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Freitag, 25 Dezember 2015 17:07

"Terrorismus ist unser gemeinsames Problem" (Teil 2 – Terror im Westen und islamischen Gebieten)

"Terrorismus ist unser gemeinsames Problem" (Teil 2 – Terror im Westen und islamischen Gebieten)
  Der jüngste offene Brief von Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei betrachtet die Ursprünge von Extremismus und nicht nur politische sondern auch kulturelle und soziale Fragen zur Klärung der Realität.

 

Es sind in diesem Zusammenhang verschiedene Punkte und die Ereignisse der letzten Jahre im Westen und Asien zu erörtern. Ein wichtiger Punkt ist, dass der Westen im Rahmen seiner Parolen über die Bekämpfung von Terror wie dem der IS,  den Hebel der Militärgewalt einsetzt. Aber dieser Hebel hat bei den Kriegen in Afghanistan, Irak und Syrien versagt und dies zeigt, dass der Westen nicht unbedingt durch Krieg seine Ziele durchsetzen kann, sondern im Gegenteil  bei falschem Einsatz von Militärgewalt die allgemeine Sicherheit gefährdet. Denn Gruppen wie die Al Kaida und IS finden Gelegenheit, sich zu rekrutieren und dem Westen selber herauszufordern. Vielleicht war das der Grund dafür, dass die USA gezwungen waren, in Form einer regionalen und internationalen Koalition die Militärmaßnahmen gegen den Terrorismus weiterzuführen.

Wenn der Westen den Anspruch erhebt, den Terrorismus zu bekämpfen so kann das nicht stimmen, denn die USA und der Westen  haben ja bei der Entstehung von Terrorgruppen wie Kaida und IS mitgewirkt und sie den eigenen unrechtmäßigen Interessen zuliebe  unterstützt.

In der westlichen Welt, die behauptet gegen Gewalt und Extremismus vorzugehen, werden nicht die Ursachen für Bedrohungen und Gefährdung der Sicherheit untersucht, sondern es werden gewaltsüchtige Gedanken und Extremismus gefördert.  Der Westen beschuldigt als erstes die Muslime des Extremismus, obwohl Terrorismus weder mit dem Islam noch mit anderen Gottesreligionen vereinbar ist.

Die islamfeindlichen Äußerungen des Westens sind nun auch in die Wahlkampagnen in den USA eingezogen.  Der republikanische Kandidat für das Präsidentschaftsamt, Donald Trump ist ein deutlicher Repräsentant für die Verbreitung von islamfeindlicher Kultur. Er behauptet zum Beispiel, dass alle Muslime den USA schaden wollen und es verboten werden müsse, dass sie dieses Land betreten.

Gleichzeitig strebt der US-Kongress nach einem Beschluss zur Änderungen der Einreisebestimmungen für die Bürger einer größeren Anzahl von Ländern,  die bislang kein Visum brauchten. Wenn dieser Beschluss Gesetz wird, werden die Bürger dieser Staaten nicht mehr ohne  Visa in die USA eingelassen, falls sie in den vorhergehenden fünf Jahren in Syrien, Irak, im Sudan oder im Iran gewesen waren.  

Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass mit der Bildung von Gruppen wie Al Kaida und IS  und Durchführung von separatistischen Projekten in der Region beabsichtigt wurde, die revolutionären Bewegungen zu spalten und den wahren Islam in der Region zu entstellen.  

Dieser Zerstörungsprozess läuft zurzeit durch Einsatz aller Möglichkeiten und Einmischung des Westens und des zionistischen Regimes und mit Hilfe der Gelder,  Waffen und Kräfte die den takfiristischen Gruppen nahestehen.

Daher hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei in seinem offenen Brief an die jungen Menschen im Westen auf die widersprüchliche Politik des Westens und die Ursprünge der Terrorgruppen hingewiesen und seine Beobachtungen sind im Detail bei der Betrachtung der internationalen  Entwicklungen zu berücksichtigen. 

Ein Widerspruch in der westlichen Politik ergibt sich zum Beispiel daraus, dass der Westen die Verbrechen des zionistischen Regimes ignoriert.

Das zionistische Regime schwächt die islamischen Länder bewusst im Rahmen des Projektes der Unterstützung von Extremismus. Es ist bestrebt die Krisen in eine Richtung zu lenken, dass sie der Front des islamischen Widerstandes in der Region schaden.

Die Islamische Welt muss alle Aspekte dieser Bedrohung kennen und wissen: Diejenigen, die Gewalt und Terrorismus unterstützen,  dienen damit den politischen Zielen der Feinde des Islams.

Bei diesem Komplott geht es um drei Ziele: Erstens sollen Krisen in der Region geschürt werden. Damit wurde durch Entfachung eines Bürgerkrieges in Syrien unter dem vorgeschobenen Argument die Reformen und politischen Forderungen unterstützen zu wollen, begonnen.

Das zweite Ziel in dieser Verschwörung ist die Zersplitterung des Nahen Ostens, welche die USA schon vor Jahren im Rahmen des Projektes vom Groß-Nahost zu verfolgen begonnen hat. 

Das dritte Ziel besteht darin, die Grenzen zwischen Syrien und Israel zu verkleinern, womit letztendlich die Zerstörung der Achse des Widerstandes (gegen Israel) in Syrien erreicht werden soll.

