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Freitag, 18 November 2011 14:11

Lorestan

Lorestan
Lorestan oder Luristan ist eine der 30 Provinzen des Iran und liegt im Südwesten am Zagrosgebirge. Die Hauptstadt ist Chorramabad, in der sich auch die bekannte Burg Falak-ol-Aflak befindet. Die Falak-ul-Aflak-Burg gilt als die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Provinz Lorestan in der Islamischen Republik Iran.

Der Gebäudekomplex gilt als eines der bedeutsamen architektonischen Erbe aus der Zeit der Sassaniden. Der Grundriss des Baus umfasst ca. 300 m x 400 m. Die Höhe der Türme erreicht 40 m. Ursprünglich gab es zwölf Türme, von denen nur zwei bestehen. Die Burg verfügte über eigene Wasserbrunnen. Zudem verfügt die Burg über ein eigenes Entfeuchtungssystem. Der Name bedeutet so viel wie "Horizont der Horizonte" oder "Morgendämmerung der Dämmerungen".

  

Die Provinz umfasst 28.294 Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 61 Einwohner pro Quadratkilometer. Die größeren Städte sind: Chorramabad, Borudscherd, Aligudarz, Dorud, Kuhdascht, Azna, Delfan, Selseleh, und Pol-e Dokhtar. Der Name der Provinz bedeutet wörtlich „Land der Luren“.

Die Luren oder Loren sind ein iranisches Volk im westlichen Iran, im Gebiet Lorestan des alten Persiens am Rande des Zagros-Gebirges (in der heutigen Islamischen Republik Iran entspricht dies den Provinzen Lorestan, Ilam und Teilen von Fars und Chuzestan).

Von der Abstammung gehören sie zu den iranischen Völkern, ihre Kleidung ähnelt jener der alten persischen Stämme vor Jahrhunderten.

           

Ihre Sprache Lorī ist eine iranische Sprache und eng mit dem Persischen verwandt. Lori wird in zwei Haupt-Dialekte geteilt: Lure Bozorg („größeres Lur“) im Süden, der von den Bachtiyaris gesprochen wird, und Lure Kuchik („kleineres Lur“) im Norden von den Luren selbst. Sowohl die Luren im Norden als auch die im Lorestan lebenden Kurden teilen sich außerdem in die Gruppen Poshte Kuh („jenseits der Berge“) und Pishe Kuh („diesseits der Berge“). Bis zum 20. Jahrhundert lebte die Mehrheit der Luren als nomadische Hirten, mit einer kleinen städtischen Minderheit in der Provinzhauptstadt Khorramabad.

Lorestan ist in der Nordwest-Südost-Ausdehnung 640 km lang und zwischen 160 und 180 km breit. Das Gebiet ist sehr gebirgig. Der Zagros zieht sich von Nordwesten nach Südosten quer durch Lorestan. Der höchste Gipfel ist der Oschtoran Kuh mit 4.050 m und die niedrigsten Täler liegen auf 500 m Höhe.

              

Wichtige Flüsse des Irans entspringen hier im Gebirge: der Zayandeh Rud, Dscharahi, Karun, Dix, Abi und der Karkheh. Es gibt viele fruchtbare Felder und Hügel. Das Klima ist ein humides Kontinentalklima

In Chorramabad fallen im Durchschnitt 530 mm Niederschlag pro Jahr und in den Bergen bis zu 1270 mm. Die Monate Juni bis September sind ziemlich trocken. Die Temperaturen liegen zwischen 12 und 32 °C in Chorramabad im Sommer und im Winter zwischen −2 bis 8 °C.

   

Lorestan ist eine der ältesten Regionen des Irans und ist größer als die heutige Provinz Lorestan. Es gibt hier seit dem 3. und dem 4. Jahrtausend v. Chr. Siedlungen. Die Region war erst unter der Herrschaft der Sumerer, dann der Elamiter, bis die Perser um 600 v. Chr. hierhin einwanderten. Lorestan gehörte dann zu den Perserreichen der Achämeniden, der Parther und der Sassaniden.

660 n. Chr. eroberten die Araber diese Region und später kam sie wieder unter die Herrschaft der Perser. Die heutigen Bewohner der Provinz sind größtenteils Luren, von denen man annimmt, dass sie aus der Gegend des Kaspischen Meeres einwanderten. Des Weiteren leben noch Bachtiaren und Kurden hier. Vom 12. bis zum 15. bzw. 16. Jh. herrschten hier die kurdischen Atabegs von Luristan.

                          

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