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Dienstag, 26 Juni 2012 16:07

Erdogan: Flugzeugabschuss wird "nicht unbeantwortet bleiben"

Nach dem Abschuss eines Kampfjets durch Syrien will der türkische Ministerpräsident auf jede weitere Provokation mit militärischen Mitteln reagieren.

Auch für die Nato ist der Vorfall "nicht hinnehmbar".
Am Freitag hat die syrische Luftabwehr ein türkisches Kampfflugzeug F-4 abgeschossen, da es die territoriale Integrität des Landes verletzt hatte. Die Türkei bestreitet dies jedoch und meint, dass es sich nur um Experimente gehandelt habe und der Kampfjet sich noch außerhalb der syrischen Grenzen befand, als er abgeschossen wurde.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verschärft nun den Ton gegenüber Syrien: "Der Abschuss wird nicht unbeantwortet bleiben". Die Türkei werde auf jede weitere Aggression durch Syrien mit militärischen Mitteln reagieren. Der Abschuss der Maschine am vergangenen Freitag sei ein "feindseliger Akt" gewesen, sagte Erdogan am Dienstag in Ankara. Die Türkei wolle zwar keine Kriegstreiberei betreiben, doch werde Ankara jegliche Sicherheitsbedrohung durch Syrien an seiner Grenze weder tolerieren oder unerwidert lassen. Die türkischen Streitkräfte hätten ihre Einsatzregeln geändert, auf jede Grenzverletzung werde ab jetzt reagiert.

Erdogan deutete zudem eine stärkere Unterstützung seines Landes für die syrische Opposition an. Das Regime von Bashar al-Assad habe jede Legitimation verloren und sei inzwischen nicht mehr nur eine Bedrohung für das syrische Volk, sondern auch für die Türkei, sagte er. "Die Türkei unterstützt das syrische Volk mit allen nötigen Mitteln, bis es von Unterdrückung, Massakern, diesem blutdürstigen Diktator und seiner Clique befreit ist." Außerdem warnte Erdogan davor, den Flugzeugabschuss durch Syrien als Schwäche der Türkei auszulegen.
Die Botschafter der 28 Nato-Länder berieten am Dienstag ebenfalls über den Vorfall. Unmittelbar zuvor hatte Ankara seine Kritik an Damaskus auch in schriftlicher Form verschärft. Der Vorfall sei eine "ernste Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region", hieß es in einem Schreiben an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN), aus dem die britische "BBC" zitierte.

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