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Mittwoch, 12 Dezember 2012 10:45

Das Erkennen der Blüten der Entschleierung und die CDU

Das Erkennen der Blüten der Entschleierung und die CDU
 Kommentar zu Blüten der Entschleierung (1)Von: Dr.Yavuz ÖzuguzIm Namen des Erhabenen


Sehr geehrte Leser von IRIB. Wie versprochen soll eine neue Kommentarreihe beginnen, die ich „Kommentar zu Blüten der Entschleierung“ nenne. In dieser Reihe sollen die besonderen Gnaden, die uns in unserer Zeit erwiesen worden sind, vorgestellt und analysiert werden. Sie sind derart zahlreich, dass man zuweilen den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Denn wir leben in einer ganz besonderen Zeit, in der viele Schleier vor unseren Augen zerrissen werden. Mit jedem Schleier, der zerrissen wird, öffnet sich für uns ein weiterer Zugang zur Wahrheit. Wir müssen wirklich dankbar sein, in solch einer Zeit leben zu dürfen. In dieser Reihe sollen die Vorgänge in Deutschland und im Iran und deren Beziehung zueinander im Vordergrund stehen.
 Zu diesen Blüten der Entschleierung gehört die Gründung der Islamischen Republik Iran. Erstmalig seit 1400 Jahre existiert auf diesem Erdenrund ein Staat, der den erwarteten Erlöser der Muslime Imam Mahdi – möge er bald erscheinen – als verfassungsmäßiges Staatsoberhaupt ansieht, der durch einen geeigneten Rechtsgelehrten vertreten wird, so lange er in der Verborgenheit verweilt. Derartige Betrachtungen sind aus einer rein materialistischen Sicht, die zumeist in Deutschland herrscht, eher kurios. Dennoch können selbst jene Materialisten, wenn sie sich zumindest etwas intensiver mit der Islamischen Republik Iran beschäftigt haben, nicht leugnen, welche Befreiung die wahre Befreiungstheologie des Islam bewirkt.
Die Islamische Republik Iran ist heute – bei allen Schwächen, die man ihr vorwerfen mag – das mit Abstand souveränste Land dieser Erde. Es hat weder die extreme Staatsverschuldung kapitalistischer Staaten, noch die Dollarabhängigkeit eines China noch die Weizenabhängigkeit Ägyptens. Es kann nicht versklavt werden mit dem Druck der eigenen Geschichte, wie es bei Deutschland seit über einem halben Jahrhundert geschieht, ist keine Besatzungsmacht und wird auch von niemandem besetzt. Obwohl es die historisch größten Sanktionen des herrschenden Weltimperiums USrael ertragen muss, entwickelt es sich in einer geradezu astronomischen Geschwindigkeit zu einem modernen Staat mit den modernsten Errungenschaften unserer Zeit. Der Staat, dessen Forschung und Entwicklung noch vor 35 Jahren faktisch überhaupt nicht existierte, weil das damals vorherrschende US-hörige Tyrannen-Regime jegliche eigene Forschung verhindert hat, gehört inzwischen zu den beachteten Nationen im Bereich der Medizin, Nanotechnologie, Verteidigungstechnologie sowie vielen anderen Bereichen. Das alles ist in nur drei Jahrzehnten erreichbar (trotz acht Jahre offenem Krieg der Westlichen Welt mittels Saddam gegen die Islamische Republik Iran). Und das alles ist die Basis für Entschleierung, die wir in unseren Tagen sehen.
 
