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Donnerstag, 27 Juni 2013 07:02

Muslim-Organisation fordert Obamas Verhaftung

Muslim-Organisation fordert Obamas Verhaftung
Der Afrika-Trip hat noch nicht begonnen, doch US-Präsident Barack Obama sorgt in Südafrika schon jetzt für Aufregung.
Nicht nur liefern sich die Regierungspartei und die Opposition einen Wahlkampf auf Obamas Rücken. Auf dem Tisch des Hauptstaatsanwalts liegt auch der Antrag, das Staatsoberhaupt »festzunehmen«.

Nicht weniger als 100 Millionen US-Dollar soll Obamas einwöchige Reise nach Afrika kosten. Unter den 56 Fahrzeugen, die eingeflogen werden, befinden sich Limousinen, eine Ambulanz zur biologischen Kontaminierung und ein Laster mit Röntgengeräten. Eine geplante Safari der First Family wurde abgesagt, da man um ihre Sicherheit fürchtete. Die Leibwächter hätten großes Kaliber gebraucht, um »Geparden, Löwen und andere Tiere zu eliminieren, falls sie zur Gefahr werden«, so das Weiße Haus. Nach einem Besuch in Senegal und Tansania residiert der Präsident zwei Nächte in Johannesburg und eine in Kapstadt. Hier sollen die Handschellen klicken, wenn es nach der Muslim Lawyers Association (MLA) geht. Die Rechtsorganisation fordert Obamas Festnahme wegen Kriegsverbrechen. »Obama hat Drohnenangriffe angeordnet, die unschuldige Zivilisten getötet haben. Aufgrund des Romstatus darf Südafrika einen Kriegsverbrecher anklagen, wenn genügend Beweise vorhanden sind«, so MLA-Sprecher Yousha Tayob. Einem Bericht der Universität von New York zufolge habe Obama fünfmal mehr Drohnenanschläge angeordnet als sein Vorgänger. In den letzten Jahren seien rund 880 Zivilisten von den Flugobjekten getötet worden. Faisal Suliman vom South African Muslim Network (SAMNET) in Durban meint, die MLA handle aus einem Verlangen nach Gerechtigkeit. »Es gibt keine Bewegung, die sich für die Gerechtigkeit der Drohnenopfer einsetzt und es deutet alles daraufhin, dass die Vereinigten Staaten ihre Standorte ausbauen, um Drohnen in der ganzen Welt zu betreiben.« Auch an der Universität von Johannesburg sorgt Obama für Diskussion. Auf dem Campus von Soweto wird ihm nächste Woche eine Ehrendoktorwürde verliehen. Während sich Professoren beschweren, sie seien nicht konsultiert worden, fragen sich Studenten, wie »jemand, der ungleiche Menschenrechte, basierend auf Überlegenheit, vertritt«, von einer Universität geehrt werden kann. Ein Ehrendoktor setze voraus, dass der Träger zu einem besseren Leben für alle beitrage, aber Obama habe das Gegenteil getan, so die Studentenvertretung. Quelle: Neues Deutschland

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