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Sonntag, 27 Dezember 2015 18:58

„Terrorismus ist unser gemeinsames Problem“ (Teil 3 – Terrorismus und die ambivalente westliche Politik)

„Terrorismus ist unser gemeinsames Problem“ (Teil 3 – Terrorismus und die ambivalente westliche Politik)
Einige junge Menschen laufen  offensichtlich Bewegungen in die Falle, die  aufgrund extremistischer Ideologien Terrorismus betreiben, und das ausgerechnet unter dem Namen des Islams!  Wie und warum ist es zu dieser Erscheinung gekommen und inwieweit hat der Westen bei der Entstehung dieses so genannten Islamismus  mitgewirkt?

 

Am 29. November hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei in seinem Brief an die westliche Jugend die blinden Terroranschläge in Frankreich als bittere Ereignisse bezeichnet.  Bereits im Januar dieses Jahres hat er nach Anschlägen in Paris eine Botschaft veröffentlicht und in beiden Schreiben geht es um den Terrorismus, den man dem Islam zuschreiben will.   Die beiden Anschläge im Januar und November in Paris haben eine Welle der anti-islamischen Äußerungen  und Islamophobie ausgelöst, insbesondere in Europa  und daher hat Ajatollah Khamenei sich jeweils kurz danach an die jungen Menschen in Europa und den USA gewandt. Er hat das Schreckensbild welches vom Islam verbreitet wird, dementiert und verurteilt und bittet die jungen Menschen im Westen  sich direkt aus den authentischen Quellen über den Islam aber auch über die Geschichte des Islams und über die Kolonialisierung der islamischen Gebiete  zu informieren.   Die großen Mächte haben nämlich seit langem ihr Augenmerk auf unsere Region gerichtet, insbesondere nach der Entdeckung von Erdöl.  Außerdem haben die politischen Akteure in der Region auch die geistigen und kulturellen  Strukturen und religiösen Ansichten ins Visier genommen.

Die Kolonialmächte haben im Laufe der Geschichte den islamischen Gebieten im  Nahen Osten und Afrika schwere Schläge zugefügt. So gut es ging haben sie die islamischen Gebiete in kleinere Gebiete zersplittert oder sie besetzt. Sie haben ihre kostbaren Ressourcen ausgeplündert, mit denen die Muslime schnell  viele ihrer Probleme hätten beseitigen können. 

Die Geschichte bezeugt, dass die Europäer nach ihren mehrfachen Niederlagen bei den Kreuzzügen die Konfrontation mit dem Islam auf eine anderer Weise weiter geführt haben, zum Beispiel durch Attacken auf das  religiöse Denken unter den Muslimen und durch Schüren von Zwietracht in politischen und religiösen Fragen unter den muslimischen Staaten.

In diesem Zusammenhang wurden, angeführt von den britischen Kolonialherren abwegige Sekten hervorgerufen, wie die wahhabitische Sekte unter den Volksstämmen auf der saudischen Halbinsel und die Kolonialherrscher haben abwegige Ideologien wie den Wahhabismus  ausgenutzt  um die Muslimen auseinanderzubringen, und sie sogar gegen einander aufzuhetzen  und zu erreichen, dass sie sich gegenseitig umbringen.   Während die Muslime in diese künstlich erzeugten Konflikte geraten waren, konnte der Westen bequem die Ressourcen der Islamischen Welt ausbeuten.

                                    Musik

Die Islamische Welt besitzt zahlreiche natürliche Energiequellen, aber wegen dieser Machenschaften der Kolonialmächte ist sie heute in zahlreiche politische Probleme verwickelt.

Die muslimischen Länder, die heute Opfer des Terrors der IS geworden und teilweise unter die Kontrolle dieser Terrororganisation geraten sind, werden noch Jahre an Rückständigkeit leiden.

Die Fortdauer der gemeinsamen Probleme und Leiden geboten den Fremden im Laufe der Geschichte eine gute Gelegenheit  zur Infiltration, während im Gegensatz dazu die Grundlagen für die Konvergenz zwischen den Islamischen Ländern vernichtet wurden. 

Die Einmischung der unterdrückerischen Herrenmächte und die Ausbeutung der immateriellen  und materiellen Schätze  der Muslime haben im Laufe der Zeit  die Entwicklung in der Islamischen Welt immer mehr verhindert.

Heute wiederholt sich die Geschichte. Die Hegemonialmächte mit den USA an ihrer Spitze  sind mit denselben Beweggründen wie in der Kolonialzeit  danach bestrebt, die islamischen Länder immer mehr zu schwächen. Sie nutzen den Terrorismus und Extremismus als ein Werkzeug, um einen Zusammenprall zwischen dem Islam und dem Westen heraufzubeschwören.

Diese Konflikte bieten angesichts der Anwesenheit der IS in Irak und Syrien und ihre Kontrolle über die ölreichen Gebiete erneut eine goldene Gelegenheit zugunsten der USA und des zionistischen Regimes.

Auch in unserer Zeit erlebt der Nahe Osten eine Zeit des politischen Chaos und wird von Krieg und Terrorismus gepeinigt. Die intervenierenden Mächte haben diese Unruhen ausgelöst. Unter dem  Vorwand des Terrorismus und während sie die historischen und politischen Tatsachen  der Region verdrehen, haben sie sich in den vergangenen drei Jahrzehnen eingemischt und Gebiete besetzt. Dabei haben sie das hohle Argument vorgeschoben, eine neue Weltordnung zu schaffen und den Terrorismus zu bekämpfen.  Zugleich haben sie den Zeigefinger der Anklage auf die Muslime gerichtet.

