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Dienstag, 20 Mai 2014 06:26

Tag des Elends, schlechte Erinnerungen des palästinensischen Volks (Teil 1)

Tag des Elends, schlechte Erinnerungen des palästinensischen Volks (Teil 1)
Am Jahrestag der Besetzung Palästina bereiten sich die palästinensischen Bürger überall in Westjordanland, Gazastreifen und al-Quds auf einen ausgedehnten Protest gegen die zionistischen Okkupanten am Tag des Elends oder Unglücks.
Diesbezüglich bringen wir Ihnen zwei Sendungen. Darin ist von einer bitteren Tragödie die Rede, die im 20. Jahrhundert begann und auch im 21. Jahrhundert andauerte. Die Welt ist in den ersten Jahren des 3. Jahrtausends mit tiefgreifenden Entwicklungen, komplizierten Umwandlungen und Ungerechtigkeit konfrontiert. Im der vergangenen Jahrhunderthälfte war es zu erwarten, dass die Welt durch die Entwicklung der Technologie und Ausdehnung der internationalen Gemeinschaften imstande sein könnte, sich der Realisierung der Gerechtigkeit anzunähern. Aber die übermäßigen Forderungen der Mächte und Gewaltherrschaft in der Welt haben nicht nur die Schmerzen der Menschen nicht gelindert, sondern sie noch mehr verstärkt. Zweifelsohne stellt die Okkupation Palästinas seitens der Zionisten eines der tragischsten und umfangreichsten Verbrechen, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten die Menschheit verstimmt hat. Das palästinensische Volk hat während der mehreren Jahrzehnten Obdachlosigkeit, Völkermord, Folter und Krieg eine bittere Tragödie erlebt. Die Okkupation Palästinas und Bildung eines usurpatorischen zionistischen Regimes mitten im Nahen Osten hat die sensitive und strategische Region des Nahen Ostens zu einem vulkanischen und krisenhaften Mittelpunkt gemacht, sodass diese Region auch 66 Jahre nach der Okkupation Palästinas keine Ruhe erlebt hat. Die Umwandlung Palästinas zum Hauptmittelpunkt der Nahostkrise hat ihre Wurzel in der kolonialistischen Habgier der westlichen Kolonialmächte. Auch gegenwärtig im neuen Jahrhundert hat die Fortdauer der unheilvollen Verbindung zwischen den USA und Israel diese Krise verstärkt. Die Okkupation Palästinas und die zionistische Idee zur Gründung einer Region für die Juden im Herzen der islamischen Länder stellt eine Angelegenheit dar, deren Ursachen in den historischen Urkunden des 20. Jahrhunderts zu suchen sind. Die Unterbringung von Juden aus verschiedenen Gebieten der Welt in Palästina, das damals ein Teil des osmanischen Reiches war, stellte für die damaligen Kolonialmächte in Europa eine kolonialistische Notwendigkeit dar. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Epoche der Konflikte unter den drei europäischen Mächten England, Frankreich und Deutschland zur Gewinnung von mehr Kolonien. Dieser Gedanke lenkte die Aufmerksamkeit der kolonialistischen Länder auf Palästina. Palästina mit einer vorzüglichen strategischen Lage als Verbindung zwischen drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika hat stets die Kolonialstaaten angezogen. Frankreich hat schon seit der Herrschaft von Napoleon Bonaparte die Kolonialisierung Palästinas angestrebt, aber ohne Erfolg. Aber es gelang den britischen Staatsmännern, durch eine einkalkulierte Planung die unheilvolle Verbindung zwischen Imperialismus und Zionismus zu ermöglichen, was zur Besetzung Palästinas mit einigen Tausend Jahren Vorgeschichte führte. Als sich die islamische Zivilisation durch die Schwächung des osmanischen Reiches in einer sensitiven und schwierigen Phase befand brachte der Westen die wissenschaftlichen und nationalen Revolutionen gegen die mittelalterlichen Strukturen hinter sich. Der Leitsatz der neuen westlichen Zivilisation bestand in der Einflussnahme und Vorherrschaft über die Welt. Zweifelsohne erlaubten die moderigen Strukturen des osmanischen Reiches den Kolonialherrschern, die Eroberung überall in jedem Gebiet dieses Reiches zu beginnen und die Ressourcen auszuplündern. Aber