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Freitag, 21 Juni 2013 09:44

Gibt es einen Bürgerkrieg in der Türkei?

Gibt es einen Bürgerkrieg in der Türkei?
Donnerstag, 20.
Juni 2013, von Freeman um 12:05 Es gibt zwei Fraktionen in den USA, die um die Vorherrschaft in der Außenpolitik kämpfen. Die einen sind die von den Zionisten kontrollierten Neocons, die unbedingt einen großen Krieg wollen, in dem Syrien und Iran angegriffen werden sollen. Die anderen sind die Gemäßigten, hauptsächlich im Militär, die wissen was für eine Katastrophe dies bedeutet. Bisher konnten sich die letzteren durchsetzen. Nicht weil sie friedlich und grundsätzlich gegen Kriege wären, sondern in ihren Augen ist es noch nicht opportun, die Nachteile sind grösser als die Vorteile. So findet ständig ein Hin und Her statt, zwischen den Kriegshetzern und denen die weniger Kriegslüstern sind. Die Frage die ich mir wegen der Proteste in der Türkei stelle lautet: Gibt es äussere Kräfte die am Werk sind und welche Absichten haben sie? Will der Westen zum Beispiel einen Regimewechsel in der Türkei, so wie in den arabischen Ländern bereits vollzogen? Wollens sie jemand der besser nach ihrer Pfeife tanzt? Ich meine nicht, denn Erdogan macht ja alles was ihm befohlen wird. Der Stellvertreter von Erdogan, Vizepremier Ali Babacan, war auch bei Bilderberg in Watford, was dafür spricht, der Westen steht zu Erdogan. Die Demonstrationen scheinen ein echter Ausdruck der Unzufriedenheit in der Türkei zu sein. Was möglich ist, Erdogan wird wegen der landesweiten Proteste eine Ablenkung suchen. Die Einzige Ablenkung die Erdogan zur Verfügung steht ist die welche alle Despoten nutzen wenn sie grosse innenpolitische Probleme haben. Ein Krieg mit einem äusseren Feind. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, Erdogan wird den Einmarsch in Syrien mit türkischen Truppen bald befehlen. Er hat ja schon mehrmals durch Provokationen versucht einen Angriff zu begründen, nämlich mit dem Eindringen der Phantom in syrischen Luftraum, der Beschuss des eigenen Territorium mit NATO-Granaten und mit der Behauptung, hinter dem Terroranschlag von Reyhanli stecke der syrische Geheimdienst. Diese False-Flag-Operationen wurden ihm aber nicht abgekauft. Sollten die Proteste in der Türkei anhalten und das Regime in Ankara diese nicht unterdrücken können, dann muss Erdogan noch mehr zum Hilfsmittel der Ablenkung greifen und die Invasion von Syrien vornehmen. Irgendeinen selbst inszenierten Vorfall zum Beispiel mit Giftgas kann man leicht Syrien in die Schuhe schieben. Der einzige Grund warum noch kein Angriff gegen Syrien stattgefunden hat ist weil Washington noch nicht grünes Licht dazu gab. Es gibt Kräfte dort die meinen, das Risiko ist zu gross und die Zeit ist noch nicht reif, hauptsächlich wegen dem Widerstand Russlands. Die Zionisten wollen aber eine Invasion Syriens, um damit den Iran zu provozieren und auch Russland dazu zu bringen darauf zu reagieren. Es ist ganz klar, wenn türkische Soldaten in Syrien einmarschieren dann muss der Iran und Russland gegen die Türkei handeln. Daraus ergibt sich wiederum ein Bündnisfall der NATO und eine ganze Kettenreaktion an Folgen mit der Einbeziehung von Amerika. Aber genau das wollen die Zionisten, den grossen Krieg, der dann die beiden Machtblöcke auf der Welt zusammenstossen lässt. Das Ziel ist eine komplette gegenseitige Zerstörung und die Zionisten bleiben als lachende Dritte übrig, um die ganze Macht zu übernehmen. Nach meinen Beobachtungen und Analyse könnte es in der Türkei bald zu einem Bürgerkrieg kommen. Nämlich zwischen den Anhängern von Erdogan plus den Kräften die eine Islamisierung wollen und denen die eine strikte Trennung zwischen Religion und Staat laut Atatürk verteidigen. Ein Kampf also zwischen den Islamisten und den Säkularen. Die aufgestauten Emotionen sind so stark und der Hass zwischen den Parteien so gross, die Voraussetzungen für einen Bürgerkrieg sind gegeben. Diese hasserfüllten Emotionen erlebe ich jeden Tag von den fanatischen Erdogan-Anhängern, die mich mit Mails bombardieren und sogar mit dem Tode bedroht haben, nur weil ich ihren „geliebten Führer“ kritisiere. Das habe ich noch nie bei einer Regierungskritik erlebt. Wenn ich Merkel, Obama oder Cameron kritisiere, dann fühlt sich kein Deutscher, Amerikaner oder Engländer beleidigt und keiner bedroht mich deswegen. Sie können zwischen Regierung und Land unterscheiden. Wenn es um die Türkei geht nicht. Wie wenn man in ein Wespennest sticht fallen die Sturmtruppen von Erdogan über mich her und betrachten eine Kritik an seiner Politik als persönlichen Affront und eine Beleidigung des Landes. Echt schlimm diese fanatische Überreaktion. Deshalb meine ich, bei dieser Intoleranz und dem blinden Hass gegenüber jeden der anders denkt, ist ein Bürgerkrieg sehr wahrscheinlich. Wenn beide Seiten in der Türkei völlig unnachgiebig und starrköpfig sind, Erdogan die Opposition als Terroristen und Staatsfeinde bezeichnet und die Opposition Erdogan als Diktator der die Freiheiten einschränkt, dann kann es nur in einem blutigen Bürgerkrieg enden. Das gleiche passiert übrigens in Ägypten und auch dort hat sich ein explosives Gemisch zusammengebraut. Ägypten steuert eindeutig auf einen Bürgerkrieg zu. In der Türkei wird im Gegensatz zu Ägypten ein Bürgerkrieg sofort alle radikalen islamistischen Kräfte von Ausserhalb anziehen. Das was Erdogan mit Syrien macht, die ausländischen Terroristen ins Land schleusen, wird mit der Türkei selber passieren. Ich habe schon lange davor gewarnt, die Politik von Erdogan wird noch den Terror ins eigene Haus bringen. Wer sich mit der islamistischen Ideologie befasst kennt ihre Denkweise und ihre Ziele. Sie wollen die Türkei von der NATO und von den säkularen Ungläubigen befreien. Sie berufen sich auf die Prophezeiung von Mohammed, eine moslemische Armee wird Konstantinopel zum zweiten Mal erobern wenn die Endzeit gekommen ist. Damit aber Konstantinopel erobert werden kann ist ein Bürgerkrieg in der Türkei als Voraussetzung notwendig. Sollte Erdogan entscheiden, sein Machterhalt ist nur mit einem Krieg gegen Syrien möglich, dann ist der Bürgerkrieg gegeben. Er zeigt ja keinerlei Kompromiss und Verständnis gegenüber seinen Kritikern, die er als Gesindel und Terroristen bezeichnet, die mit Gewalt weggeräumt werden müssen. Den Einsatz der Armee gegen die Opposition hat er auch schon angekündigt, was definitiv ein fataler Schritt wäre. Erdogan sieht sich selber als grossen Krieger, der Schlachten führen muss. Er bezieht sich auch ständig auf die Kriegsfürsten der osmanischen Vergangenheit. Jeder der nicht für ihn ist, ist ein Feind den man vernichten muss. Er ist nicht eine versöhnliche Persönlichkeit die alle Türken vereint. Mit seiner Rhetorik trennt, spaltet und giesst er noch mehr Benzin ins Feuer. Wie kriegerisch Erdogan denkt zeigt die Wahl des Versammlungsort am vergangenen Sonntag wo er zu seinen Anhängern sprach. Er hielt die Rede auf einem Feld am Stadtrand, von wo aus "Mehmet der Eroberer" seinen Angriff auf Konstantinopel startete. Erdogan sieht einen Teil der eigenen Bevölkerung die ihn kritisieren als Todfeinde die man militärisch vernichten muss. Dabei sind es ganz normale Bürger die gegen Erdogan aufbegehren, junge wie alte, Frauen, Männer, Arbeiter, Angestellte, Akademiker und Studenten. Nicht mehr die linken Gruppen oder die militanten Kemalisten wie in der Vergangenheit. Die Menschen merken, die Clique um Erdogan ist nur noch mit Intrigen, Machtkämpfen und Korruption beschäftigt, statt das Land demokratisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Er selber führt praktisch ein absolutistisches Regime das keinen Widerspruch duldet. Ausserdem führt er schleichend eine Islamisierung durch mit Gesetzen die das Leben einschränken. Das wollen aber viele nicht. Sogar die regierungsnahe Zeitung "Zaman" schreibt, Erdogan habe der "nationalen Psyche" einen "enormen Schaden" zugefügt. Man muss die ganze Situation in der Türkei und Syrien im geschichtlichen Zusammenhang sehen. Wer den Koran kennt und sich mit dem Inhalt der „Sūrat al-Rūm“ beschäftigt hat weiss was ich meine. Es geht um die Kriege zwischen Byzanz und Persien und später den Osmanen, um die Eroberung Konstantinopels. Unter „Rūm“, was damals „Rom“ oder „Byzanz“ bedeutete, kann man heute die NATO verstehen. Den offiziellen Namen Istanbul erhielt die Stadt sowieso erst 1930. Nicht vergessen ist das Massaker der Osmanen an der christlichen Bevölkerung Konstantinopels 1453, die Verwandlung der damals 1'000 Jahre alten grössten und heiligsten christlichen Kirche, die Hagia Sophia, in eine Moschee durch die Osmanen, was der echten Lehre des Koran völlig widerspricht, denn das Christentum gilt als „Schriftreligion“ und muss respektiert werden. Die Irrgeleiteten unter den Moslems haben da einen grossen Fehler begangen. Jeder echte Moslem der sich an den Koran hält muss die Christen verteidigen und darf die Massaker die jetzt in Syrien durch die Terroristen stattfinden, die Zerstörung von Kirchen und Kloster, in keiner Weise dulden. Deshalb sind die sogenannten „Wächter des Islam“ wie die al-Nusra Brigaden und andere die im Namen „Allah“ die schlimmsten Untaten begehen, gar keine Moslems, sondern abscheuliche und gottlose Verbrecher. Sie werden in der ewigen Verdammnis ihre Todsünden büssen. Wer wehrlosen Gefangene die Köpfe abschlägt und Organe raus reisst und isst, hat mit einem Gottgläubigen nichts zu tun. Die regierenden Scheichs der Golfstaaten, die sie finanzieren und bewaffnen, sind Marionetten der Zionisten, Verräter am Islam und nur Anbeter des Mammon. Wer wie die Wahhabiten in Mekka und Medina die ganze islamische Geschichte aus der Zeit Mohammed zerstört und in die Luft sprengt, um Supermärkte und Hotels darauf zu bauen, ist kein Moslem. Ein Angriff der Türkei gegen Syrien wird einen unvorstellbaren Wandel in der Region bewirken. Ein Bürgerkrieg ist dann die Folge. Im Vielvölkerstaat bestehend neben den Türken aus Kurden, Zaza, Aramäer, Lasen, Armenier, Griechen, Tscherkessen, Albaner, Bosniaken, Araber, Tschetschenen, Juden, Roma und zahlreiche weitere Ethnien, werden alte Ressentiments hervorkommen und gewaltsam dann ausgetragen und zu einem ähnlich zerrissenen Staat wie das benachbarte Syrien führen. Dazu noch, dieser Bürgerkrieg wird wie gesagt eine grosse Zahl an radikalen Dschihadisten von überall anlocken. Erdogan hat ihnen eh schon einen Versammlungsort an der Grenze zu Syrien eingerichtet. Genau so wie sie ihren Terror in Syrien verbreiten, können sie in der Türkei dann wüten. Aber es wird nicht nur einen gewaltsamen Tumult in der ganzen Region bewirken, es wird der Anfang eines Weltkriegs bedeuten. Es wird die zwei Supermächte aneinander geraten lassen und wie oben gesagt, genau das sein was die Zionisten wollen. Die Proteste gehen weiter in der Türkei, nur es wird eine andere Methode angewendet. Die Staatsgewalt hat die Demonstranten verjagt, aber der Wille sich auszudrücken ist geblieben. Es findet der stille Protest statt, in dem man ruhig auf den Plätzen dasteht. Oder es werden Schuhe aufgestellt als Symbol für die Menschen die getötet wurden. Was die Demonstranten entdeckt haben, zum ersten Mal sind Leute mit völlig unterschiedliche Ideologien und Agenden zusammengekommen und haben gemeinsam für Demokratie und freie Meinungsäusserung sich eingesetzt. Da die meisten türkischen Medien in der Berichterstattung über die Proteste versagten, holten sich die Menschen die Nachrichten aus dem Internet. Diese Form der gegenseitigen Information hat Erdogan wütend gemacht und er hat Twitter als Gefahr für die Gesellschaft bezeichnet. Laut neuesten Meldungen arbeitet die Regierung ein neues Gesetz aus, um die sozialen Medien einzuschränken oder ganz zu verbieten. Der Vizeparteichef der AKP, Ali Shin, sagte, "Ein falscher Tweet ist gefährlicher als eine Bombe. Die Regulierung der sozialen Medien ist ein Muss." Was Erdogan von der Demokratie hält hat er 1998 zum Ausdruck gebracht, als er von einem religiösen Gedicht, das Ziya Gökalp zugeschrieben wird, folgendes zitierte: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten". Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Gibt es einen Bürgerkrieg in der Türkei? http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2013/06/gibt-es-einen-burgerkrieg-in-der-turkei.html#ixzz2WqHX10hZ

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