In Wahrheit geht es den USA im Rahmen der Anti-Terror-Koalition nicht um die Bekämpfung der IS, sondern um die Herstellung von Sicherheit für Israel, mit anderen Worten: Sie wollen die Position des zionistischen Regimes bewahren  und die Glieder der Kette des  Widerstandes in Syrien, Libanon und Palästina schwächen.

Auch die Besorgnis  der USA und des internationalen Zionismus über das islamische Erwachen in der Region, seine möglich Ausdehnung und  den Sturz von westabhängigen Regimes haben eine Rolle gespielt.  Die Lage hat sich auch dadurch verschlimmert, dass die Muslime, ob Schiiten oder Sunniten, nicht die Strömung erkannten, die bewusst oder unbewusst als  langer Arm des Westens zur Spaltung unter den Muslimen dient.   Diese zerstörerische Strömung  ist in Form von Gruppen  aktiv, die nach außen hin religiös erscheinen jedoch auf Extremismus und Aberglauben begründet sind, von den Salafisten und Takfiristen unterstützt werden und in der Praxis für die Vernichtung des muslimischen Glaubensvolkes instrumentalisiert werden.

In all diesen Jahren ist das Blut vieler palästinensischer Frauen und Kinder auf den Boden geflossen und die zionistischen Verbrecher haben große Zerstörungen im Gaza-Streifen verursacht. Aber die Länder, die angeblich Gewalt und Extremismus bekämpfen, hatten  nichts Besseres zu tun,  als den Islam anzugreifen und der Westen will der Weltöffentlichkeit einflößen, dass der Islam an den Ereignissen in der Region und im Westen schuld wäre.

Die Unterstützung der USA für den Staatsterrorismus Israels und die Feldzüge der letzten Jahre in die Islamische Welt sind Beispiele für die Widersprüchlichkeit der westlichen Politik, worauf Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei in seinem Brief hinweist.   Er  stellt die Frage  warum das verbrecherische Regime in Tel Aviv niemals ernsthaft von seinen mächtigen Verbündeten oder zumindest von den anscheinend unabhängigen internationalen Institutionen gerügt wurde.  Zu den Untaten der Zionisten gehören die  schrecklichen Verbrechen in Gaza.

Seit über 7 Jahren ist Gaza einer Voll-Blockade durch das israelische Regime ausgesetzt und überall im  Gazastreifen sind die Spuren der verheerenden Militärangriffe der Zionisten auf die wehrlose palästinensische Bevölkerung zu sehen.

Eine große Zahl von Häusern wurde in Schutthaufen verwandelt und viele Kinder und Frauen wurden unter den Trümmern begraben. Die UNO gab bekannt, dass ein Fünftel der Todesopfer Kinder gewesen sind.

 

Die Infrastrukturen wurden zerstört und die Versorgung mit Wasser und Strom gestört, ebenso wie der Zugang zu Arznei- und Nahrungsmittel  und dies macht  den  anderthalb Millionen Palästinensern in Gaza das Leben sehr schwer.  

Die täuschenden Parolen des Westens aus dem  20. Jahrhundert von Demokratie und Menschenrechten,  haben im 3. Jahrtausend durch ihren Widerspruch mit der Praxis an Wirkung verloren.  Die schlimmen Folterungen auf Guantanamo und in Abu Ghuraib und die Enthüllung der Existenz von Geheimgefängnissen in Europa  haben die Theorie bestätigt, dass die Werteordnung  des Westens immer mehr zerbröckelt. Daran ist auch das schwache Vorgehen der internationalen Institutionen mit schuld: wie zum Beispiel der Menschenrechtsrat der UNO oder der Sicherheitsrat, die in vielen Fällen im Dienste der westlichen paradoxen Politik handelt und durch Ignorieren der Ursprünge der Gewalt zur Verbreitung weiterer Gewalt geführt haben

Die USA sind die wichtigsten externen Hauptakteure bei den Entwicklungen in den Regionalstaaten.  

Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte dafür, dass es bei der Bildung von Gruppen wie Al Kaida und IS und den separatistischen Vorhaben in der Region darum geht die revolutionären Bewegungen  auf Abwege zu führen und zu spalten und den wahren Islam in der Region zu verunglimpfen. Natürlich  haben regionale Akteure wie die Türkei, Saudi Arabien und Katar auch eine Rolle bei dem Spaltungsprojekt für die  Region gespielt indem sie die IS im Irak, Syrien und Libanon unterstützt haben.

Saudi Arabien als regionaler US-Verbündeter war bestrebt unter Nutzung der anti-schiitischen takfiristischen Denkweise  diese künstliche Krise zu vergrößern.

Wir stellen eine Art Aufgabenverteilung zwischen dem Regime in Riad und in Tel Aviv bei der Unterstützung der IS-Terrorristen fest – Saudi Arabien ist für die finanzielle und Rüstungshilfen verantwortlich und das zionistische Regime hilft den Terroristen  mit Denkarbeit- und nachrichtendienstlichen Leistungen.

Das Hauptziel ist eine neue Aufteilung des Nahen Osten.

Dieses Ziel haben die USA  schon seit Jahren im Rahmen des Projektes vom Groß Nahost verfolgt.

Deshalb  hat Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei  in seinem Brief an die junge Generation im Westen  auf alle diese Widersprüche in der westlichen Politik hingewiesen und sie aufgefordert, nachzudenken  und nachzuforschen was die wahren Gründe für Krieg und Extremismus und Gewalt auf der Welt sind. 

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