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Donnerstag, 23 Oktober 2014 13:44

Mit uns durch Iran – Teil 44

Mit uns durch Iran – Teil 44
Im Namen Gottes. Seid gegrüßt liebe Hörerfreunde bei der 44. Folge unseres Reiseberichtes „Mit uns durch Iran“. Wie Sie sich bestimmt erinnern, sprachen wir letzte Woche darüber, dass die Provinz Ost- Aserbaidschan neben historischen Denkmälern auch von ihrer Landschaft und Natur her sehr reich und anmutig ist. Aus diesem Grund gehört sie auch zu den wichtigen touristischen Orten des Landes, in denen die Natur für Besucher im Vordergrund steht. Wir sprachen über den hohen und grünen Berg Sahand und besichtigten das Dorf Kandowan. Heute geht die Rundreise weiter. Bleiben Sie bei uns 
Ost-Aserbaidschan hat natürlich weit mehr zu bieten als die bisher genannten Attraktionen. Das Naturschutzgebet Arasbaran steht auf der Liste der UNESCO und wird jährlich von zahlreichen in- und ausländischen Touristen besucht. In nicht allzu langer Vergangenheit wurde ein großer Teil der Ländereien am Aras-See im Nordwesten Irans Arasbaran genannt. Diverse Gründe jedoch, wie die Zerstörung der einzigartigen Wälder, führten dazu, dass das Gebiet sich heute auf die Provinzstädte Kaleybar und Ahar beschränkt. Dieses Gebiet ist über 80.000 Hektar groß; es befindet sich im Nordwesten von Ost-Aserbaidschan zwischen den drei wichtigen Flüssen Aras im Norden, Ilangeh-Tschai i Westen und Kaleybar-Tschai im Osten, im Süden liegen die Anhöhen Saigram. Von der Ökologie, den sozialen, politischen, wirtschaftlichen und historischen Strukturen her ist die Region einzigartig in Iran. Die besonderen natürlichen, klimatischen, traditionellen, ethnischen und nationalen Eigenschaften sondern die Region von anderen Teilen von Ost-Aserbaidschan ab. Arsbaran ist als Jagdgebiet und für seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Anziehung von Bedeutung; daneben sind die seltene Flora und Fauna, die weiten Landschaften und die hohe Anfälligkeit der Region Gründe dafür, dass sie 1971 zum Sperrgebiet und zwei Jahre später zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Aufgrund seiner beeindruckenden und unangetasteten Natur bietet Arsbaran den Lebensraum eines seltenen Vogels, des Gharah Khurus, auf Deutsch den Schwarzen Hahn. Die UNESCO setzte Arsbaran als Biosphärenreservat auf die Liste der wertvollen Naturlandschaften der Welt. Es zählt zu den neuen Biosphärenreservaten Irans. Arsbaran umfasst unterschiedliche Arten von Felsen, Wäldern, Weiden, Flüssen und ein breites Spektrum an Lebensräumen. Diese reichhaltige natürliche Beschaffenheit bietet vielen großen Säugetieren wie Ziegen, Wildschweinen, Steinböcken, dem Braunbär sowie Wölfen und Panthern den Lebensraum. Auch die Vogelwelt ist hier zahlreich vertreten, von Wasservögeln bis zu den Landvögeln. Im Naturschutzgebiet Arsabaran leben 215 Vogelarten, 29 Arten von Reptilien, 5 Amphibien, 48 Säugetieren und 17 Fischarten. Maral, der rote kaspische Hirsch, eigentlich in Arsbaran ausgestorben, wurde aus dem Nationalpark Golestan hergebracht. Es wurden sieben Hirsche auf ein Gelände von sieben Hektar im Forschungszentrum Ayanlou freigelassen; sie haben sich nun auf 17 vermehrt und damit scheinen sie sich in dieser