Ein sehr deutliches und exemplarisches Beispiel für die Entschleierung durch die Islamische Republik Iran ist die Befreiungstheologie, die Imam Husain (a.) in Kerbela am Tage Aschura vorgelebt hat. Jenes Ereignis war bis vor 35 Jahren in weiten Teilen der islamischen Welt völlig unbekannt! Heute kennen nicht nur viele Muslime das Ereignis um den Prophetenenkel, sondern auch zunehmend Nichtmuslime, weil der Iran die historischen Ereignisse ehrenhaft würdigt. Derartige Entwicklungen im Zeitraum von drei Jahrzehnten mögen für einen normalsterblichen Menschen recht langsam verlaufen, aber im historischen Kontext erfolgen sie in Lichtgeschwindigkeit.
Immer mehr werden die Falschheiten, die uns umgeben, entlarvt und somit können durch die Entschleierung immer mehr Blüten der Erkenntnis aufblühen. Dazu zählt auch in Deutschland, dass die vorherrschende und regierende Partei CDU sich als das entlarvt, was sie in Wirklichkeit ist: Eine Partei deren Führungsspitze die Wahrheit beugt und antichristliche Werte vertritt.
Auf dem Parteitag der CDU am letzten Wochenende hat kein Geringerer als der Chef der Unionsfraktion im Bundestag Volker Kauder dem Königshaus in Saudi-Arabien bescheinigt „eine wichtige Rolle als Gegengewicht zum Iran“ zu spielen. Ja, das hat er ganz offen gesagt. Und für diejenigen, die es noch nicht verstanden haben, fügte er dann noch hinzu: „…sie sorgen auch dafür, dass der Iran die Juden nicht ins Meer treiben kann.“
Die Bevölkerung Deutschlands bedarf solcher Aussagen noch viel mehr, damit sie eines Tages keine Ausrede dafür hat, dass sie die Verbrechen in dieser Welt (einmal mehr?) unterstützt hat. Zu obiger Aussage seien folgende kurze Hinweise gegeben: In Saudi-Arabien gibt es weder eine Kirche noch eine Synagoge. Im Iran gibt es von beiden so viel davon, dass die bestehenden Gemeinden sie gar nicht allein tragen können. In Saudi-Arabien leben (abgesehen von einigen teuer bezahlten Gastarbeitern) keine Christen und keine Juden. Im Iran lebt die größte jüdische Gemeinde der Region (außerhalb des besetzten Palästinas)! Im Iran haben sowohl Juden als auch Christen feste Sitze im vom Volk gewählten Parlament der Islamischen Republik Iran, in Saudi-Arabien gibt es überhaupt kein Parlament bzw. gewählte Volksvertreter, sondern ein Königshaus. Im Iran dürfen Juden und Christen nach ihren eigenen Riten heiraten (Christen sogar mit Messwein), in Saudi-Arabien dürfen sie überhaupt nicht heiraten. Saudi-Arabien unterstützt den antimuslimischen Wahhabismus und zerstört neben allen historischen Stätten der Christen und Juden, auch die religiösen Stätten der Muslime, im Iran werden alle religiösen Stätten (auch Synagogen) restauriert usw. usf…
Die obige Aufzählung ließe sich noch sehr lange fortsetzen. Angesichts dieser Realität sind die Aussagen Volker Kauders nicht nur als unverschämte Verbreitung von Unwahrheiten zu verstehen, sondern auch als Irreleitung der eigenen Bevölkerung, offensichtlich um kapitalistisch und imperialistisch motivierte Waffenverkäufe Deutschlands an die Saudis zu rechtfertigen. Ganz interessant ist dabei, dass er folgenden Satz hinzugefügt hat: „Die Interessen unseres Landes und unsere Werte sind nicht immer deckungsgleich.“ Noch entlarvender kann man den Schmutz der vertretenen Politik kaum ausdrücken!
Deutschland bedarf solcher Reden, denn noch können viele Bürger sich „rausreden“ und sagen, dass sie es nicht gewusst hätten. Aber je öfter derartige Reden veröffentlicht werden, desto weniger kann sich die einfache Bevölkerung rausreden. Intellektuelle, die sich nicht dagegen wehren, machen sich bereits heute schuldig an der Koalition der Verbrechen von USA, Israel und Saudis, mit Waffen beliefert von der Bundesrepublik Deutschland, beteiligt zu sein.
Was aber bedeutet die Aussage: „Die Interessen unseres Landes und unsere Werte sind nicht immer deckungsgleich.“ Sie bedeutet, dass man ein Wertesystem hat, dass offensichtlich nicht die Interessen des Landes oder der Bevölkerung widerspiegeln oder aber die regierenden Politiker Interessen des Landes definieren, die dem eigenen Wertesystem widerspricht. Wahrscheinlich ist beides der Fall.
Und damit sind wir auch wieder bei der Islamischen Republik Iran. Iranische Politiker haben nur dann eine Chance vom wachsamen Volk wiedergewählt zu werden, wenn die die Interessen ihres Landes derart verstehen, dass sie mit ihrem Wertesystem immer deckungsgleich sind! Das ist der wahre monotheistische Ansatz der Befreiungstheologie, der in allen Bereichen des Lebens die Einheit sucht, wie es unserer menschlichen Natur entspricht. Volker Kauders Ansatz ist der Ansatz des Polytheismus, in dem mehrere konkurrierende Ziele sich widersprechen und man letztendlich nur das Goldene Kalb anbetet, ob man es zugibt oder nicht, und ob man sich „christlich“ nennt oder nicht. So sind die betroffenen Völker mitverantwortlich dafür, wen sie wählen und von wem sie sich regieren lassen. Ich bete für ein Deutschland in dem eines Tages das Volk Menschen die Macht anvertraut, für die die Interessen unseres Landes und unsere Werte immer deckungsgleich sind. Dafür bedarf es auch der Auseinandersetzung mit wahren Werten, die wir hier zu lange ignoriert haben.
Damit die Kritik des Artikels nicht einseitig gegen die CDU gerichtet ist, sei daran erwähnt, dass ebenfalls vor wenigen Tagen der neue SPD-Kanzlerkandidat angetreten ist, um nach Worten seiner Parteikollegen den „Raubtierkapitalismus zu bändigen“. Ein Raubtier kann man nicht bändigen, wenn man seine Natur nicht verändert! Nicht zu „rauben“ aus menschlicher Sicht widerspricht seiner Natur. Wie wäre es, wenn wir statt dem Raubtier ein menschenfreundliches System etablieren? Niemand zwingt uns das Goldene Kalb (das wir Kapitalismus nennen) anzubeten. Wenn wir es durch die Wahl der etablierten Parteien dennoch tun, sind wir mitschuldig!

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