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Mittwoch, 21 Mai 2014 08:44

Teil 533: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 81- 84

Teil 533: Sure Taha (Ein verschlüsselter Name des Propheten) Verse 81- 84
Wir beginnen unseren Beitrag mit einem Segensgruß an den Propheten Gottes – Gottes Segen sei mit ihm und den Edlen aus seinem Hause. In diesem Teil möchten wir die Verse 81 bis 84 der Sure 20, Sure Taha besprechen.

(20: 81- 84)

Im Vers 81 steht Folgendes:


كُلُوا مِن طَيِّبَاتِ مَا رَزَقْنَاكُمْ وَلَا تَطْغَوْا فِيهِ فَيَحِلَّ عَلَيْكُمْ غَضَبِي ۖ وَمَن يَحْلِلْ عَلَيْهِ غَضَبِي فَقَدْ هَوَىٰ
„Esset nun von den guten Dingen, die Wir euch gegeben haben, doch überschreitet nicht das Maß dabei, damit Mein Zorn nicht auf euch niederkomme; denn der, auf den Mein Zorn niederkommt, ist dem Untergang geweiht. " (20: 81)

Wir haben beim letzten Mal erfahren, wie Gott den Anhängern des Moses in verschiedenen Situationen geholfen hat und ihnen nach der Befreiung aus den Händen des Pharaos Seine Wohltaten schickte.

In diesem Vers werden sie nun gemahnt diese Segnungen, die Gott zur Verfügung gestellt hat, richtig zu nutzen. Sie sollen nach dem streben, was Gott erlaubt hat und nicht rebellisch nach dem suchen, was Gott verbietet, und dürfen nicht das Maß überschreiten.  Der Mensch geht mit den Segnungen Gottes aufsässig um, wenn er sie nicht unter Befolgung der göttlichen Gebote für sein Wohl und seine Rettung nutzt, sondern undankbar wird und sie für  Sünde und Gott-Ungehorsam missbraucht.  Ein solches aufsässiges Verhalten gegenüber Gott wird  natürlich den Zorn und die Strafe des Herrn hervorrufen.

Wir lernen:

Erstens: Der Islam legt Wert auf die richtige Ernährung. Es ist nicht erlaubt etwas Unreines und Unerlaubtes zu sich zu nehmen.

Zweitens: Die unangemessene  Nutzung von göttlichen Wohltaten  oder ihr Missbrauch zum Sündigen sind Gründe für die Herabsendung  der göttlichen Strafe.

Es folgt der Vers 82 der Sure Taha:


وَإِنِّي لَغَفَّارٌ لِّمَن تَابَ وَآمَنَ وَعَمِلَ صَالِحًا ثُمَّ اهْتَدَىٰ

„Doch siehe, Ich bin voller Vergebung dem Reumütigen gegenüber, der zum aufrichtigen Glauben findet, gute Werke tut, und sich rechtleiten lässt." (20: 82)

Während im vorherigen Vers die Sünder gemahnt wurden, sagt Gott im Vers 82, dass die Tore zu Seiner Barmherzigkeit für alle Reumütigen offen stehen. Er verspricht, dass jeder, bevor ihn eine Strafe trifft, die Möglichkeit zur reuevollen Umkehr hat. Wer also Schlechtes wiedergutmacht und gläubig und rechtschaffene Taten vollbringt, die Rechtleitung Gottes akzeptiert und daran festhält, wird Gottes Barmherzigkeit und Seine Vergebung erfahren.

Der erste Schritt zur Umkehr besteht natürlich darin, dass der Sünder seine Tat bereut. Aber Reue alleine genügt nicht, sondern die Reumütigkeit muss auch im Denken und Handeln des Menschen spürbar werden und es muss deutlich werden, dass der Betreffende den geraden Weg der Rechtleitung betreten hat und diesen Weg in seinem Leben weitergeht.

Wir lernen:

Erstens: Gott erzieht die Menschen durch Warnung und Ansporn, und indem Er nicht nur von Strafen, sondern auch von Belohnungen spricht.

Zweitens:  Gemäß Islam ist es eine große Sünde, die Hoffnung auf die göttliche Barmherzigkeit aufzugeben. Es gibt keine Sackgasse, aus der der Mensch nicht wieder herausgelangen könnte und es besteht im Leben  die Möglichkeit zur Umkehr zu Gott und  den Erhalt Seiner Barmherzigkeit.

Es folgen die Verse 83 und 84:


وَمَا أَعْجَلَكَ عَن قَوْمِكَ يَا مُوسَىٰ

„'Warum kommst du so eilig herbei und verlässt dein Volk, o Moses?' " (20: 83)


قَالَ هُمْ أُولَاءِ عَلَىٰ أَثَرِي وَعَجِلْتُ إِلَيْكَ رَبِّ لِتَرْضَىٰ
„Er sprach: ‚Sie folgen mir auf dem Fuße. Und ich bin zu Dir geeilt, mein Herr, damit Du wohl zufrieden bist.' " (20: 84)

Diese beiden Verse sind Hinweis auf einen anderen Abschnitt in der Geschichte der Söhne Israels und im Leben des Moses.  Wie auch in anderen Versen des Korans steht, sollte Moses zum Berg Tur kommen, damit er die Thora empfängt und es war abgemacht, dass einige aus dem Volke der Kinder Israels ihn begleiten. Aber das Verlangen des Propheten Moses nach dem inständigen vertraulichen Gebet zu Gott war so groß , dass er – wie es in Überlieferungen heißt -  deswegen auf Schlaf und Nahrung verzichtete und so schnell er konnte zum Berg Tur eilte, so dass die anderen hinter ihm zurückblieben.

Jedenfalls war Moses beim Berg Tur angekommen. Obwohl er dort einen Monat bleiben sollte bis er die Thora in Empfang nimmt, wurde das Treffen um 10 Tage verlängert. Moses trennte sich also 40 Tage von seinem Volk.

In den obigen beiden Versen aus der Sure Taha, Sure 20 steht über das vertrauliche Gespräch des Moses zu seinem Herrn geschrieben. Er begründet seine Eile damit, dass er Gott liebt und sich alleine mit Gott aussprechen will. Die anderen wussten nicht, welchen Genuss es bedeutet, mit Gott ein tiefvertrauliches Gespräch zu führen,  und deshalb hatte es auch keiner von ihnen  eilig damit.

Wir sehen:

Erstens: Bei  normalen weltlichen Angelegenheiten ist es nicht richtig, etwas zu überstürzen! Wenn es aber jemand eilig hat, Gott  zuliebe Gutes zu tun, wird er Gottes Wohlgefallen finden.

Zweitens: Die Anführer der Gesellschaft müssen den anderen voraus sein, damit sich auch die anderen in Bewegung setzen.

Drittens: Die inständigen vertraulichen Gespräche mit Gott sind von einem Genuss, den nur die Freunde Gottes kennen.

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