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Mittwoch, 08 April 2015 08:59

Interview mit Willy Wimmer

Interview mit Willy Wimmer
"Es gab ja vor den Jahren der Sanktionen, fast zweijahrzehnte, wo die Vereinigten Staaten sprachlos waren, was den Iran anbetrifft und auch vieles unternommen haben, um das Ergebnis der Revolution rückgängig zu machen."

 


Ein Interview mit dem CDU-Politiker, Willy Wimmer, über das Lausanner Rahmenabkommen zwischen Iran und G5+1



IRIB:  Herr Wimmer, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zu diesem Interview!

Wimmer: Ja, guten Tag Herr Shahrokny, guten Tag nach Teheran!

 

IRIB: Herr Wimmer, tagelang haben die fünf Vetomächte und  Deutschland mit dem Iran im Schweizer Lausanne um eine Grundsatzvereinbarung gerungen. Nach acht Tagen war es dann soweit. Nun ist etwas da, was sich "Rahmenabkommen" nennt. Wie bewerten Sie dieses Rahmenabkommen?

Wimmer: Herr Shahrokny, das ist vielleicht die wichtigste Nachricht, die wir ja in Jahrzehnten bekommen haben, und zwar auf der einen Seite natürlich wegen der Vereinbarung unter Einbeziehung Ihres Landes, des Irans. Das ist das eine. Da kann man bestimmt eine Menge mehr dazu sagen. Das zweite ist aber, in Anbetracht einer global sehr schwierigen weltpolitischen Situation, dass ständige Mitglieder des Sicherheitsrates, auch unter Einbeziehung meines eigenen Landes, also Deutschlands, sich in einer der schwierigsten Fragen, die die Welt hat, nicht nur verständigen konnten, sondern offensichtlich ein Verständnis untereinander entwickelt haben, das eine solche Lösung möglich machte. Ich glaube, dass die Welt, nachdem wir in den letzten 20 Jahren einen Krieg nach dem anderen erlebt haben, wenn sie nicht in Verzweiflung ausbrechen  sollte, auf ein solches Signal dringend gewartet hat, so dass in meinem politischen Verständnis das Ergebnis von Lausanne auf der einen Seite natürlich für die Beziehung dieser fünf Staaten und Deutschland mit dem Iran sehr wichtig ist, aber auch, wenn das Momentum genutzt werden kann, die Bewegung, die es aus Lausanne gegeben hat, auch auf andere Probleme auf dem Globus angewendet werden kann, das hoffe ich jedenfalls.

 

IRIB: Herr wimmer, ist die Vereinbarung von Lausanne eine historische Einigung, wie der US-Präsident sie nannte?

Wimmer: das ist natürlich eine historische Einigung, weil seit der Revolution im Iran die Vereinigten Staaten  außer Stande waren, normale, vernünftige und sachgerechte Beziehungen zum Iran zu entwickeln. Es gab ja vor den Jahren der Sanktionen, fast zweijahrzehnte, wo die Vereinigten Staaten sprachlos waren, was den Iran anbetrifft und auch vieles unternommen haben, um das Ergebnis der Revolution rückgängig zu machen. Wenn die Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund all dieser Überlegungen bereit waren, ja nicht nur 5+1-Gespräche mit dem Iran zu führen, sondern auch bilateral viele Dinge  mit dem Iran besprochen haben, dann ist das für die Vereinigten Staaten eine Entscheidung, und hoffentlich auch eine Politik geworden, die hoffen lässt, dass bessere Verhältnisse in Zukunft möglich sind, auch mit dem Iran. Insoweit hat der amerikanische Präsident, dem man in den letzten Jahren nicht immer zustimmen konnte oder musste, etwas gesagt, was die Meinung vieler Menschen zum Ausdruck bringt.

 

IRIB: Beide Seiten sprechen von einer "Gewinn-Gewinn-Einigung." Was heißt das?  

 


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Das Interview wurde geführt von Seyyed-Hedayyatollah Shahrokny

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