

Zum Abschluss nun noch die Verse 88 und 89 der Sure 20 und deren Erläuterungen dazu:


فَأَخْرَجَ لَهُمْ عِجْلًا جَسَدًا لَّهُ خُوَارٌ فَقَالُوا هَـٰذَا إِلَـٰهُكُمْ وَإِلَـٰهُ مُوسَىٰ فَنَسِيَ

„Dann brachte er (Samiri aus diesen Schmuckstücken)  für sie ein blökendes Kalb hervor - ein Bildwerk. Und sie(er und seine Anhänger) sprachen: 'Das ist euer Gott, und der Gott Moses.' Ihm entging, dass es Gott nicht sein konnte." (20: 88)


أَفَلَا يَرَوْنَ أَلَّا يَرْجِعُ إِلَيْهِمْ قَوْلًا وَلَا يَمْلِكُ لَهُمْ ضَرًّا وَلَا نَفْعًا
„Können (die Anbeter des goldenen Kalbes)  denn nicht sehen, dass dieses Kalb  keine Antwort gibt und nicht die Macht hat, ihnen zu schaden oder zu nützen?" (20: 89)

Samiri hatte mit den Schmuckstücken ein goldenes Standbild in Gestalt eines Kalbes angefertigt und geschickt vorgetäuscht, dass dieses Kalb blökt, damit er die Menschen besser überzeugen konnte. Samiri behauptete sogar, dass Moses nicht zum Berg Tur hätte gehen sollen, sondern sich an dieses Kalb hätte wenden  und auf es hätte hören müssen!

Gott aber sagte zur Verurteilung dieses unwürdigen Verhaltens: Warum haben sie sich, als sie das Kalb blöken hörten, von dem Einen Gott abgekehrt? Haben sie denn nicht gesehen, dass dieses Kalb zu nichts in der Lage ist  und weder etwas nützt, noch etwas schadet?  Ein wahrer Gott muss doch zumindest die Bitten seiner Diener erfüllen, oder?

Wir  möchten noch folgende Anmerkung hinzufügen:

Erstens:  Der Feind des Gottesweges  behilft sich vieler Mittel der Kunst, um die Menschen in die Irre zu führen.

Zweitens: Viele Menschen urteilen nur nach dem, was sie sehen und ihr Verstand geht nicht darüber hinaus. Solange sie Gott nicht sehen, glauben sie nicht an Ihn.

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