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Samstag, 29 Oktober 2011 14:45

Meidan-e Imam Platz Isfahan

Meidan-e Imam Platz Isfahan
Meidān-e Emām („Platz des Imams“), im historischen Zentrum der Stadt Isfahan, Iran gehört mit fast 9 Hektar Fläche zu den größten Plätzen der Welt. Er stellt ein wichtiges Zeugnis des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens Persiens im safawidischen Zeitalter dar und wurde 1979 als bedeutende historische Stätte in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.     Abbas I. ließ den Platz zwischen 1590 und 1595 unter dem ursprünglichen Namen Naqsch-e Dschahān („Abbild der Welt“) südwestlich des bisherigen Stadtzentrums anlegen. Der Platz bildet ein längliches Rechteck von 560 Metern Länge und 160 Metern Breite und ist nahezu exakt in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Zum Zeitpunkt seiner Anlage war er der weltweit größte Platz und zählt bis heute zu den größten öffentlichen Plätzen der Welt. Er wurde gleichermaßen als Marktplatz, Gerichtsort, Spielfeld und Festplatz geplant und ist von bedeutenden, monumentalen Bauwerken umgeben: Königspalast, Moschee und Basar, die ihrerseits durch eine zweistöckige, den Platz umrahmenden Arkatur verbunden sind. So fügen sich der Platz und die ihn umgebende Bebauung zu einem geschlossenen Ensemble, das die Verknüpfung von Weltlichem mit Geistlichem, von Kultur und Religion mit Handel und Kommerz symbolisieren soll.     Das Areal und seine Gebäude bilden den Mittelpunkt der Stadt und sind der Grund, dass die Schönheit Isfahans im Persischen sprichwörtlich wurde (mit einem phonetischen Wortspiel zu Naghsch-e Dschahān, dem ursprünglichen Namen des Platzes): Esfahān, nesf-e Dschahān, „Isfahan, die Hälfte der Welt“.     Das Panoramaphoto oben und die Zeichnung aus dem frühen 18. Jahrhundert rechts zeigen den monumentalen, fast 90.000 Quadratmeter großen, von umlaufenden doppelstöckigen Arkaden eingefassten Platz im Überblick, wobei auf den Abbildungen der Westen rechts, der Osten links, der Süden oben und der Norden unten liegen. An den Schmalseiten des Platzes erheben sich zwei mächtige und reich verzierte Eingangsportale. Im Süden – auf den Abbildungen oben – steht das prächtige Eingangstor zur Königsmoschee, die heute Masdsched-e Emām heißt, und im Norden der breite, aber vergleichsweise einfach gestaltete Zugang zum Basar. Im Westen – auf den Abbildungen rechts – liegt die Ali Qāpu, die Hohe Pforte, die als Eingang zum Gartenpalast des Schahs und gleichzeitig als Aussichtsplattform fungierte. Ihr gegenüber, im Osten, fügt sich das Eingangsportal des privaten königlichen Bethauses Masdsched-e Scheich Lotfollāh in die Arkaden ein. Der Platz ist 560 Meter lang und 160 Meter breit. Heutzutage ist das Areal immer noch prägender Mittelpunkt der Stadt und ihres kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Gleichzeitig gehört er zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Iran. Der Platz wird heute von formalen, parkartigen Grünanlagen und einem riesigen Wasserbecken mit Springbrunnen in seiner Mitte dominiert, die Arkaden dienen als Flaniermeile, hinter denen Geschäfte, Handwerkerstände, Restaurants und Teestuben zum Besuch einladen.      

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