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Mittwoch, 28 Oktober 2015 10:02

Friede durch Abrüstung möglich

Friede  durch Abrüstung möglich
  Jedes Jahr wird vom 24. bis 30. Oktober die internationale Abrüstungswoche begangen.  Diese Woche wurde 1978 von der UNO gegründet, um etwas für die Kontrolle, Reduzierung bzw.

Vernichtung oder das Verbot von Waffen zu tun. In der Abrüstungswoche sind die Anhänger des Friedens und internationale Organisation besonders darum bemüht, die Völker davon zu überzeugen, dass Massenvernichtungswaffen wie die Atomwaffe abgeschafft werden müssen.

Man unterscheidet  nach konventionellen und unkonventionellen Waffen. Zu den letzteren gehören bekanntlich die atomaren, chemischen und biologischen Waffen, kurz ABC-Waffen genannt. Konventionelle Waffen sind dagegen Waffen die zur Herstellung für die interne Sicherheit und die Sicherheit der Grenzen eingesetzt werden und für die international kein Verbot besteht.

Die Explosion der ersten  Atombombe über Hiroshima erfolgte nur zwei Monate nach Unterzeichnung der UN-Charta in San Francisco. Diese unglaubliche Aggression der USA ließ neue Forderungen nach der Kontrolle der Nuklearrüstung und Festigung des Friedens und der Sicherheit auf der Welt lautwerden.  Es wurde eine Kommission für Atomenergie gebildet, die Vorschläge zur Garantie für die friedfertige Anwendung der Nuklearenergie und Räumung der atomaren Rüstung erarbeiten sollte, und dies spiegelt die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich der großen Gefahren solcher verheerenden Waffen wieder.

Vor zwei Jahren schlug die Islamische Republik Iran am 26.  September 2013 vor, dass ein Tag im Jahr zum Tag der Vernichtung der Atomwaffen ernannt wird. Der iranische Außenminister hat dieses Jahr (2015)  auf der UN-Vollversammlung  zur Würdigung dieses internationalen Tages in Vertretung der 120 Mitgliedsländer der Blockfreien Staaten gesagt:  „Die anhaltende Existenz von Atomwaffen ist die größte Gefahr für die Menschheit  und die einzige volle Garantie gegenüber dieser Gefahr oder dem Einsatz dieser mörderischen Waffen, besteht in ihrer vollständigen Vernichtung.  Die atomare Abrüstung wird daher ein vorrangiges Anliegen der Blockfreien Länder bleiben.“

Der iranische Außenminister kritisierte die Länder, die im Besitz von Atomwaffen sind, und sagte:  „Diese Länder haben keinerlei Fortschritt hinsichtlich der Vernichtung der Atomwaffen gemacht. Atomwaffen sind nach wie vor Teil ihrer Sicherheitspolitik.  Während  sie ihre Arsenale mit Atomwaffen erneuern, haben sie auch Pläne für die Forschung über den Bau von neuen Nuklearwaffen in der Hand, und die Länder, die keine Atomwaffen besitzen, haben bislang keine effektiven Garantien gegenüber der Gefahr oder dem Einsatz von Atomwaffen erhalten.“  

                 

Es ist zweifelsohne ein Wunsch des Menschen, dass es keinen Krieg und  keine Waffen mehr auf der Welt gibt. Die Abrüstung und die Beaufsichtigung der Waffen ist daher schon immer ein wichtiges Mittel zur Wahrung und Stärkung des Friedens und der Sicherheit auf der Welt gewesen. 

Viele sind der Überzeugung, dass die Welt bereits ein friedlicher Ort werden wird, wenn es weniger Waffen gibt.

Die Uno strebte in den vergangenen Jahren danach, die atomaren Waffen auf der Welt zu reduzieren. Was die UNO-Charta hinsichtlich der internationalen Kooperationen zur Kontrolle von Militärausrüstung vorsieht, zeugt für die Bedeutung der Rolle der Staatengemeinschaft bei der Unterbreitung und dem Vorantreiben  von Entwürfen für die Regelung von Militärausrüstung und der Begegnung mit Rüstungsgefahren.  

Die erste Abrüstungskonferenz fand 1932 unter Aufsicht der damaligen Staatengemeinschaft in Genf statt. Es nahmen 60 Länder teil, aber die Verhandlungen brachten auch nach fast zwei Jahren kein Ergebnis. Deutschland trat 1933 nach Machtübernahme von Hitler aus dieser Konferenz aus und es kam zu einem der blutigsten Kriege in der Geschichte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg  nahm die Abrüstungskonferenz unter Aufsicht der UNO ihre Arbeit wieder auf. Aber der massive Rüstungswettbewerb zwischen den USA und der Ex-Sowjetunion und die lokalen Kriege in verschiedenen Teilen der Welt verhinderten einen Fortschritt dieser Konferenz.  

Die Waffenaufsicht und Abrüstung  ist Ende des 19. Jahrhunderts und Mitte des 20. Jahrhunderts  nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten strategischen Themen gewesen. 

 

Die Initiativen der UNO und der Staaten  konzentrierten sich dabei auch auf atomare, chemische  und biologische Waffen. Dennoch ist die Menschheit noch immer Zeuge davon, dass es keine allgemeine Rüstungskontrolle und Abrüstung gibt.

