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Donnerstag, 23 Oktober 2014 13:41

Mit uns durch Iran – Teil 39

Grüß Gott und Hallo an unsere treuen Zuhörerinnen und Zuhörer.Wir sind wieder mit einer neuen Folge aus der Reise „Mit uns durch Iran“ bei Ihnen. Sie hören heute die 39. Folge. Wie Sie wohl noch wissen, waren in der Provinz Ostaserbaidschan unterwegs, im Nordwesten Irans. Wir haben die Stadt Täbris, die Hauptstadt der Provinz, besucht. Heute schauen wir uns etwas genauer in dieser historischen Stadt um.
 Museen sind im Allgemeinen der beste Weg, um Werke aus der Vergangenheit kennen zu lernen. Im Kulturleben der Menchen spielen die Mussen eine wesentliche Rolle. Die Provinz Ostaserbaidschan führt zurzeit 14 Mussen für Kultur, Naturkunde und viele andere kleinere und größere Mussen, damit ist die Provinz zu einem Museenstandort aufgestiegen. Die Stadt Täbris war unter verschiedenen Herrschern fünfmal zur Haupstadt gewählt worden. Sie beherbergt wertvolle historische Denkmäler und Bauten und reichhaltige Museen. All diese Werke repräsentieren einen Teil der Geschichte Irans. Das Aserbaidschan-Museum gehört zu den größten Museen Irans und befindet sich im Stadtzentrum neben der Blauen Moschee. Das Aserbaidschan-Museum wurde 1962 eröffnet. Mit 3000 Ausstellungsfläche wurde sie in drei Stockwerken angelegt. Hier werden historische Denkmäler aus dem 5. Jahrtausend vor Christus bis zur gegenwärtigen Zeit ausgestellt. Das Museum bietet eine Zeitreise durch die iranische Geschichte, Kultur und Kunst im Nordwesten des Landes. Die ältesten Ausstellungsstücke bestehen aus einer kleinen Sammlung von Tongefässen aus dem 5. jahrtausend vor Christus. Besondere prähistorische Werke, Steine mit Malereien von Tieren und Pflanzen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus sind hier ebenfalls zu besichtigen. In der Abteilung für frühgeschichtliche Funde sind die Körper einer Frau und eines Mannes aus dem ersten Jahrtausend vor Christus ausgestellt. Sie wurden bei den Ausgrabungen auf dem Gelände der Blauen Moschee 1999 entdeckt. Im Aserbaidschan-Museum wurde neuerdings die Abteilung für alte Höhlenmalerein eingeführt. Grabsteine aus verschiedenen Epochen, aus Stein gehauene Steinböcke, Steinskulpturen, Skulpturen von Menschen und alte Steintafeln mit Inschriften stehen zur Besichtigung. In einem anderen Teil sind wertvolle Münzsammlungen aus verschiedenen Epochen ausgestellt. Neben den historischen Funden widmet sich ein Teil des Museums der zeitgenösischen Kunst. Große Skulpturen mit dem Motiv „Mensch im heutigen Zeitalter“ von dem stilvolle Täbriser Künstler Ahad Husseini sind hier ausgestellt. Aus Sicht dieses Bildhauers ist der zeitgenössische Mensch mit zahlreichen Plagen wie Krieg, Armut und Ungerechtigkeit konfrontiert. Interessant zu wissen, dass bis jetzt 11.000 Kulturgegenstände im Museum aufgenommen und registriert worden sind, aber aus Mangel an Platz und Mittel sind nur 2300 Gegenstände ausgestellt. Das Aserbaidschan-Museum ist ein wertvoller Schatz, der jährlich von Tausenden iranischen und ausländischen Touristen besucht wird. Wenn wir durch die Altstadt von Täbris wandern, stoßen wir auf Häuser, die in ihrer Komposition eine angenehme Stadtstruktur bilden und eine wertvolle Sammlung gestalten. Täbris wurde vom hohen Rat für Städtebau und Architektur zu einem der sechs Kulturstädte Irans gewähhlt, demnach wurde viel zu Erkennung und Vorstellung alter Wohnhäuser in Täbris getan. Man renovierte die Gebäude, manche haben neuen Verwendungszweck gefunden. Ein beispiel dafür ist das Haus von „Scharbat Oghli“, das in ein Kulturhaus umgebaut wurde oder das „Ghadaki“-Haus, das nun als Architektur-Fakultät