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Mittwoch, 08 August 2012 11:37

Sie suhlen sich noch heute im Blut Imam Alis (a.)

Sie suhlen sich noch heute im Blut Imam Alis (a.)
Kommentar vom Fuß des iranisch-deutschen Berges (50)Von: Dr.

Yavuz Özoguz 
Im Namen des Erhabenen
Der Monat Ramadan tritt in seine entscheidende Phase. Dieser Tage gedenken die Muslime des Martyriums Imam Alis (a.). Und die Unterdrücker dieser Welt können nie genug kriegen von jenem heiligen Blut. Sie suhlen sich darin bis heute!
Imam Ali (a.) ist das Tor zur Stadt des Wissens. Der Prophet (s.) selbst hat ihn so genannt, da Gottes Gesandter (s.) die Stadt des Wissens ist. Wer in die Stadt des Wissens hinein will, der muss durch das Tor gehen. Einen anderen Zugang gibt es nicht. Aber die Feinde des Islam und der Muslime, die Feinde jeglicher Menschlichkeit, die Anhänger von Kapitalismus und Imperialismus haben sich stets an diesem Tor gestört. Denn es eröffnet den Zugang zur Wahrheit. Es eröffnet den Zugang zur Gerechtigkeit. Es eröffnet den Zugang zu wahrem Frieden und wahrer Freiheit. Ja, es eröffnet den Zugang zur unermesslichen Liebe, die der allmächtige Schöpfer als Seinen Propheten, als Seinen Gesandten als Sein liebstes Geschöpf offenbart hat – der Friede Gottes sei mit ihm und seiner auserwählten Statthalterschaft. Alle anderen Zugänge zum Propheten können die Herrlichkeit des Geschöpfes genau so wenig nahe bringe, wie die noch größere Herrlichkeit des Schöpfers.
Doch es gab damals einen machthungrigen Gewaltherrscher namens Muawiya. Er hatte sich – weil es damals opportun war – das Kleid des religiös orientierten Menschen angezogen, um nichts anderes anzustreben als Macht, Geld, Kapital und damit Herrschaft, eine Herrschaft, die er gewaltsam ausweiten wollte. Er eröffnete Kriege gegen den amtierenden Kalifen Imam Ali (a.). Er schmiedete Ränke, baute Fallen, täuschte die Bevölkerung und schuf sogar die Vorläufer der heutigen Salafisten. Genau jene ließ er einen mörderischen Plan aushecken. Die Führungsoffiziere jener Salafisten (damals hießen sie Charidschiten) “steckten“ den Söldnern einen Plan, nach dem sowohl die Heiligkeit jener Zeit Imam Ali (a.) als auch sein Widersacher Muawiya ermordet werden sollte, damit die wahren Hintermänner nicht erkannt werden. Muawiya wurde informiert und entkam dem Mordauftrag. Imam Ali wurde bei der Niederwerfung in der Moschee von einem Schwert des verbrecherischen Kain-Neides getroffen, ein Schwert das damals wie heute unverändert blutrünstig ist. Imam Ali (a.) sank zu Boden. Noch zwei Tage musste er den Schmerz ertragen, bis er endlich in der höchsten Stufe des menschlichen Daseins, dem Martyrium, zu seinem geliebten Propheten Muhammad (s.), zu seiner geliebten Frau Fatima (a.) und vor allem zu seinem über alles geliebten Schöpfer durfte. Bevor die menschlichen Barrieren, die das Geschöpf vom Schöpfer trennen, endgültig überwunden wurden, musste er noch die schwere Bürde des Imamats übertragen an seinen Sohn Imam Hasan (a.). Danach durfte er dahinscheiden in eine Ewigkeit, in der er Fürsprache einlegen wird für die wahren Anhänger des Propheten (s.). Der Märtyrer lebt, aber wir verstehen es so wenig.
Doch wer waren die Widersacher Imam Alis? Es waren zum einen die Gewaltherrscher der damaligen Zeit, die Reichen, die Nimmersatten, die in Gold badenden, die in Palästen wohnenden, die ihre Armeen gegen andere Völker jagenden Herrscher. Wer genau hinschaut, brauchte nicht ein großer Gelehrter zu sein. Er musste sich nur den Lebensstil ansehen. Wo waren die Millionäre? Saßen sie im US-Senat oder im Parlament der Islamischen Republik Iran? Wo gibt es die unzüchtigen Banketts, die sittenlosen Ausschweifungen, von wo wird die Menschheit im Namen von Freiheit und Demokratie mit Pornografie überschwemmt, aus den USA oder aus der Islamischen Republik Iran? Und wer greift die ganze Welt an, wer überfällt fremde Länder, wer schickt seine Soldaten in die ganze Welt und lässt Blutbäder über Blutbäder fließen, die USA oder die Islamische Republik Iran? Schaut doch genau hin! Wer ruft den zum Kreuzzug im missbrauchten Namen Jesu (a.) auf, die USA oder die Islamische Republik Iran? Und welche Friedensnobelpreisträger haben derart blutverschmierte Hände, dass jeder halbwegs gesunde Mensch sich davor ekeln müsste?
