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Dienstag, 22 September 2015 02:28

8 Jahre Standhaftigkeit und der Lohn

Der ehemalige irakische Machthaber Saddam Hussein Der ehemalige irakische Machthaber Saddam Hussein
                   Am 31. Schahriwar , 22. September, beginnt die Woche der Heiligen Verteidigung im Iran. 

An einem solchen Tag hat das irakische Saddam-Regime, einen Tag vor dem Schulbeginn im Iran,  seine 8-jährige Offensive mit Angriffen auf  süd- und westiranische Städte eröffnet.  Es waren gerade 19 Monate nach dem Sieg der Islamischen Revolution vergangen . Ein paar Tage vorher hatte der Diktator in Bagdad  den Algerien-Grenzvertrag mit Iran vor den Fernsehkameras zerrissen.

                   

Von Beginn an versuchten die imperialistischen Mächte der Islamischen Republik Probleme zu bereiten, denn die Revolution im Iran hatte ihre illegalen Interessen in der Region in Gefahr  gebracht. Sie setzten daher große Hoffnung in die verheerende Wirkung eines Krieges.   Die Iraner, welche frisch eine Revolution hinter sich hatte, dachten an den Aufbau des Landes und an Sicherheit. Im Inland war  die junge Islamische Republik mit vielen bedrohlichen Problemen konfrontiert,  darunter Wirtschaftsprobleme und Knappheit,  politische Konflikte,  Terroranschläge und Sabotagen von politischen Grüppchen, einen Mangel an revolutionären Expertenkräften und Umtriebe zur Aufwiegelung ethnischer Gruppen. 

Unterdessen genoss der Irak während des  Krieges gegen sein Nachbarland die bedingungslosen Hilfen von vielen Ländern: Vor allen Dingen Frankreich, die Sowjetunion, England und China lieferten die benötigte Militärausrüstung. Aus Deutschland kamen die meisten Rohstoffe  für chemische Waffen und die arabischen Staaten am Persischen Golf  deckten den Erdölbedarf  und leisteten Finanz- und Transporthilfen.

 Imam Chomeini, Begründer der Islamischen Republik Iran sagte in einer Botschaft über den Beginn des Krieges am 22.September 1980: „Dieser Krieg ist Krieg zur  Befürwortung des Unglaubens und Gott ist gegen einen solchen Krieg. Der Allmächtige wird denen, die sich gegen den Islam erheben wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem Unglauben nicht verzeihen.“

Aber trotz der Unterstützung der Großmächte für das Saddam-Regime konnte der Iran erfolgreich sein Territorium schützen. Vor circa 200 Jahren, nämlich ab  Beginn der Herrschaft des Qadscharen  Fathali Schah hatte der Iran mit der Zeit fast 1 Million Quadratkilometer Boden im Gefolge von Krieg verloren.

Aber während der 8-jährigen Verteidigung beließen die iranischen Kräfte keine Handbreit ihrer Heimat  in den Händen  der irakischen Armee und der Irak wurde als Land, das gegen die internationalen Gesetze und die internationale Ordnung verstößt,  vorgestellt. 

Ajatollah Khamenei, heutiges Oberhaupt der Islamischen Revolution, hat über die Heilige Verteidigung gesagt: „Die 8-jährige Verteidigung der iranische Nation war eine Summe von miteinander verwobenen großen Taten und Großartigkeiten, welche ein Volk auf dem Schauplatz seiner Geschichte vor Augen führen kann. Jedoch sind  es der Märtyrer und der Märtyrertod, die aus  diesem erstaunlichen Ganzen als strahlender Juwel mehr als alle anderen Erscheinungen herausragen und die Blicke auf sich ziehen.

Sie sind deshalb herausragend,  weil sie aus der aufrichtigen unvermischten  Opferbereitschaft von  Menschen hervorgehen, die, Gottes Zufriedenheit suchend,  auf sich selber und alle Dinge in ihrem stofflichen Leben verzichteten und alles selbstaufopfernd für diesen ehrenhaften Weg hergegeben haben.“

                   

Die drei Faktoren, welche schon beim Revolutionssieg entscheidend mitwirkten, haben auch bei der Wahrung der Revolution  während des auferlegten Krieges die wichtigste  Rolle gespielt, nämlich: der Islam, die Bürger und die Revolutionsführung.

Wie die Testamente der Märtyrer zeigen, haben die hohen Lehren des Islams und die Bereitschaft zum Märtyrertod auf dem Wege Gottes erheblich zum Sieg beigetragen. Außerdem war die unentwegte starke Präsenz der Bürger auf allen schwierigen Schauplätzen eine feste Stütze für die junge islamische Staatsordnung.  

 

Die Bevölkerung bildete dank ihres Glaubens und ungeachtet ihrer sprachlichen, ethnischen und religiösen Unterschiede eine Einheit gegenüber der Aggression des Saddamregimes. Hätten die Bürger nicht mit den Verantwortlichen der Regierung zusammengearbeitet, wäre es nicht möglich gewesen die schweren Wirtschaftsprobleme aufgrund von  Sanktionen, Krieg und Unkosten der Verteidigung zu bewältigen.

Die Bevölkerung verminderte ihren Konsum und begnügte sich mit weniger. Doch nicht nur hinter der Frontlinie haben die Bürger eine wichtige Rolle gespielt, sondern sie nahmen als Freiwillige  an der Verteidigung teil.