zum Zusammenbrechen der großen osmanischen Reiches, das sich von Europa bis Asien erstreckte und arabische Länder, einen Teil Europas bis Andalusien und Palermo unter seiner Herrschaft hatte, waren zwei Faktoren erforderlich. Erstens die Teilung des osmanischen Reiches und zweitens Bildung von Vasallenregimen, die die Interessen der westlichen Länder gewährleisten sollten. Zu diesem Zweck nahm parallel mit dem Plan zum Sturz des osmanischen Reiches die zionistische Bewegung in der Schweizer Stadt Basel im Jahr 1897 durch Theodor Herzl und Beistand des Kolonialismus Gestalt an. Die zionistische Bewegung, strebte seit dem 20. Jahrhundert unter der Führung von Herzl, der später als Vater des Zionismus bezeichnet wurde, danach, in einem Gebiet der Welt einen jüdischen Staat zu gründen. Herzl verkündete, die Juden würden eines Tages in Palästina zusammenkommen. Zu diesem Zweck wurden von Ost bis West Gebiete in Betracht gezogen, zu denen auch Palästina gehörte. Herzl versuchte in der Zeit der Führung der zionistischen Bewegung, die erste zionistische Regierung in Palästina zu bilden. Aber die Auflehnung der Osmanen dagegen verhinderte die Verwirklichung des Wunsches von Herzl. Durch den ersten Weltkrieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahmen die damaligen Mächte gegen einander Stellung. Infolgedessen stürzte zunächst das osmanische Reich, dann fand die zionistische Bewegung eine neue Gelegenheit. Durch die Neigung des Zionismus zum englischen Kolonialismus wurden die Grundlagen zur Bildung des ersten zionistischen Staates in Palästina geschaffen. 1917 traten die Beziehungen zwischen England und der zionistischen Bewegung in eine neue Phase. Artur James Balfour war englischer Außenminister. In der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 erklärte sich Großbritannien einverstanden mit dem 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten. 1918 stimmte der neu gegründete Völkerbund für das Mandat Englands für Palästina. Am 24. Juli 1922 wurde die Deklaration auch in das Völkerbundsmandat für Palästina aufgenommen, das die Bedingungen für die vorübergehende Übernahme der Verwaltung des Landes durch Großbritannien mit Rücksicht auf seine jüdische und arabische (palästinensische) Bevölkerung festlegte. Die drei Jahrzehnte dauernde Zeit dieses Mandats Englands für Palästina gehört zur finstersten Zeit der Geschichte Palästinas. In dieser Phase, die bis 1948 dauerte wurden alle sozialen und wirtschaftlichen Strukturen Palästinas zerstört. Die zionistische Bewegung fand in Palästina eine besondere Basis und schuf durch die Einwanderung von zahlreichen jüdischen Immigranten nach Palästina nach und nach die Grundlage für ihre Unterbringung und Zwangsversetzung der palästinensischen Nation. Um diese Zeit töteten die Elemente von Hagana, eine zionistische paramilitärische Untergrundorganisation in Palästina während des britischen Mandats, die Palästinenser. Zeitgleich wurden durch die Welle der Hilfeleistungen durch die westlichen Kapitalisten an die Zionisten, zionistische Schulen, Krankenhäuser, Fabriken und Büros errichtet, um die Grundlagen für die Bildung der ersten zionistischen Regierung in Palästina zu schaffen. Der UN-Teilungsplan für Palästina wurde am 29. November 1947 von der UN-Generalversammlung als Resolution 181 angenommen. Die Resolution sollte den Konflikt zwischen arabischen und jüdischen Bewohnern des britischen Mandatsgebiets Palästina lösen. Die Resolution beinhaltete die Beendigung des britischen Mandats und sah vor, Palästina in einen Staat für Juden und einen für Araber aufzuteilen. Aber die Gleichgesinnung zwischen dem Zionismus und den der zeitigen Weltmächten erlaubte Palästina nicht, die Ruhe zu erleben und es gelang den Palästinensern nicht, einige Jahrzehnte nach der Präsenz von militärischen Besatzern ein unabhängiges Land in ihrer Geburtsstätte auszurufen.

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