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Montag, 18 Januar 2016 15:03

Interview mit Willy Wimmer

Interview mit Willy Wimmer
„... die Bedrohungskurve gegenüber dem Iran ist immer schlimmer geworden. Man hat dann einen Anlass gesucht – den findet man auch immer – ein Sanktionsregime gegen den Iran zu verhängen, und zwar ein Regime, das strikt war und den Iran ins  Knie zwingen sollte.“    Ein Interview mit dem CDU-Politiker, Willy Wimmer, über das Inkrafttreten der Atomvereinabrung zwischen Iran und G5+1 

 

IRIB: Herr Wimmer, ich darf Sie ganz  herzlich begrüßen, zu diesem Interview!

Wimmer: Guten Tag Herr Shahrokny, guten Tag nach Teheran!

 

IRIB: Herr Wimmer, nach fast dreizehn Jahren hat die Internationale Atomenergieagentur am Samstag in Wien bestätigt, das der Iran seine Verpflichtungen aus der Atomvereinabrung erfüllt hat. Unmittelbar danach wurde das Ende der Sanktionen verkündet. Sie haben sich, Herr Wimmer, immer wieder mit dem Thema befasst, deshalb möchte ich dazu um Ihre Analyse bitten!

Wimmer: Man muss – wenn man versucht, eine Antwort auf diese Frage zu finden, bestimmt 13, 14, 15 Jahre zurückgehen, bevor diese Sanktionen verhängt worden sind und sich fragen, was eigentlich in den Beziehungen zum Iran so falsch gelaufen ist. Der Iran hat, wie viele andere Länder auch, sich immer darauf verlassen und verlassen müssen, dass die grundlegenden Bestimmungen des Nichtverbreitungsvertrages auch dem Iran gegenüber eingehalten werden würden. Das heißt keine Bedrohung für den Iran durch die Staaten, die über Nuklearwaffen verfügen und im Gegenzug dazu die iranische Politik, die nicht auf den Erwerb  von Atomwaffen ausgerichtet sein sollte. Aber die Bedrohungskurve gegenüber dem Iran ist immer schlimmer geworden. Man hat dann einen Anlass gesucht – den findet man auch immer – ein Sanktionsregime gegen den Iran zu verhängen, und zwar ein Regime, das strikt war und den Iran ins  Knie zwingen sollte. Jetzt ist man am Ende dieser Geschichte angekommen, jedenfalls vorläufig, und jetzt  muss eigentlich das Interesse von uns allen darauf gerichtet sein, sowohl im Iran als auch in den Staaten, die an dieser Lösung mitgewirkt haben, auf Dauer bessere Verhältnisse, bessere Beziehungen im Zusammenhang mit dem Iran herzustellen, damit aus den guten Ergebnissen des Kompromisses eine bessere Zukunft kommt. Die ist ungewiss, hängt aber davon ab, was alle Beteiligten machen.


 


 
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Das Interview wurde geführt von Seyyed-Hedayyatollah Shahrokny

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