Der Waffenhandel ist heute ein wichtiger Bestandteil des Welthandels.  Einige Länder haben sich zu den größten Waffenproduzenten und Exporteuren entwickelt und eine andere Gruppe von Ländern ist zu den größten Kunden von Waffenlieferungen geworden.

Das internationale Stockholmer Institut  für Friedensforschung legt jedes Jahr einen Bericht über die Militärkosten und den Im- und Export von Waffen vor. In seinem neuesten Bericht heißt es, dass sich die Militärausgaben auf der Welt im Jahre 2013 auf 1750 Milliarden Dollar beliefen.  Die USA standen wie in den Vorjahren mit einem Militärbudget von 640 Milliarden Dollar an der Spitze aller Staaten.

Den USA folgten China, Russland und Saudi Arabien mit 188, 88 bzw. 67 Milliarden Dollar Militärhaushalt.  Die wichtigsten Lieferer von Kriegsausrüstung waren 2013 die Länder USA, Russland, Deutschland, China und Frankreich. Sie hatten den größten Anteil am Gesamtwaffenhandel der Welt zu verzeichnen.

Die USA führen in mehr als 90 Länder Waffen aus, den Verkauf von Kriegsflugzeugen ausgeklammert.

Jährlich werden circa 12 Milliarden Gewehrpatronen auf der Welt produziert. Täglich fallen um die 1500 Menschen Waffengewalt zum Opfer. Aufgrund der bewaffneten Auseinandersetzungen leben derzeit 43 Millionen Menschen auf der Welt als Flüchtlinge. Im Durchschnitt verliert jede Minute ein Mensch auf der Welt sein Leben aufgrund militärischer Konflikte. Diese Konflikte und Kriege haben dem Geschäft mit Waffen und Militärausrüstung Aufschwung verliehen. Dieses Geschäft macht heute einen Anteil von mindestens 16 Prozent des Welthandels aus. Täglich werden circa 2 Milliarden Dollar für Waffen ausgegeben.

Würden pro Jahr nur  40 Milliarden Dollar für die Bekämpfung von Analphabetismus und Armut ausgegeben, so ließen sich diese Probleme innerhalb von 10 Jahren völlig beseitigen und alle Menschen auf der Welt besäßen eine Mindestbildung , medizinische Versorgung und ausreichende Ernährung.

Waffenmakler und Waffenhersteller  profitieren natürlich von Unruhen und Krieg. Die großen Waffenproduzenten der Welt beeinflussen sogar die Politik und wichtige Regierungsentscheidungen. Dies ist deutlich am Beispiel der USA zu sehen.  Die großen Rüstungskonzerne in den USA gehören zu den wichtigsten finanziellen Unterstützern der Kandidaten während der Präsidentschafts- und Kongresswahlen.  In den Jahren 1997 und 1998 haben die vier größten Rüstungsunternehmen der USA 34 Millionen in die Wahlen gesteckt und bei den Wahlkämpfen von 2000 haben sie mit einer noch höheren Summe George Bush und die Republikaner unterstützt.

 

 William Harting vom Zentrum für Internationale Politik schreibt: „Die Republikaner haben ihre Gründe, die Waffenhersteller zu unterstützen. Seit 1995, als die Republikaner im Kongress erstarkten, haben sie jedes Jahr das Budget von Pentagon um  5 bis 10 Milliarden Dollar  gesteigert.“

Ein Grund für die Bedeutung des Waffenhandels ist der bedenkliche Zusammenhang mit Konflikten und Kriegen in den strategisch wichtigen Gebieten der Welt. Dieser wirkt sich natürlich direkt auf den Bedarf an  Waffen aus.

Zum Beispiel haben die USA im Jahre 1991 nach dem Angriff Saddams auf Kuwait  60 Milliarden Dollar für den Feldzug namens Golfkrieg ausgegeben und  der Kostenaufwand  der US-Regierung für die Bombardierung des jugoslawischen Territoriums während des Balkankrieges belief sich  täglich  auf  40 bis 100 Millionen Dollar. Ereignisse wie diese waren also sehr einträglich für die Waffenunternehmen im Westen.

Die Abrüstungswoche ist eine wichtige Gelegenheit um die Bevölkerungen und die Regierungen darauf aufmerksam zu machen, dass die Abrüstung eine Schlüsselposition für die Herstellung einer friedlichen Welt darstellt.  Alle Menschen auf der Welt sollten lernen, wie man ohne Waffen in den Genuss dieses Friedens gelangen kann.  Außerdem sind alle Regierungen in der Rüstungswoche aufgerufen vor den Gefahren des Wettrüstens zu warnen und die Notwendigkeit der Reduzierung von Waffen auf der ganzen Welt hervorzuheben, sowie auf die Zerstörung der Umwelt durch Waffen hinzuweisen. Der Allgemeinheit sollte zunehmend bewusst gemacht werden, dass die Staaten eine militärische Abrüstung anstreben müssen. In der Hoffnung auf einen Tag, an dem die Welt frei von Waffen ist und die Menschen in Frieden und Sicherheit leben können. 

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