Region wiederzubeleben. Die Flora in Arsbaran gehört ebenfalls zu den natürlichen Attraktionen der Region; je nach Jahreszeit wechselt die Landschaft in ein anderen prachtvolles Bild. Der ständige Wechsel der Aussicht und der Wechsel von Flachland und Berg ist in der ganzen Region bemerkbar. Weiden mit hohem Gras und Sträuchern, Buschland mit Nadelbäumen, Steppen und Weidenland liegen in den kühleren Teilen. Die Waldlandschaft besteht aus Hainbuchen, Ahorne, Rhus, Berberitzen, wilde Granatäpfel und wilde Birnen und Äpfel; der dichte und feuchte Wald verleiht der Fauna noch mehr Fülle. Laut Statistik wurde bislang 1300 Pflanzenarten im Arsbaran-Naturschutzgebiet registriert. Neben den ökologischen und natürlichen Reichtümern bietet die Region auch ein reiches historisches und kulturelles Erbe. Zahlreiche historische Bauten wie Schlösser sind aus alten Zeiten erhalten geblieben, die von der Tapferkeit der Menschen zeugen. Es ist auch interessant zu wissen, dass in Ost-Aserbaidschan zahlreiche kleinere und größere Lagunen hauptsächlich um die Städte Maragheh und Haschtrud liegen. Zu den wichtigsten können die Lagunen „Gharah Gheschlagh“, „Ghouri Gol“, „Alma Goli“, „Ghobadlou“, „Mahi-Abad“, „Yanigh Goli“ und „Ghuschali“ gezählt werden. In Gharah Gheschlagh am südöstlichen Ufer des Urumieh-Sees hat sich ein günstiger Lebensraum für Wasservögel und Weidentiere wie Hühner und Ziegen gebildet. Gharah Gheschlag ist eine international anerkannte Lagune. Die Lagune Ghouri Gol liegt nur 40 Km westlich von Täbris und bietet Wasservögeln, wie etwa der Weißkopfente sehr günstiger Lebensbedingungen. Auch diese Lagune steht auf der internationalen Liste. Diese Region bietet eine der schönsten Naturphänomene im Land nämlich den Asiab-Kharabeh (oder Kharaba Deyraman) -Wasserfall. Er liegt 135 km nördlich der Stadt Täbris und an der Grenzregion von Djolfa in einem schönen Tal, der ebenfalls Kharaba Deyraman genannt wird. Die Grenzregion Djolfa hat ein besonderes Klima, hohe Temperaturen und warme Winde. Die ganze Region ist überzogen mit Steppen- und Dornenpflanzen, wo weniger Grün durchkommt. Daher zeigt sich das grüne und fröhliche Tal Kharaba Deyraman und die herrliche Landschaft nach der Steppe umso erstaunlicher und freudebringender. In der Talsohle fließt friedlich ein Bach, der von den Bergquellen gespeist wird. An den Quellen sind Feigenbäume gewachsen. Die Quellen bilden auf ihrem Weg zur Talsohle teilweise schöne Bilder, es geht auf und ab und manchmal bilden sich kleinere und größere Wasserfälle an den Berghängen von Arsbaran, einzigartige Kunstwerke! Wo das Wasser runter rieselt, bedeckt das Moos die Steine und den Boden. Das einzigartige Schauspiel von Wassergeräuschen und der kühlen Luft ist bezaubernd und ergreifend. Naturliebhaber kommen hier vollkommen auf ihre Kosten. Zuvor befand sich hier noch eine Mühle, die mit dem Wasserfall verbunden war. Doch nun ist nur noch eine Ruine übrig, daher auch die Bezeichnung „Asiab-Kharabeh“ – die zerstörte Mühle. Wir sind wieder mal am Ende der heutigen Sendezeit. Wir hoffen, wir konnten Ihnen ein Bild von dieser Region übermitteln. So bleibt uns nur der Abschied bis zum nächsten Mal. Khodahafez!

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