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Freitag, 27 Januar 2012 22:07
Rolle des Terrorismus bei der Entstehung des Zionismus (19)
Rolle des Terrorismus bei der Entstehung des Zionismus - Teil 19In der letzten Folge unserer Beitragsreihe "Rolle des Terrorismus bei der Entstehung des Zionismus" gingen wir auf den 22-tägigen Gaza-Krieg ein. Nachdem das zionistisch-israelische Regime durch Terroranschläge auf Führer des islamisch-palästinensischen Widerstandes die vom Volk gewählte Hamas-Regierung im Gazastreifen nicht in die Knie zwingen und eine Anerkennung Israels erzwingen und auch die Feuer der Intifada nicht löschen konnte, begann es in den letzten Tagen des Jahres 2008 eine Großoffensive aus der Luft, vom Boden und von der See aus gegen den Gazastreifen. Dabei wurden 1450 Palästinenser, hauptsächlich Frauen und Kinder getötet. Der UN-Beauftragte Richard Goldstone bestätigte in seinem etwa 1000 Seiten umfassenden Bericht über den Gaza-Krieg, dass die zionistische Armee dabei Kriegsverbrechen begangen hat. Der 22-tägige Gaza-Krieg war eine große Blamage für die Zionisten und brachte wie der 33-tägige Libanon-Krieg die terroristische Natur des illegalen israelischen Regimes mehr denn je ans Tageslicht. Die Hilfskonvois für die Bevölkerung des belagerten Gazastreifens zeugen davon, dass sich die Weltöffentlichkeit vor allem auch die öffentliche Meinung in den westlichen Ländern nun des terroristischen und unterdrückerischen Wesens des zionistischen Regimes bewusst ist.
Der erste internationale Hilfskonvoi für den Gazastreifen, genannt Freiheitsflottille, bestand aus acht Schiffen, welche von der "Europäischen Kampagne gegen die Blockade", von der Bewegung "Free Gaza" und türkischen Hilfsorganisationen sowie griechischen und schwedischen Kampagnen gechartert wurde. Etwa 600 Menschen aus über 40 Ländern, darunter 44 prominente Politiker und Parlamentsabgeordnete aus arabischen und europäischen Staaten, befanden sich an Bord dieses Schiffskonvois, der insgesamt 6.000 Tonnen Hilfsgüter u.a. in Form von Baumaterial und medizinischen Hilfsmitteln in den Gazastreifen bringen wollte. Damit sollten für rund 50.000 Menschen Wohnungen entstehen, die während des 22-tägigen israelischen Angriffs obdachlos geworden waren oder keine Möglichkeit hatten, eine Wohnung zu bauen.
Der Völkerrechtsprofessor Norman Paech und Matthias Jochheim, Vertreter der Organisation "Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges" (IPPNW), gehörten zu einer Gruppe aus Deutschland, die an der Schiffsreise nach Gaza teilnahmen. Im Team der schwedischen Organisation »Ship to Gaza« reiste auch der Schriftsteller Henning Mankell mit.
Am 28. Mai 2010 lief der Konvoi die Südküste der Republik Zypern an. Dort wollten 17 Europa-Abgeordnete zusteigen; zypriotische Behörden verzögerten dies jedoch. Daraufhin steuerte der Konvoi zunächst Nordzypern an und nahm von Famagusta aus mit einem Tag Verspätung Kurs auf den Gazastreifen.