                                  Es ist unter anderem die passive Rolle der UNO gegenüber den Besatzern gewesen, was den Regionalstaaten sehr geschadet hat.  Die Gleichgültigkeit gegenüber den verheerenden Folgen der Politik der Weltmächte für alle Völker und insbesondere für die jungen Menschen haben die Krisen in der Region und auf der Welt verschlimmert.  Ajatollah Khamenei verweist in seiner Botschaft auf dieses schwache Vorgehen der internationalen Institutionen.

Der UN-Sicherheitsrat hat, um die öffentliche Meinung die keine Heuchelei akzeptiert, zufrieden zu stellen, circa 2 Wochen nach Herausgabe des  zweiten offenen Briefes des Revolutionsführers an die Jugend im Westen eine Resolution verabschiedet. In dieser wurde die Rolle der Jugend als eine effektive Kraft für die Herstellung von Frieden und die Bekämpfung von Extremismus hervorgehoben.

Ahmad Alhendawi, der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Angelegenheiten der Jugend betrachtet diese Resolution als eine deutliche Errungenschaft für einen Wandel der herrschenden Einstellung zur Jugend. Er ist der Ansicht, dass dies als Eingeständnis der Tatsache verstanden werden kann, dass die jungen Menschen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Frieden auf der Welt spielen.

Alhendawi fuhr fort, der UN-Sicherheitsrat habe durch Verabschiedung dieser Resolution bestätigt, dass die junge Generation  effektiv  bei der Bekämpfung von Extremismus und der Erreichung eines beständigen Friedens auf der Welt mitwirken kann.   

Ein Blick auf die jetzige Lage in der Region und auf der Welt genügt, um sich davon zu überzeugen, dass das schwache Vorgehen der internationalen Gremien in Wahrheit zur Verschlimmerung der Probleme der unterdrückten Völker geführt hat.  Ein anschauliches Beispiel ist die Verletzung der Rechte des palästinensischen Volkes, die Besatzung ihrer Heimat und das 60 Jahre währende  Flüchtlingsdasein von mehr als 5 Millionen Palästinensern.  Diese gehört zu der Strategie der  westlichen Spionagedienste und des Zionismus, die sie in Zusammenarbeit mit verräterischen Politikern von Ostasien bis Nordafrika und insbesondere in den arabischen Gebieten unablässig weiterverfolgen.

Das Internetportal Global Research hat sich vor kurzem mit dieser Angelegenheit auseinandergesetzt und geschrieben nicht nur Saudi Arabien würde die takfiristischen Gruppen unterstützen, die Muslime aus dem Islam ausschließen und ihre Tötung erlauben, sondern in der Praxis sei auch Israel Verbündeter der takfiristischen Terrorgruppen wie Al Kaida und IS.

 

 Global Research unterstreicht, dass die  israelischen Kräfte zum Beispiel auf den gewaltsam annektierten  syrischen Golanhöhen Kontakte mit der An Nusra-Front hat, welche der Al Kaida nahe steht. Darüber erfahre man jedoch bei den internationalen Massenmedien so gut wie gar nichts.

Wegen dem offenen und verstecktem Mitwirken des Westens beim Terrorismus und dem Extremismus, hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei in seinen beiden offenen Briefen die westliche Jugend auf die Widersprüche in der westlichen Politik aufmerksam gemacht.  Er erinnerte daran, dass sich diese Widersprüchlichkeit bei der Unterstützung für den Staatsterrorismus des israelischen Regimes zeigt. Er machte die jungen Leser darauf aufmerksam, dass die palästinensischen Familien seit Jahrzehnten sogar in ihren eigenen Wohnungen nicht vor den Verbrechen der Zionisten sicher sind, während die Bürger von Paris sich nach den Terroranschlägen nur einige Tage nicht aus ihren Häusern wagten. 

In  der letzten Jahrhunderthälfte haben die Krisen in  dieser Region einen großen Teil von Westasien in Sicherheits- und Kulturprobleme verwickelt, denn in dieser Region leben viele verschiedene Ethnien und  Religionsgruppen und die kulturelle Vielfalt ist groß.

In Wirklichkeit hat das Auftauchen von Extremistengruppen in der Region mit der Fortsetzung des Projektes von einem Nahen Osten nach US und israelischem Geschmack zu tun. Zur Umsetzung dieses Projektes erhalten diese Terroristen finanzielle, politische und geistige Hilfe aus der Region und werden von den Spionagediensten CIA und Mossad versorgt.

Die Botschaften des Revolutionsoberhauptes nach dem ersten Anschlag  in Frankreich, in denen er auf wichtige Punkte und die Widersprüchlichkeit der westlichen Politik hingewiesen hat, haben inzwischen ihre Wirkung nicht verfehlt und eine neue Bewegung im virtuellen Raum entstehen lassen.  Nachrichtenkreise und soziale Netze sind auf diese Hinweise aufmerksam geworden.

 

 Die Suche nach einer Antwort auf die Fragen, die das Oberhaupt der Islamischen Revolution hinsichtlich der westlichen Politik gegenüber der Islamischen Welt aufgeworfen hat, kann dazu beitragen,  realistische Lösungswege für die Beseitigung von Extremismus und Terrorismus zu finden.  

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