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Freitag, 23 Mai 2014 05:27

CIA verantwortlich für Kinderlähmung in Pakistan

WHO-Impfkampagne gegen Kinderlähmung in Pakistan. Das Foto zeigt die Impfung eines Jungen am Montag in Karatschi WHO-Impfkampagne gegen Kinderlähmung in Pakistan. Das Foto zeigt die Impfung eines Jungen am Montag in Karatschi
Was hat die CIA mit dem Wiederaufleben der unheilbaren Polio (Kinderlähmung) in Pakistan zu tun? Sehr viel! Das geht aus einem Brief des Weißen Hauses an zwölf Direktoren der bedeutendsten US-amerikanischen Gesundheitsorganisationen hervor, die auch in Entwicklungsländern Impfprogramme durchführen.

Diese hatten sich bei US-Präsident Barack Obama beschwert, daß ihre Mitarbeiter wegen illegaler Impfprogramme der CIA in Pakistan erheblichen Gefahren für Leib und Leben ausgesetzt seien. In ihrem vom 16. Mai 2014 datierten und jetzt bekannt gewordenen Brief an die Chefs der Gesundheitsorganisationen hat Obamas Chefberaterin für Terrorismusbekämpfung und innere Sicherheit, Lisa Monaco, nun versichert, daß die CIA nie wieder eine Impfkampagne im Ausland als Instrument der Spionage einsetzen werde. Nachfolgend ein Ausschnitt aus Monacos Brief:

»Ich möchte Ihnen mitteilen, daß der Direktor der Central Intelligence Agency (CIA) im August 2013 angeordnet hat, daß die Agentur keinen operationellen Gebrauch von Impfprogrammen mehr machen wird. Die betrifft auch die Mitarbeiter bei diesen Programmen. Ebenso wird die Agentur nicht länger versuchen, DNA oder andere genetische Materialien durch solche Programme zu erhalten und auszuwerten. Diese CIA-Politik gilt weltweit für US- und Nicht-US-Personal gleichermaßen.«

Ein Zipfel der Decke, welche diese verbrecherische Geheimdienstoperation der USA verdeckt, wurde 2011 von der britischen Tageszeitung The Guardian gelüftet. Der Guardian hatte damals herausbekommen, daß die CIA in pakistanischen Bergdörfern systematisch falsche Impfprogramme durchgeführt hatte. Das heißt, sie hat die Leute, die zur Impfung kamen, vornehmlich Kinder, nicht wirklich gegen Polio geimpft, sondern ihnen statt dessen genetisches Material entnommen, um mit Hilfe der DNA-Bestimmung herauszubekommen, ob sich Fami­lienmitglieder von Osama bin Laden darunter befanden.

Im Rahmen der umfangreichen Vorbereitungen für den mörderischen Überfall auf Bin Laden und dessen Familie im Mai 2011 hatten CIA-Agenten auch den angesehenen pakistanischen Arzt Dr. Shakil Afridi angeheuert, um in Abbottabad, die Stadt, wo Bin Laden ermordet wurde, eine falsche Impfkampagne zu organisieren. Um die Kampagne glaubwürdig zu machen, fing man mit den Impfungen in den armen Stadtvierteln an, um sie später auf andere Viertel auszuweiten. Dr. Afridi wurde kurz danach verhaftet, ihm wurde der Prozeß wegen Mitarbeit bei einem ausländischen Geheimdienst und wegen Gefährdung der öffentlichen Gesundheit gemacht. Von den westlichen »Qualitätsmedien« war auch diese menschenverachtende Operation der US-Dienste systematisch ignoriert und schnell im kollektiven Gedächtnisloch entsorgt worden. Nur die verheerenden gesundheitlichen Folgen dieser CIA-Kampagne wurden nicht korrigiert und treten jetzt mit Macht in den Vordergrund.

Infolge der kriminellen CIA-Operation kommt es in den pakistanischen Bergdörfern immer wieder zu bewaffnetem Widerstand gegen Impfprogramme sowie die beteiligten Mediziner und Helfer. Dies gilt insbesondere, wenn diese Programme oder die benutzten Impfstoffe irgendeinen Bezug zu den USA haben. Bisher sind bei solchen Impf-Unruhen bereits 56 Menschen getötet worden. Das hatte die Chefs der US-Gesundheitsorganisationen dazu veranlaßt, ihren eingangs erwähnten Brief an Präsident Obama zu schreiben.

Derzeit schreitet auch die Ausbreitung der Polio in Pakistan voran, nicht zuletzt, weil viele Eltern glauben, ihre Kinder seien geimpft, aber in Wirklichkeit wurde ihnen nur DNA entnommen. Von den im Jahr 2014 bereits weltweit erfaßten 77 Fällen von Polio-Ausbrüchen entfallen inzwischen 79 Prozent auf Pakistan.

Quelle: jW

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