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Sonntag, 04 September 2011 10:35

Ali- Qapu Palast Isfahan

Ali- Qapu Palast Isfahan
Die Sternstunde der Stadt Isfahan oder Esfahan, wobei letzteres näher an der Aussprache liegt, begann als der Safawidenherrscher Schah Abbas I. ums Jahr 1600 seine Hauptstadt hierher verlegte.
Diese Stadt ist der Traum eines jeden Reisenden . Schah Abbas I. , liess aus allen Teilen des Reiches Künstler und Handwerker zur Verschönerung der Stadt berufen. Mit ihren grosszügigen Plätzen und Gartenanlagen, den wohlgestalteten Brücken über den Zayandeh Rud, den repräsentativen Palästen und prächtigen Moscheen galt Isfahan bald einmal als eine der schönsten Städte der Welt. Das Herzstück der Stadt Isfahan bildet ein grosser zentraler Platz, an welchem sich einige der bedeutenderen Moscheen und Paläste finden. Es ist der Platz der Plätze, es ist der Meydan-e-Imam , auch als Meydan-e-Naqsh-e-Djahan bekannt.



Am westlichen Ende des Imam-Platzes gelegen, besticht der Ali Qapu Palast auf den ersten Blick durch das 48 Meter hohe Portal, durch das man über eine interessante Spiral-Brücke auf sieben Korridore gelangt. Herausragendes äusseres Merkmal ist seine gegen den Platz hin orientierte Veranda mit 18 hölzernen Säulen.



Von ihr aus Blickt man über den Platz hinweg zu den beiden gänzlich in andern Farben gekachelten Kuppeln der Shaikh Lotfallah und der Imam Moschee. Bei letzterer kann man auch gut den eingefügten Knick zwischen Vorportal und eigentlicher Moschee erkennen. Dieser architektonische Trick erlaubte es, die Gebetshalle nach Mekka hin aus zu richten, während es vom Platze aus gesehen den Anschein machte, all sei diese harmonisch in den Grundriss des Platzes eingefügt. Einer der vielen Säle im Ali Qapu Palast weist eine ganz besondere Art von Verzierungen auf: Vor die Wand und Deckenzone wurde eine Verschalung aus Gips gelegt, in welche die Umrisse von Gefäßen verschiedenster Form und Größe eingeschnitten wurden. Diese Struktur samt der darin untergebrachten Glas- und Metallflakons sollen zu einer ganz besonders geschätzten Akustik geführt haben, die von Musikanten sehr geschätzt worden sei und dem Raum die Bezeichnung Musikzimmer eingetragen hat .

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Erbaut wurde der Palast im frühen 17. Jahrhundert auf Geheiß von Shah Abbas dem Großen. Bestechend schön sind die naturalistischen Wandmalereien von Reza Abbassi, dem Hofmaler von Shah Abbas I., und seinen Schülern.

 

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