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Dienstag, 13 September 2011 16:47

Kashan

Kashan
Kashan  (persisch ‏كاشان‎)  ist eine Stadt in der Provinz Isfahan im zentralen Hochland von Iran (etwa 200 km südlich von Teheran) mit einer bedeutenden Textilindustrie.

Der persische Name für „Fliese“, (Kashi) leitet sich vom Namen der Stadt ab, denn im Mittelalter besaß Kaschan eine bedeutende Keramikindustrie. Die Kernstadt hat etwa 310.000 Einwohner, zusammen mit den Vororten etwa 400.000. Sie liegt am Nordrand des Kuhrud-Gebirges ( das Kuhrud-Gebirge gehört zu den größeren Gebirgszügen des Iran. Es ist etwa 1000 km lang und erreicht mit einigen Gipfeln Höhen über 4000 Meter) am Rande der zentraliranischen Wüste. Sie ist umgeben von der ersten großen Oase entlang der Straße von Qom nach Kerman. Nach ihr wurden die Kaschanteppiche (eine klassische Art von Perserteppichen) benannt, die im 16. Jahrhundert unter den Safawiden weithin berühmt waren und vermutlich auf die Seldschuken und deren Invasion im 11. Jahrhundert zurückgehen. 
                                               

Heute ist Kaschan ein bedeutendes Zentrum der iranischen Textilindustrie, die meisten der mechanischen Teppichwebstühle stehen in Kaschan. Im Jahr 1974 wurde als erste Hochschule die Universität von Kaschan gegründet, an der etwa 4.500 Studenten eingeschrieben sind. 1986 folgte dann die Kaschan-Universität für Medizin. 40 km südöstlich von Kaschan befindet sich nahe der Stadt Natanz.

In Kashan gibt es eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. An erster Stelle soll hier die Grabmoschee des Safawiden-Schahs Abbas I (1571-1629) genannt werden. Sehenswert ist weiterhin der Basar mit seinem überkuppelten Dach. 
 
                               


In ihm gibt es einen ehemaligen Hamam, der heute als Teehaus genutzt wird. In seinem Umfeld liegen die wichtigsten Moscheen und Medresen Kashans. 

                                         


Zu besichtigen sind weiterhin eine Reihe von Wohnhäusern reicher Kaufleute aus der Qadjaren-Zeit. Wie das Tabatabai Haus und das Borugerdi Haus.

         
                                                                           

Ein Höhepunkt ist der paradiesische, ummauerte Fin-Garten, der mit seinem Baumbestand, seinen künstlichen Wasserläufen und dem ehemaligem Hamam eine Oase inmitten der staubigen Landschaft ist.
      
                                     
                   

Fast jeder Deutsche kennt die berühmten Teppichmuster aus Kashan, meist in kräfigen roten, warmen Tönen und mit floraler Ornamentik. Bis vor hundert Jahren verfügte Kashan über die größte und führende Teppichporduktion im Iran. Kashan ist berühmt für die Planzen- und Naturfarbenherstellung, die früher im ganzen Land für die Teppichproduktion verwendet wurden.
                                      

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