Dabei ist  aber auch die große Rolle des Revolutionsoberhauptes nicht zu vergessen.  Auf der einen Seite lag der Einfluss der Revolutionsführung  an der Persönlichkeit Imam Chomeini (r.h.)und auf der anderen Seite an seiner Befugnis als Wali Faqih, dem befugten Rechtsgelehrten als höchster Verwalter des Landes.

Ajatollah Chomeini besaß einmalige Eigenschaften.  Er war nicht nur ein großer Rechtsgelehrter, sondern auch beispielhaft unerschrocken und mutig. Ihm gelang es,  Einheit und Einmütigkeit unter allen  Kräften zu erzielen.  Er hatte eine Staatsordnung gegründet, die auf der Religion und der Volksregierung beruhte, und  damit ein neues Modell für die Verwaltung einer  Gesellschaft vorgestellt. Der Gründer der Islamischen Republik vermochte das muslimische Land während  einer der längsten Kriege in der Gegenwartsgeschichte, bei dem der schwer bewaffnete Feind  von zahlreichen arabischen und westlichen Staaten unterstützt wurde,   zu lenken   und  ehrenhaft und siegreich aus der Situation herauszuführen.

 

Imam Chomeini sprach davon, dass dieser Verteidigungskrieg auch Vorteile mit sich gebracht  hat und sagte:

Wir haben unsere Revolution während des Krieges auf der Welt vorgestellt. Wir haben bewiesen, dass wir unterdrückt wurden und das Unrecht der Aggressoren im Krieg belegt.

Wir haben im Krieg den Schleier vor dem listigen Gesicht der weltverschlingenden Mächte gelüftet -

Wir haben während des Krieges erkannt, wer unsere Freunde und wer unsere Feinde sind. -

Wir haben während des Krieges eingesehen, dass wir auf  eigenen Füßen stehen müssen.

Wir haben in diesem Krieg die Schein-Größe der zwei Supermächte Ost und West zerstört -

Wir haben im Krieg die Wurzeln unserer fruchtbaren islamischen Revolution gefestigt -

Wir haben im Krieg an das Gefühl der Brüderlichkeit und des Patriotismus in jedem einzelnen Bürger geglaubt -

Wir haben im Krieg der Weltbevölkerung und besonders der Bevölkerung in der Region demonstriert, dass man sich jahrelang gegen alle Mächte verteidigen kann.“

                               

Zu den guten Dingen, die als Erbe der 8-jährigen Verteidigung verstanden werden können, gehört die Forderung nach Gerechtigkeit, die Bereitschaft zu Selbstverzicht und Opfern, die Genügsamkeit und ein schlichtes Leben, die Bereitschaft zum Spenden  und der Wunsch, für Gottes Sache Märtyrer zu werden.  

 

Die Erinnerungen der Befehlshaber und Kämpfer aus der Zeit der Verteidigung liefern der Nachkriegsgeneration viele Beispiele für hohe menschliche Moral und die Testamente, die die Märtyrer hinterließen, zeugen für ihre Religiosität und spirituelle Erkenntnis.

 Während der Heiligen Verteidigung fand die Opferbereitschaft unter der Bevölkerung und insbesondere unter den Kämpfer mehr denn je Verbreitung.  Es ist öfters vorgekommen, dass jemand in der Not zur Rettung seiner Mitkämpfer sich selber auf eine Handgranate oder eine Mine warf oder  den Mitkämpfern half, unbeschadet hinter einen  Stacheldrahtzaun zu gelangen, indem sie sich auf den scharfen Stacheldraht legte und mit seinem Körper eine Lücke im Zaun offenhielt.  

Der Krieg hat die Menschen verändert. Die jungen iranischen Kämpfer   haben vieles Undenkbare möglich gemacht  und indem sie den Geist der Opferbereitschaft in die Zeit nach dem Krieg übertrugen, haben sie die Säulen der Islamischen Revolution gefestigt. Während des Krieges gegen die Aggressoren wurde aus einigen  dieser jungen Kämpfer  hohe Befehlshaber und andere   Teilnehmer an der Front der Verteidigung entwickelten sich zu  würdigen Führungskräften,   die sich nach dem Krieg dem Wiederaufbau des Landes  widmeten.

Die iranische Nation gewann während der Heiligen Verteidigung ihr Selbstvertrauen, welches  die fremden Mächte ihr jahrelang geraubt hatten, wieder zurück.

Dank der während des Krieges gesammelter Erfahrungen konnte die Produktion in der Landwirtschaft und der  Export von Nicht-Erdöl-Produkten gesteigert werden. Im Inland wurde militärische und nichtmilitärische Ausrüstung hergestellt und es wurden die Fortschritte in der Atomenergie und revolutionäre Fortschritte in der Medizin erzielt.

Die Zeit der Verteidigung zeigte allen, welche Macht die Religion bei der Stärkung der allgemeinen Bereitschaft zur Verteidigung eines  Landes besitzt.

Bei der 8-jährigen Heiligen Verteidigung kam die Religion als wichtigster Faktoren für  nationale Größe und Stärke zur Geltung  und die Iraner wurden zum tapferen Kampf gegen die Aggressoren motiviert.   

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