Aber auch die Charidischiten von damals gibt es heute kaum verändert? Wer hat denn niemals gegen die einmarschierten Sowjets gekämpft, aber als die Muslime an der Macht waren, die Muslime mit aller Macht in Afghanistan ermordet? Wer hat den nie für die Befreiung des Irak gekämpft, nein, viel schlimmer, wer hat denn gegen die Islamische Republik Iran einen achtjährigen Krieg geführt und die Heiligkeit der damaligen Zeit bekämpft und damit den USA und Israel gedient, und als endlich eine halbwegs islamische Regierung im Irak aufgebaut wurde eine Moschee nach der anderen in die Luft gejagt? Wer hat denn nie gegen die Besatzung der Zionisten gekämpft aber richtet jetzt ein unvorstellbares Blutbad in Syrien an? Ja, die Wahrheit ist derart klar, die Fragen sind derart zum Himmel schreiend, die Heuchelei ist inzwischen derart offensichtlich, dass die “Führungsoffiziere“ sich um ihr Image sorgen. Jene Salafisten-Verbrecher haben vor allem Muslime ermordet! Und jetzt haben sie vor wenigen Tagen gleich 20 ägyptische Muslime an einem Grenzposten ermordet, um dann angeblich Israel angreifen zu wollen. Merkwürdigerweise war Israel aber vorher informiert, so dass jener “Angriff“ problemlos zurückgeschlagen werden konnte. Warum wurden die Ägypter nicht ebenfalls vorher informiert?
Die heutigen Salafisten kämpfen an der Seite der Kapitalisten. Jede ihrer Aktionen dient dem Imperialismus. Wer hat bis heute immer noch nicht erfahren, dass unter anderem Sudanesen in Syrien gegen die reguläre Armee kämpfen? Wie kommen sie dorthin? Wer hat sie dorthin gebracht? Wer hat sie überhaupt gerufen? Haben Syrer, die mit Assad nicht zufrieden sind, Sudanesen um Hilfe gerufen oder gar Salafisten? Ganz sicher nicht! Sie sind eingeschleust von den übelsten Verbrecherregimes unserer Zeit, die keine Skrupel vor noch so vielen Verbrechen haben, nur und nur um ihre Gewaltherrschaft zu sichern und auszubauen. Wer in Deutschland hat bis heute nicht erfahren, dass Saudi-Arabien und Katar sich angeblich für Demokratie in Syrien einsetzen? Wo ist der Aufschrei der Entrüstung in den Medien? Wo sind die Intellektuellen, die sich von solch einem verbrecherischen Imperialismus deutlich distanzieren? Wo sind die Briefe, die das Außenministerium überfluten und den Außenminister darauf hinweisen, dass wir Deutsche es satt haben, immer wieder auf der Seite der Welt-Verbrecher zu stehen? Nein, niemand kann sich rausreden.
Alle wussten, wer Imam Ali (a.) war! Alle wussten, dass er das Tor zur Wahrheit war! Alle wussten, wie bescheiden er gelebt hat. Alle wussten, dass er von sich aus niemanden angegriffen hat, obwohl er der beste Kämpfer seiner Zeit war! Alle wussten, dass er die gelebte Gnade Gottes war. Und alle wussten auch, in welchem Prunk, in welchem Saus und Braus seine Widersacher lebten! Ja, alle wussten es, und daher sind auch alle mitschuldig an jenen Verbrechen, damals wie heute!
Auch heute weiß jeder, dass nur Multimillionäre in den USA mitregieren dürfen. Auch heute weiß jeder, wie die Könige und Prinzen leben. Auch heute weiß jeder, dass der Zionismus seit über einem halben Jahrhundert ein ganzes Volk unter Besatzung hält und jeden seiner Nachbarn mindestens einmal angegriffen hat. Auch heute muss jeder wissen, dass diejenigen, die im missbrauchten Namen des Islam so viel Leid in die Welt tragen, von Führungsoffizieren der USA und Israels geleitet werden! Wer sich in solch einer Situation an die Seite der Verbrechen stellt, wer sich angesichts des Leids in Syrien an die Seite einer US-Außenministerin stellt, deren Zunge mehr Gift versprüht als alle Schlangen dieser Erde zusammen, der ist Mitschuld an dem Schwert, das Imam Ali (a.) bei der Niederwerfung so schwer verletzt hat.
 Die gleichen, die damals Imam Ali (a.) ermorden wollten, wollen heute Sayyid Ali – möge Gott ich schützen – ermorden, wenn sie es nur könnten. Schon mehrfach ist er Mordanschlägen entgangen. Schon mehrfach wurde er wundersam geschützt, auch wenn sein rechter Arm als unübersehbares Zeichen für alle gottesehrfürchtigen Menschen schwer verletzt wurde. Wer sich trotz all dieser offensichtlichen Tatsachen, wer sich angesichts einer so klaren Weltlage, wer sich angesichts so viel Überfluss auf der einen Seite und so viel Armut auf der anderen Seite immer noch auf die Seite der Reichen, der Gewaltherrscher, der Mächtigen, der Könige und Prinzen, der Imperialisten und Kapitalisten stellt, der zerstört vor allem seine eigene Seele.
 Das Blut Imam Alis (a.) fließt immer noch. Es liegt an uns, dass wir mit der größten Waffe, die ein Muslim besitzt, dagegen angehen: Das wahrhaftige Bittgebet in der Verbindung mit der Heiligkeit unsere Zeit in den Nächten der Macht. Und der Schöpfer allen Seins lässt seine wahren Diener niemals allein!
Ich kondoliere allen Muslimen, Christen und Juden im Iran und in der ganzen Welt zum Martyrium des Befehlshabers des Gläubigen und wünsche gesegnete Nächte der Bestimmung und des Schicksals, in denen das Schicksal der gesamten Menschheit verändert werden kann durch die Bittgebete der Gottesnahen. Mögen im letzten Drittel dieses heiligen Gottesmonats die Ziele der Gottlosen durchkreuzt werden, damit alle Menschen in Gerechtigkeit zum wahren und Frieden und zu wahrer Freiheit finden.
 Dr. Yavuz Ö–zoguz
(Wissenschaftlicher Leiter der Enzyklopädie des Islam - eslam.de)
Schilfweg 53
D-27751 Delmenhorst
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