Am 31. Mai umzingelten israelische Schiffe, darunter Kriegsschiffe, den Konvoi etwa 50 Meilen vor der Küste des Gazastreifens. Dann griffen israelische Kommandos das türkische Schiff Mavi Marmara in internationalen Gewässern an. Neun türkische Aktivisten wurden dabei erschossen. Etwa 50 weitere Menschen wurden verletzt.Die israelische Marine stürmte nach Angaben dort befindlicher Personen mindestens zwei weitere Schiffe des Konvois mit Einsatz von nicht-tödlichen Waffen, Tränengas und Elektroschockern.Das Militär des zionistischen Regimes brachte die Schiffe in den Hafen von Aschdod, machte die Maschinen von fünf Schiffen unbrauchbar und inhaftierte dort viele der zuvor auf Deck gefesselten Aktivisten. Inhaftierte erklärten, sie seien in israelischer Haft geschlagen worden und man habe ihre Mobiltelefone, Laptops und Kameras konfisziert. Durch diesen bestialischen Angriff beabsichtigte Israel, die Friedensaktivisten weltweit einzuschüchtern um somit die Entsendung weiterer Hilfskonvois zur Durchbrechung der Gaza-Blockade zu verhindern. Dieses Ziel erreichte Israel jedoch nicht. Es erntete nur Abscheu. Die Militäraktion gegen die Freiheitsflotte wurde weltweit und sogar von einigen westlichen Regierungen verurteilt.
Der frühere US-Präsident Jimmy Carter kritisierte das zionistische Regime und räumte ein, dass 1,5 Millionen Menschen im Gazastreifen wegen der nahezu vollständigen israelischen Blockade unter schlimmsten und unerträglichen Umständen leben. "Die Menschen hier sind völlig eingeschlossen wie in einem Gefängnis", schilderte Carter die bedauerliche Lage der Bewohner von Gaza und ergänzte, das Ausmaß der durch den israelischen Angriff entstanden Zerstörung sei unvorstellbar. Es sei außerdem zu beachten, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung im Gazastreifen unter 18 Jahre alt ist.
Derartige Äußerungen zeigen, dass sich die internationale Situation verändert hat. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung können sogar die Regierungen und Menschenrechtsverfechter im Westen nicht mehr gegenüber dem ungerechten und unterdrückerischen Vorgehen des israelischen Regimes schweigen.
Das rassistische und usurpatorische Wesen dieses Regimes ist für die Weltöffentlichkeit offensichtlich geworden. Deshalb sind es nun nicht mehr nur Muslime, die dem palästinensischen Volk helfen wollen. Bei den Hilfskonvois für die Palästinenser bzw. den Hilfsorganisationen, die die Palästinenser sowohl mit materiellen als auch finanziellen Hilfen unterstützen, handelt es sich um Menschen aus aller Welt und um Mitglieder aller Religionen und religiösen Gruppen.
Die pro-palästinensischen Friedensaktivisten planten für den Jahrestag der Erstürmung der Gaza-Freiheitsflotte durch Israel am 31. Mai 2010 einen zweiten Hilfskonvoi in den Gazastreifen zu entsenden. Die zweite internationale "Free Gaza"-Flottille unter dem Motto "Menschlich bleiben!" wurde von Friedensaktivisten aus verschiedenen europäischen Ländern organisiert.
Die Verantwortlichen des zionistischen Regimes, welche sich noch gut an das negative Echo auf ihren Angriff auf den ersten Hilfskonvoi für den Gazastreifen erinnerten, führten intensive Konsultationen, um das Auslaufen der Schiffe von den griechischen Häfen in Richtung Gaza zu verhindern. Ihre Gespräche mit den griechischen Spitzenpolitikern führten dazu, dass die Regierung in Athen mit völlig haltlosen Begründungen und Behauptungen den Schiffen der Freiheitsflotte, die von griechischen Häfen aus Kurs auf Gaza nehmen wollten, um die Gaza-Blockade zu brechen, verbot, die Häfen dieses Landes zu verlassen.
Die Hilfsflottille erreichte somit Gaza nicht, aber die Menschen in aller Welt wurden erneut aufmerksam, wie das terroristische israelische Regime gegen die Palästinenser vorgeht und mit welchen Lügen und Erpressungen das zionistische Regime die Weltöffentlichkeit an der Nase herumführt. Schon die bloße Existenz der Gaza-Flottille war als Erfolg zu werten und weckte Sympathien für die Palästinenser. Dadurch wurde der Weltbevölkerung erneut deutlich, wie verlogen die israelische Behauptung ist, dass dieses Regime allein zur Selbstverteidigung und Terrorismusbekämpfung die Palästinenser tötet.



