Es gibt verschiedene Theorien darüber, welchem Zweck Sanktionen dienen und welche Ziele damit in der Außenpolitik verfolgt werden.
Und dabei werden die Motive der Länder bei der Verhängung von Sanktionen gegen andere Staaten untersucht. Meistens werden zwei Ziele verfolgt, entweder will man das Verhalten des Landes, gegen das Sanktionen verhängt werden, ändern oder man möchte erreichen, dass sich in diesem Land das Regierungssystem und die politische Ordnung grundsätzlich ändert. Sanktionen verfolgen also eine Änderung im Verhalten oder ein Änderung des Regimes.
Die USA als dasjenige Land, welches am meisten den Druckhebel der Sanktionen gegen andere Länder verwendet , verhängt solche Sanktionen unter anderem unter dem Vorwand der Bekämpfung des Terrorismus oder der Verhinderung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen oder der Menschenrechte.
Länder wie Iran, Irak, Kuba, Libyen, Pakistan, Nordkorea gehören zu den Ländern, die US-Sanktionen begegnen.
Die Geschichte der US-Außenpolitik weist eine lange Liste von Wirtschaftsanktionen, die politischen Zielen dienten auf. Jimmy Carter, US-Präsident von 1976 bis 1980 hat unentwegt Wirtschaftssanktionen gegen Länder, die angeblich die Menschenrechte verletzten, vorgenommen
Iran ist ein Opfer der Sanktionen der USA in den letzten 30 Jahren gewesen, denn durch den Sieg der Islamischen Revolution sind die Interessen der USA in dem strategisch wichtigen Nahen Osten und am Persischen Golf in Gefahr geraten. Der Iran war nach dem Zweiten Weltkrieg der lange Arm der USA im Nahen Osten geworden. Die US-Regierung, welche angeblich Demokratie und Freiheit verteidigt, hat zur Fortsetzung ihrer Vorherrschaft im Iran, das gewaltsame Schahregime und die Unterdrückung und Folterung der Bevölkerung durch dieses Regime unterstützt.
Die Abhängigkeit der iranischen Monarchie von den USA war so groß, dass viele Analysten den Iran den 51. US-Bundesstaat genannt haben.
Die US-Regierung hat mit dem Iran militärische und wirtschaftliche Abkommen geschlossen, wie mit keinem anderen Bündnispartner auf der Welt.
In einer Zeit, in der kein Bündnispartner der USA im Nato-Pakt die Bomber F 14, welche als die modernsten Kriegsflugszeuge galten, besaß, hat die US-Regierung dem tyrannischen Schah-Regime im Iran Dutzende solcher Flieger zur Verfügung gestellt. Die US-Regierung hat bist zum letzten Moment versucht, die Monarache in Iran zu erhalten.
Aber als die Islamische Revolution siegte, setzte sie sich den Sturz der jungen islamischen Republik zum Ziel und unterstützte auf allen möglich Wegen finanziell und politisch die Revolutionsgegner.
Die intervenierenden Maßnahmen der USA zum Sturz des unabhängig gewordenen islamischen Irans wurden von der US-Botschaft in Teheran aus gesteuert, bis schließlich die Studenten der Linie des Imams dieses Spionagenest stürmten. Die Eroberung des Spionagezentrums war politisch gesehen ein schwerer Schlag für die USA. Jimmy Carter, der damalige US-Präsident brach sofort die Beziehungen zu der Islamischen Republik Iran ab und gab die ersten Wirtschaftssanktionen gegen das Land bekannt. Imam Chomeini sagte daraufhin am 16. Dezember 1979: „Wir werden ab jetzt nicht mehr erlauben, dass die Fremden in unser Land kommen und uns herumkommandieren. Wir sind wie wir sind. So viel Druck sie auch auf uns ausüben und Pläne zu unserem Wirtschaftsboykott schmieden wollen. Wir haben keine Angst vor dem Wirtschaftsboykott!“
Er fügte gerichtet an Jimmy Carter hinzu: „Muss denn die Welt auf Herrn Carter hören? Muss alle Welt, sobald er anordnet, es müsse eine Wirtschaftsblockade eingeführt werden, sofort sagen: Wird gemacht!? Es gehört zu den Fehlern, die diese kopflosen Supermächte begehen, dass sie denken: nun da ich eine Macht besitze, gehorcht mir alle Welt!“
Imam Chomeini hat drei Tage später in einem Interview mit dem ägyptischen Journalisten Hassanein Heikal diesen Standpunkt wiederholt und erklärt, man solle nicht glauben dass der Wirtschaftsboykott der USA alle Türen für Iran verschließen könne.
Die weitgehende Propaganda des Westens zur Einschüchterung des islamischen Irans durch Wirtschaftssanktionen hielten an, aber Imam Chomeini war für Standhaftigkeit und Ausdauer. Am letzten Tag des Jahres 1979 sagte er: „Wenn sie uns einem Wirtschafsboykott aussetzen, werden wir aktiver werden. Es wird zu unserem Vorteil sein. Verhängt doch einen Boykott gegen uns…!“
Damit wollte Imam Chomeini der Bevölkerung und der Regierung den Weg zeigen, nämlich: gegenüber allen Druckausübungen des Westens standhalten und zur Erreichung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit sich auf die eigenen Kräfte stützen.
Nach 1979 haben die USA noch in 33 weiteren Fällen dem Iran Handels- und Wirtschafssanktionen auferlegt.
Einige erfolgten nur vonseiten der USA und andere nahmen aufgrund des Einflusses der USA im UN-Sicherheitsrat internationale Dimensionen an.
Die Islamische Republik Iran hielt gegenüber dieser feindlichen Politik stand und nahm dabei große Opfer auf sich.
Aber dank dieser Standhaftigkeit hat das Land große Schritte für seinen wirtschaftliches und menschliches Wachstum tun können.
Ajatollah Khamenei, heutiges Revolutionsoberhaupt, hat wie sein Vorgänger die Bevölkerung immer zu dieser Standhaftigkeit und zu dem Vertrauen in die eigenen Kräfte sowie zu verstärktem Engagement und Wissenserwerb angespornt.
Iran konnte sich auf einigen wissenschaftlichen und technischen Gebieten der ersten Reihe einiger weniger Staaten anschließen. Ein Beispiel ist die Erreichung von friedfertiger Atomenergie - vom Uranabbau bis zur Nutzung des angereicherten Urans im Atomkraftwerk, was für den Fortschritt Irans gestützt auf das Wissen seiner jungen Generation von Wissenschaftlern spricht.
Iran gehört zu dem Club der Länder, die Satelliten ins All schicken und hat Erfolge im Bereich der Nano-Technologie erreicht und alle diese Errungenschaften wurden trotz der schwersten Wirtschaftssanktionen erzielt.
Die neuen Sanktionen der USA und ihrer Bündnisstaaten in Europa werden die Islamische Republik auch nicht an der Fortsetzung ihres Weges zur Weiterentwicklung, Gerechtigkeit und Wahrung der Unabhängigkeit hindern.
Die iranische Bevölkerung hat gelernt, wie sie die Sanktionen von einer Bedrohung in eine Chance umwandeln kann.
Die Ära der gewaltsamen Bevormundung und der Hegemonie und Vernichtung von Völkern in Ländern durch die westlichen Staaten ist abgelaufen und wie Ajatollah Khamenei sagt, wird die Standhaftigkeit der Islamischen Republik Iran gegenüber den Sanktionen ein Modell für die anderen Völker werden, damit sich diese nicht vor den westlichen Sanktionen fürchten.