der Universität Sahand dient. Das Haus der „onstitution“ genießt unter diesen Gebäuden besondere Bedeutung. Dieses alte Gebäude stammt aus der Zeit der Kadscharen und befindet sich im westlichen Flügel vom Täbriser Basar. Heute ist es das „Museum der Konstitution von Täbris“. Die Provinz Aserbaidschan und besonders die Stadt Täbris spielten eine große Rolle beim Sieg der konstitutionellen Revolution vor über 100 Jahren. Mit der Gründung eines Museums im Haus der Konstitution, in dem Dokumente und Werke von den großen Führern dieser Revolution sowie Unterlagen und Fotos sowie Dokumentation über die Ereignisse rund um die Revolution gesammelt sind, wurde ein notwendiger und angebrachter Schritt unternommen. Von 1975 an hat man alle Andenken, Gegenstände und Dokumente zu diesem Thema und diesem Abschnitt der iranischen Geschichte vom Aserbaidschan-Museum sowie die Geschenke der Bürger sowie der Führer und Kämpfer dieser Revolution eingesammelt und schließlich das Konstitutionelle Museum eröffent. Das Gebäude des Museums zählt zu den schönsten in Täbris. Der erste Besitzer war Hadsch Mahdi Kuze-Kanani. Während der 11-monatigen Auseinandersetzungen zwischen Einehiten der despotischen Regierung und der Konstitutionellen, die zum Sieg der Revolutionäre führten, war das Gebäude Kommandozentrum der Freiheitskämpfer. Das Gebäude wurde auf einer Fläche von 1200 Qm gebaut. 1975 wurde es in der Liste der nationalen Denkmäler Irans aufgenommen. In dem Museum sind alle Dokumente und werke aus der Zeit der Kämpfe um die konstitutionelle Revolution gesammelt worden, von persönlichen Utensilien der Führer, Schriftstücke, Befehle und Handschriften sowohl von den Revolutionären als auch den Staatsmännern. Dazu wurden auch alle Zeitungen und Zeitschriften aus dem Lager der Revolutionäre sowie viele weitere Werke ind iesem Zusammenhang hierher gebracht. Angesichts dieser Fülle an wertvollen Unterlagen kann man dieses Museum als einen beispiellosen Schatz der zeitgenössischen Geschichte Irans nennen. So Freunde, nach unserem Spaziergang durch die Museen in Aserbaidschan möchten wir euch mit dem bekannten Erhohlungsort Schah-Goli (Eol-Goli türkisch) bekannt machen. Schah-Goli ist eines der wichtigsten Ausflugsorte in Täbris. Mit dem Ausbau der Stadt liegt es nun mitten in der Stadt. Eigentlich handelt es sich dabei um eien Garten, der um einen großen Bassin angelegt ist. Der Bassin oder Teich ist etwa 5.5 Hektar groß und fasst rund 2000 Kubikmeter Wasser. Wegen seiner Größe und Pracht wurde der Teich früher Schah-Goli (der große Teich) genannt, doch nach der Revolution wurde er umbenannt in Eol-Goli. Mit der Machtergreifung der Safaviden wurde der Teich zum größten Wasser reservoir zur Bewässung von Gärten in östlichen Teilen von Täbris. Man zog eine Steinmauer um den Teich. Unter den Kadscharen wurden Straßen angelegt und Bäume wie Trauerweiden und Blumen in mhreren Reihen gepflanzt, um das Gelände zu zieren und für frische Luft und sauberes Wasser zu sorgen. Der Palast Eol-Goli liegt mitten im Teich. Unter Sultan Yaghub Agh Ghuyunlu wurde er gebaut und unter den Safaviden ausgebaut. Ein safavidischer Prinz, Ghahreman Mirza mit Namen, baute weiter an dem Gebäude und entwickelte es zu einem königlichen Kurort. In den vergangenen Jhren urde anstelle des alten Gebäudes ein neues gebaut, das nun als Restaurant genutzt wird. Auch für ausländische Touristen und sonstige Gäste ist nun gesorgt, indem man ein Fünf-Sterne-Hotel neben der Anage baute. Beenden wir nun unser heutiges Programm, denn die Zeit leider um. Aber nächste Woche geht’s weiter. Also bis dahinn: Khoda Hafez!

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