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Freitag, 13 August 2010 07:30

Protestkundgebung in Berlin zur Unterstützung von Firaz Maraghy

Protestkundgebung in Berlin zur Unterstützung von Firaz Maraghy
Dutzende Menschen haben am Donnerstag vor der israelischen Botschaft in Berlin ihre Unterstützung für den in Deutschland lebenden Palästinenser Firaz Maraghy erklärt.
Maraghy trat am 26. Juli vor der Botschaft des zionistisch-israelischen Regimes in Berlin in einen offenen Hungerstreik. Er kämpft um Aufenthaltspapiere für sich und seine sieben Monate alte Tochter in Beitolmoghaddas.
Die Demonstranten protestierten gegen die ethnische Säuberung im besetzten Palästina und forderten das Recht der Palästinenser ein, in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen, berichtete die Nachrichtenagentur IRNA. Zudem plädierten sie für einen gerechten Frieden im Nahen Osten.
Laut IRNA sagte Firaz Maraghy:" Ich kämpfe für das Aufenthaltsrecht in meiner Heimat. Israel verweigert den Palästinensern, die diese Region verlassen haben, die Rückkehr." Israel wolle die Zahl der Palästinenser in Beitolmoghaddas reduzieren, erklärte Maraghy. "Ich will nicht als Tourist nach Beitolmoghaddas zurückkehren. Ich bin in dieser Stadt geboren. Als ein palästinensischer Bürger verlange ich für mich und meine Tochter das Recht in diese Stadt ein- und ausreisen und dort leben zu können", zitierte ihn IRNA. "Das zionistische Regime verweigert denjenigen, die Beitolmoghaddas verlassen haben, den Aufenthaltsstatus. Aus diesem Grund kann ich wie zigtausend weitere Palästinenser nicht mehr in meine Stadt zurückkehren", ergänzte er und bezeichnete das zionistische Regime als rassistisch. Dieses Gesetz betreffe nur die Araber und Palästinenser und die Juden seien davon ausgeschlossen, so Maraghy. Hinweisend auf die gute Unterstützung der Menschen in Berlin für seinen Hungerstreik sagte der Palästinenser: "Die breite Solidarität der Deutschen hat mich überrascht. Sie fragen mich jeden Tag nach meinem Befinden und zeigen sich hilfsbereit." Er habe zur Kenntnis genommen, dass es einen großen Unterschied zwischen den dort herrschenden Medien und der Öffentlichkeit in Deutschland gebe und die deutschen Massenmedien keineswegs die Meinung der Bevölkerung vertrete.
"Ich werde den Hungerstreik vor der israelischen Botschaft solange fortsetzen bis ich die Aufenthaltspapiere für Beitolmoghaddas und das Recht auf Ein- und Ausreise erhalte. Ich werde wie Palästina nicht nachgeben", betonte er.
Lafi Khalil, ein weiterer Palästinenser, sagte im Interview mit IRNA: "Ich bin zusammen mit mehreren anti-zionistischen Juden und Befürwortern eines gerechten Friedens in Palästina hierher gekommen, um meine Unterstützung für diese Aktion zu demonstrieren."
Das israelische Regime verfolge eine rassistische Politik der ethnischen Säuberung in Beitolmoghaddas. "Die Palästinenser werden vertrieben und ihre Häuser zerstört", ergänzte Khalil, der schon seit etwa 18 Jahren in Deutschland lebt. "Das zionistische Regime verweigert jedem Palästinenser, der sich mehr als drei Jahre außerhalb dieser Stadt aufhält, das Recht dort zu leben und stellt keine Aufenthaltspapiere mehr für ihn aus. Sogar auch, wenn er von den Israelis mit Gewalt von dort vertrieben worden ist", so Khalil. Etwa 150 tausend palästinensische Bürger seien in den letzten Jahren von dem zionistischen Regime aus ihren Häusern vertrieben worden und dürften nicht mehr nach Beitolmoghaddas zurückkehren. Das Problem von Maraghy sei das Problem vieler Palästinenser. Europa müsse als Zeichen seines Protestes gegen die ethnische Säuberungspolitik Israels dieses Regime wirtschaftlich unter Druck setzen. "Einerseits stellt sich der Westen als Befürworter des Friedens dar und andererseits rüstet er das israelische Regime mit Waffen aus und unterstützt es wirtschaftlich. Man kann nicht eine Seite allseitig unterstützen und zugleich behaupten den Frieden fördern zu wollen", sagte Lafi Khalil.

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